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| Zusch = 4.000
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| Resul = 3:0 (2:0)
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| Tore =
* 1:0 L. König
* 1:0 L. König (33.)
* 2:0 L. König
* 2:0 L. König
* 3:0 Gärtner
* 3:0 Gärtner (70.)
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:Patzl
:Patzl
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:Schipphorst , Schüßler  
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:Malter , Beckert , Werner
:Bachmann , Ullrich , Gräbsch , L. König , Gärtner
:Gärtner , L. König , Gräbsch , Ulrich , Bachmann


Trainer : Kretzschmann
Trainer : Kretzschmann
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:Rußmeier
:Rußmeier
:Winner , Sturm
:Winner , Sturm
:Lätzsch , Wollenschläger , Gloede
:Lätzsch II , Wollenschläger , Gloede
:Kästner , Vitztum , Knoll , Roßbach , Schmidt
:Kästner , Vitzthum , Knoll , Roßbach , Schmidt


Spielertrainer : Gloede
Spielertrainer : Gloede


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==Spielbericht==
==Spielbericht==
'''Steuert Jena einer neuen Meisterschaft zu !'''
'''Gera besser als das 0:3 (0:2)'''
Der 1 . SV Jena siegte zu Hause gegen den Namensvetter aus Gera mit 3:0 (2:0) . Dabei zeigten aber auch die Gäste sehr gute Leistungen . Vor allem waren es Wollenschläger und Gloede , die überragten . Der durchschlagskräftigere Angriff der Jenaer , die nun der Meisterschaft zusteuern wollen ( Dessau verlor in Magdeburg 3:1) , gab den Ausschlag . Torschützen waren : Zweimal L. König und Linksaußen Gärtner , der in der letzten Viertelstunde eine prächtige Leistung zeigte , als er alles und zuletzt noch den Torwart umspielte und unhaltbar einsandte . Ein Alleingang - typisch Gärtner ! Da waren sogar die Gästespieler begeistert .
Bericht im Kicker vom 3. Dezember 1940
Auf Wunsch Geras wird erst 15 Uhr angestoßen .
Ei , wer hätte das gedacht ! Nämlich , das die zweite Runde in der Fußball-Bereichsklasse so überraschend beginnt und daß Dessau so rasch distanziert wird , daß den Altmeister jetzt schon drei Punkte vom Meister Jena trennen . Außerdem ist der Vorsprung von zehn Toren dahin , nun hat der 1.SV 21 Tore gut , Dessau dagegen nur 19 . Außerdem haben nur noch Weida und Cricket ein positives Torverhältnis . Diese beiden Mannschaften sind nebst Dessau die gefährlichsten Gegner des Meisters , und nur durch Siege oder Unentschieden über sie führt für den 1.SV Jena der Weg zur Meisterschaft , wobei Weida am meisten zu beachten ist . Die Jenaer spielen dort am 2. Februar .
Mit dem glatten 3:0-Sieg über den 1.SV Gera hat sich Jena ein schweres Hindernis auf dem Wege zur Meisterschaft beseitigt . Die Geraer hatte ihre zur Zeit stärkste Elf aufgeboten , in der nur der gesperrte Lätzsch I fehlte . Aber auch Jena stellte seine beste Vertretung .
Die '''Geraer''' enttäuschten insofern nicht , als sie eine schnelle , körperlich große und gutgerüstete , dazu sehr einsatzfreudige Mannschaft stellten , deren Spiel jedoch zu körperlich und dadurch unsauber war . Namentlich in der Deckung wurde vorzüglich gearbeitet , aber der Sturm blieb viel schuldig . Die fünf Leute , geführt von dem wuchtigen Knoll , kamen auch einmal zu ganz zwingenden Torgelegenheiten , obwohl die sehr gute Läuferreihe sie doch genug einsetzte . Das mag auch daher kommen , daß Jenas Deckung fast fehlerlos arbeitete und ohne Zaudern dazwischenfuhr .
