1975/1976 09. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - BFC Dynamo 3:0

Aus FCC-Wiki
Version vom 10. Juli 2011, 16:17 Uhr von Jens (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 9. Spieltag
Saison Saison 1975/1976, Hinrunde
Ansetzung FC Carl Zeiss Jena - BFC Dynamo
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 01.11.1975 14:00 Uhr
Zuschauer 9.000
Schiedsrichter Rudi Glöckner (Markranstädt)
Ergebnis 3:0
Tore
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Hans-Ulrich Grapenthin
Helmut Stein (88. Harald Irmscher)
Gert Brauer, Konrad Weise, Andreas Wachter
Rainer Schlutter, Lothar Kurbjuweit, Dietmar Sengewald
Klaus Schröder, Peter DuckeGelbe Karte.gif, Eberhard Vogel

Trainer: Hans Meyer

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Berlin
Reinhard Schwerdtner
Bernhard Jonelat
Lutz Eigendorf (60. Dietmar Labes), Michael NoackGelbe Karte.gif, Norbert Trieloff
Ralf Schulenberg, Reinhard Lauck, Frank TerletzkiGelbe Karte.gif
Hans-Jürgen Riediger, Wolf-Rüdiger Netz, Roland Jüngling

Trainer: Harry Nippert


Spielbericht

Beherzter Einsatz blieb unbelohnt

Jüngling (l.) und Riediger vom BFC im Duell mit Andreas Wachter.

Ein wenig fassungslos verließen die BFC-Spieler das Ernst-Abbe-Sportfeld. Sie hatten ein beherztes, erfrischendes Angriffsspiel geboten und waren am Ende doch mit 0:3 geschlagen. "So etwas gibt´s halt im Fußball", kommentierte Peter Ducke lakonisch. Nationalmannschaftstrainer Georg Buschner urteilte: "Es hätte knapper ausgehen müssen. Jena war vielleicht ein Tor besser, weil es konsequenter die Chancen nutzte."

Die verwerteten Möglichkeiten der Gastgeber entsprangen Einzelaktionen. Damit ist zugleich das taktische Hauptmittel der Jenaer genannt, mit dem sie den Sieg aus dem Feuer rissen. "Wir spielen zur Zeit einfach aneinander vorbei", sagte Eberhard Vogel. Der Elf fehlte es an spielerischer Sicherheit. Bei aller Einsatzstärke von Schlutter und Kurbjuweit (er tauchte allerdings in der zweiten Halbzeit unter), der Dynamik von Sengewald, vom Mittelfeld ging nur wenig Konstruktives aus. Irmscher pausierte diesmal sogar wegen Formschwäche. So lastete die meiste Arbeit auf den Schultern der Routiniers Vogel und Ducke, gegen den sich Noack beachtlich aus der Affäre zog, sowie auf Stein und Weise in der Abwehr. Diese Schwächen der Zeiss-Städter sind es wohl auch, die momentan den Rückstand zur Spitze unserer Oberliga ausmachen.

Die Berliner konnten mit ihrer Vorstellung in Jena durchaus gefallen. Spielerisch sicher über Lauck und Schulenberg die Angriffe vorbereitend, beteiligten sich alle an den Aktionen auf das Gehäuse des Gastgebers. Einziger Mangel war die Schwäche in der Chancennutzung. Lauck vergab die größte nach einer Eingabe von Riediger (7.) - im Gegenzug fiel das 0:1 -; wiederum Lauck traf mit einem tollen Schuß nur das Dreieck (20.); Riediger jagte einen Abpraller über die Latte (21.); Schulenberg scheiterte am toll reagierenden Grapenthin (29.). "Wenn uns in dieser Phase nur ein Tor geglückt wäre. Jena war zu greifen", sagte Reinhard Lauck dazu. Vielleicht wäre es mit einem Treffer gelungen. Aber daran wird der BFC, dessen spielerische Entwicklung auch in Jena anerkannt wurde, noch hart arbeiten müssen.

Zum Schiedsrichterkollektiv: Wenn es einige unbelehrbare Krakeler auch wieder besser wissen wollten. Glöckner leitete souverän und energisch. Bei Terletzkis absichtlichen Foulspiel gegen Stein ließ der Referee Milde walten (88.). "Er hatte bis dahin sehr anständig gespielt", begründete Rudi Glöckner selbst seine Entscheidung.

(Jürgen Nöldner in "Die Neue Fußballwoche" vom 4. November 1975)