Der '''1.SV Jena''' zeigte ein besseres Spiel , als zuletzt auf eigenem Platz gezeigt , er setzte sich gegen Gera voll ein . In der Fünferreihe gab es einige Unebenheiten . Gräbsch ließ seine Frische vermissen , auch der stark bewachte Gärtner spielte nicht ganz so erfolgreich wie sonst . Dagegen überraschte Bachmann als flinker Rechtsaußen , wenn er es auch gegen Sturm sehr schwer hatte . Allgemein wäre zu sagen , daß oft zu eng und auf den gedeckten Mitspieler abgegeben wurde . Die Tore fielen auch dann , als Geras Deckung herausgelockt wurde und so die Reihen geöffnet waren . Im allgemeinen konnte man mit den Jenaern zufrieden sein . Sie müssen aber in der Pause bis zum Januar ihre Form nicht nur halten , sondern möglichst noch verbessern , da dann die entscheidenden schweren Kämpfe kommen .
Von Anfang an wurden von Jena die klareren Torgelegenheiten herausgespielt . Jena begann sehr offensiv , ohne aber mehr als einige Ecken zu erreichen . Dagegen war einmal ein Mißverständnis bei einer Rückgabe an Patzl gefährlich .
Ein Tor wert war ein Scharfschuß von Bachmann , der aber von der Latte zurücksprang . In der 33. Minute fiel der erste Treffer : Gräbsch spielte sich fein durch und gab vor dem Tor überlegt zurück zu '''König''' , der flach einschoß .
Da Gera nun offener spielte , um aufzuholen , konnten sich die Jenaer Angriffe besser entfalten . Das zweite Tor für den 1.SV entsprang aber einer feinen Einzelleistung : bei einem Strafstoß aus 20 Meter schoß '''König''' scharf , und Rußmeier ließ den an sich haltbaren Ball über die Hände ins Tor springen . Hier bleib Rußmeier uns noch den Beweis seines Könnens schuldig .
Nach dem '''Wechsel''' wollten die Geraer unbedingt ihr Schicksal wenden . Sie wurden dabei von dem Läufer Gloede , der trotz seines Alters recht gut (Kopfbälle) und aufopfernd spielte - Gloede ist der bekannte ehemalige Spieler des HSV und ehrenamtlicher Betreuer der Geraer - stark eingesetzt , während Wollenschläger nicht so wie früher in Erscheinung trat , da er mehr defensiv wirkte . Aber die Jenaer blieben dennoch klar Herren der Lage und erzielten weitere Ecken . Einen von Ulrich schön gezogenen Ball holte sich Rußmeier noch . Dann schoß König bei günstiger Stellung etwas zu schwach , der Nachschuß ging neben das Tor . Und wieder ging ein Schuß Ulrichs knapp neben die lange Ecke .
Dann aber fiel das dritte Tor , wieder ein sehr schöner Treffer : Nationalspieler '''Gärtner''' bekam von Werner eine lange Steilvorlage , auf gleicher Höhe mit einem Geraer zog er diesem davon und schoß ein . Das war in der 70. Minute , womit der Kampf entschieden war . Jena hatte noch einige gute Torgelegenheiten , aber kein Glück . Ein Kopfball Werners ergab fast ein Tor , desgleichen ein Bachmann-Schuß .
Sein Können hatte Patzl gegen Ende mit einem gefährlichen Aufsetzer zu beweisen , sonst wurde er kaum ernstlich beschäftigt .
Die Ueberlegenheit Jenas äußerte sich nicht nur in dem viel besseren Spielaufbau , sondern auch in dem Eckenverhältnis von 10:0 .
Der Schiedsrichter Weise , Erfurt , überzeugte nicht , er war nicht immer regelfest und zu nachsichtig gegen hartes Spiel .
Bericht von W.M. in der Jenaischen Zeitung vom 02.12.1940
==andere Spiele==
* CV Magdeburg : Dessau 05 3:1 , 4.000 Z.
* Thüringen Weida : VfL 96 Halle 3:2
* SC Apolda : SpVgg Zeitz 6:1

Aktuelle Version vom 28. Mai 2025, 16:40 Uhr

Spieldaten
Wettbewerb Gauliga Mitte, 10. Spieltag
Saison Saison 1940/1941, Rückrunde
Ansetzung 1. SV Jena - 1. SV Gera
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena
Zeit So. 01.12.1940 15:00
Zuschauer 4.000
Schiedsrichter Weise (Erfurt)
Ergebnis 3:0 (2:0)
Tore
  • 1:0 L. König (33.)
  • 2:0 L. König
  • 3:0 Gärtner (70.)
Andere Spiele
oder Berichte

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Aufstellungen

Jena
Patzl
Schipphorst , Schüßler
Malter , Beckert , Werner
Gärtner , L. König , Gräbsch , Ulrich , Bachmann

Trainer : Kretzschmann


Gera
Rußmeier
Winner , Sturm
Lätzsch II , Wollenschläger , Gloede
Kästner , Vitzthum , Knoll , Roßbach , Schmidt

Spielertrainer : Gloede

Spielbericht

Steuert Jena einer neuen Meisterschaft zu !

Gera besser als das 0:3 (0:2)

Der 1 . SV Jena siegte zu Hause gegen den Namensvetter aus Gera mit 3:0 (2:0) . Dabei zeigten aber auch die Gäste sehr gute Leistungen . Vor allem waren es Wollenschläger und Gloede , die überragten . Der durchschlagskräftigere Angriff der Jenaer , die nun der Meisterschaft zusteuern wollen ( Dessau verlor in Magdeburg 3:1) , gab den Ausschlag . Torschützen waren : Zweimal L. König und Linksaußen Gärtner , der in der letzten Viertelstunde eine prächtige Leistung zeigte , als er alles und zuletzt noch den Torwart umspielte und unhaltbar einsandte . Ein Alleingang - typisch Gärtner ! Da waren sogar die Gästespieler begeistert .

Bericht im Kicker vom 3. Dezember 1940

Auf Wunsch Geras wird erst 15 Uhr angestoßen . Ei , wer hätte das gedacht ! Nämlich , das die zweite Runde in der Fußball-Bereichsklasse so überraschend beginnt und daß Dessau so rasch distanziert wird , daß den Altmeister jetzt schon drei Punkte vom Meister Jena trennen . Außerdem ist der Vorsprung von zehn Toren dahin , nun hat der 1.SV 21 Tore gut , Dessau dagegen nur 19 . Außerdem haben nur noch Weida und Cricket ein positives Torverhältnis . Diese beiden Mannschaften sind nebst Dessau die gefährlichsten Gegner des Meisters , und nur durch Siege oder Unentschieden über sie führt für den 1.SV Jena der Weg zur Meisterschaft , wobei Weida am meisten zu beachten ist . Die Jenaer spielen dort am 2. Februar . Mit dem glatten 3:0-Sieg über den 1.SV Gera hat sich Jena ein schweres Hindernis auf dem Wege zur Meisterschaft beseitigt . Die Geraer hatte ihre zur Zeit stärkste Elf aufgeboten , in der nur der gesperrte Lätzsch I fehlte . Aber auch Jena stellte seine beste Vertretung . Die Geraer enttäuschten insofern nicht , als sie eine schnelle , körperlich große und gutgerüstete , dazu sehr einsatzfreudige Mannschaft stellten , deren Spiel jedoch zu körperlich und dadurch unsauber war . Namentlich in der Deckung wurde vorzüglich gearbeitet , aber der Sturm blieb viel schuldig . Die fünf Leute , geführt von dem wuchtigen Knoll , kamen auch einmal zu ganz zwingenden Torgelegenheiten , obwohl die sehr gute Läuferreihe sie doch genug einsetzte . Das mag auch daher kommen , daß Jenas Deckung fast fehlerlos arbeitete und ohne Zaudern dazwischenfuhr . Der 1.SV Jena zeigte ein besseres Spiel , als zuletzt auf eigenem Platz gezeigt , er setzte sich gegen Gera voll ein . In der Fünferreihe gab es einige Unebenheiten . Gräbsch ließ seine Frische vermissen , auch der stark bewachte Gärtner spielte nicht ganz so erfolgreich wie sonst . Dagegen überraschte Bachmann als flinker Rechtsaußen , wenn er es auch gegen Sturm sehr schwer hatte . Allgemein wäre zu sagen , daß oft zu eng und auf den gedeckten Mitspieler abgegeben wurde . Die Tore fielen auch dann , als Geras Deckung herausgelockt wurde und so die Reihen geöffnet waren . Im allgemeinen konnte man mit den Jenaern zufrieden sein . Sie müssen aber in der Pause bis zum Januar ihre Form nicht nur halten , sondern möglichst noch verbessern , da dann die entscheidenden schweren Kämpfe kommen .

Von Anfang an wurden von Jena die klareren Torgelegenheiten herausgespielt . Jena begann sehr offensiv , ohne aber mehr als einige Ecken zu erreichen . Dagegen war einmal ein Mißverständnis bei einer Rückgabe an Patzl gefährlich . Ein Tor wert war ein Scharfschuß von Bachmann , der aber von der Latte zurücksprang . In der 33. Minute fiel der erste Treffer : Gräbsch spielte sich fein durch und gab vor dem Tor überlegt zurück zu König , der flach einschoß . Da Gera nun offener spielte , um aufzuholen , konnten sich die Jenaer Angriffe besser entfalten . Das zweite Tor für den 1.SV entsprang aber einer feinen Einzelleistung : bei einem Strafstoß aus 20 Meter schoß König scharf , und Rußmeier ließ den an sich haltbaren Ball über die Hände ins Tor springen . Hier bleib Rußmeier uns noch den Beweis seines Könnens schuldig . Nach dem Wechsel wollten die Geraer unbedingt ihr Schicksal wenden . Sie wurden dabei von dem Läufer Gloede , der trotz seines Alters recht gut (Kopfbälle) und aufopfernd spielte - Gloede ist der bekannte ehemalige Spieler des HSV und ehrenamtlicher Betreuer der Geraer - stark eingesetzt , während Wollenschläger nicht so wie früher in Erscheinung trat , da er mehr defensiv wirkte . Aber die Jenaer blieben dennoch klar Herren der Lage und erzielten weitere Ecken . Einen von Ulrich schön gezogenen Ball holte sich Rußmeier noch . Dann schoß König bei günstiger Stellung etwas zu schwach , der Nachschuß ging neben das Tor . Und wieder ging ein Schuß Ulrichs knapp neben die lange Ecke . Dann aber fiel das dritte Tor , wieder ein sehr schöner Treffer : Nationalspieler Gärtner bekam von Werner eine lange Steilvorlage , auf gleicher Höhe mit einem Geraer zog er diesem davon und schoß ein . Das war in der 70. Minute , womit der Kampf entschieden war . Jena hatte noch einige gute Torgelegenheiten , aber kein Glück . Ein Kopfball Werners ergab fast ein Tor , desgleichen ein Bachmann-Schuß . Sein Können hatte Patzl gegen Ende mit einem gefährlichen Aufsetzer zu beweisen , sonst wurde er kaum ernstlich beschäftigt . Die Ueberlegenheit Jenas äußerte sich nicht nur in dem viel besseren Spielaufbau , sondern auch in dem Eckenverhältnis von 10:0 . Der Schiedsrichter Weise , Erfurt , überzeugte nicht , er war nicht immer regelfest und zu nachsichtig gegen hartes Spiel .

Bericht von W.M. in der Jenaischen Zeitung vom 02.12.1940

andere Spiele

  • CV Magdeburg : Dessau 05 3:1 , 4.000 Z.
  • Thüringen Weida : VfL 96 Halle 3:2
  • SC Apolda : SpVgg Zeitz 6:1