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Den 1100 Zuschauern des gestrigen Verbandsspieles wurde wieder einmal ein typisches Punktspiel vorgeführt . Auf der einen Seite technische Ueberlegenheit , auf der anderen Seite zahlreiche Verteidigung und Einzelvorstöße . Endergebnis : die bessere Partei büßt einen Punkt ein . Jena hat infolge Verletzung Engelmanns Schröder anstelle Jonnecks in die Verteidigung genommen und Jonneck versah Engelmanns Posten . Gleich zu Beginn des Spieles macht sich eine leichte Ueberlegenheit Jenas bemerkbar . Doch ungenaue Flanken von links sowie auch von rechts stoppen vielfach den Angriff ab . Es kommt immer mehr zum Ausdruck , daß die Jenaer Stürmer ihre Erfolge nicht durch Schießen , sondern durch Durchspielen bis auf die Torlinie erzielen wollen . Bei der zahlreichen Verteidigung Geras eine vergebliche Mühe . Erst in der 30. Minute kann Kerlin aus sehr schlechter Stellung das erste Tor für Jena buchen . | |||
Nach Halbzeit vollständige Ueberlegenheit Jenas . In guter Kombination geht es bis an den Strafraum , wo die zahlreiche Verteidigung Geras , es war zeitweise außer dem Mittelstürmer alles im Strafraum , regelmäßig den Angriff abstoppte . Ein schwacher Versuch , einmal einen Schuß aus größerer Entfernung anzubringen , wurde nur von Werner als Mittelläufer gemacht . Ein schneller Durchbruch in der 59.Minute bringt Gera durch schönen Schuß , für Kemmler unhaltbar , den Ausgleich . Jena strengt sich weiter sehr an . Zahlreiche Ecken bringen keinen Erfolg . Durch viele Beine hindurch kann Tresselt in der 74. Minute durch scharfen flachen Schuß das 2. Tor für Jena erzielen . Keiling tauscht nunmehr mit Jonneck seinen Posten . Der Zug nach vorn wurde sofort systematischer . Man sollte Keiling während Engelmanns Fehlen auf diesem Posten belassen . In der 83. Minute erhält Geras Mittelstürmer wieder den Ball , die Verteidigung ist zu weit aufgerückt , Köhler als linker Läufer setzt nach , versucht den Ball an Kemmler zurückzuspielen , aber zu schwach , so daß der mitlaufende Gegner durch scharfen Schuß den Ausgleich erzielen kann . Es kam wohl jedermann zu Bewußtsein , daß mit diesem Tor das Verlustkonto wieder um einen Punkt bereichert worden war . Trotz nochmaliger heftiger Angriffe blieb Jena das siegbringende Tor versagt . Die Gesamtleistung der Jenaer Mannschaft war gut . Es muß nur das viele Kommandieren verschiedener Spieler unterbleiben . Die Flanken der Flügelstürmer kommen vielfach zu flach , ein Nachteil bei zahlreicher Verteidigung . Die Verteidigung darf auch bei überlegenem Spiel das Tor nicht ganz entblößen , Staffelstellung derselben wurde vollständig vermißt . Die Stürmer schießen , wie schon erwähnt , überhaupt nicht mehr . | |||
Bei Gera gefiel besonders die Verteidigung , in welcher der linke überragte . Der Sturm war sehr schnell und schußfreudig . Die Abwehr des Tormannes war vielfach sehr unsicher , sonst aber gut , was die Jenaer Stürmer durch energisches Nachsetzen nicht ausnutzen mußten . Das Spiel wurde sehr fair durchgeführt und von Zierath , Spielvereinigung Jena , in ruhiger einwandfreier Weise sicher geleitet . Eckenverhältnis 11:3 für Jena . | |||
Bericht von E.F. im Jenaer Volksblatt vom 16.10.1922 | |||
==andere Spiele== | ==andere Spiele== | ||
* VfB Apolda : SC Weimar 0:1 | * VfB Apolda : SC Weimar 0:1 | ||
Aktuelle Version vom 25. August 2025, 15:26 Uhr
| Spieldaten | |
| Wettbewerb | Kreisliga Thüringen Staffel Ost |
| Saison | 1922/1923 Hinrunde |
| Ansetzung | 1.SV Jena : Konkordia Gera |
| Ort | Universitätssportplatz in Jena |
| Zeit | So 15.10.1922 15:00 |
| Zuschauer | 1.100 |
| Schiedsrichter | Zierath (SpVgg Jena) |
| Ergebnis | 2:2 (1:0) |
| Tore |
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| Andere Spiele oder Berichte |
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Aufstellungen
- Jena
- Kemmler
- Schröder , Körbs
- Köhler , Werner , Türke
- Tresselt , Wallner , Kerlin , Keiling , Jonneck
Spielbericht

Den 1100 Zuschauern des gestrigen Verbandsspieles wurde wieder einmal ein typisches Punktspiel vorgeführt . Auf der einen Seite technische Ueberlegenheit , auf der anderen Seite zahlreiche Verteidigung und Einzelvorstöße . Endergebnis : die bessere Partei büßt einen Punkt ein . Jena hat infolge Verletzung Engelmanns Schröder anstelle Jonnecks in die Verteidigung genommen und Jonneck versah Engelmanns Posten . Gleich zu Beginn des Spieles macht sich eine leichte Ueberlegenheit Jenas bemerkbar . Doch ungenaue Flanken von links sowie auch von rechts stoppen vielfach den Angriff ab . Es kommt immer mehr zum Ausdruck , daß die Jenaer Stürmer ihre Erfolge nicht durch Schießen , sondern durch Durchspielen bis auf die Torlinie erzielen wollen . Bei der zahlreichen Verteidigung Geras eine vergebliche Mühe . Erst in der 30. Minute kann Kerlin aus sehr schlechter Stellung das erste Tor für Jena buchen .
Nach Halbzeit vollständige Ueberlegenheit Jenas . In guter Kombination geht es bis an den Strafraum , wo die zahlreiche Verteidigung Geras , es war zeitweise außer dem Mittelstürmer alles im Strafraum , regelmäßig den Angriff abstoppte . Ein schwacher Versuch , einmal einen Schuß aus größerer Entfernung anzubringen , wurde nur von Werner als Mittelläufer gemacht . Ein schneller Durchbruch in der 59.Minute bringt Gera durch schönen Schuß , für Kemmler unhaltbar , den Ausgleich . Jena strengt sich weiter sehr an . Zahlreiche Ecken bringen keinen Erfolg . Durch viele Beine hindurch kann Tresselt in der 74. Minute durch scharfen flachen Schuß das 2. Tor für Jena erzielen . Keiling tauscht nunmehr mit Jonneck seinen Posten . Der Zug nach vorn wurde sofort systematischer . Man sollte Keiling während Engelmanns Fehlen auf diesem Posten belassen . In der 83. Minute erhält Geras Mittelstürmer wieder den Ball , die Verteidigung ist zu weit aufgerückt , Köhler als linker Läufer setzt nach , versucht den Ball an Kemmler zurückzuspielen , aber zu schwach , so daß der mitlaufende Gegner durch scharfen Schuß den Ausgleich erzielen kann . Es kam wohl jedermann zu Bewußtsein , daß mit diesem Tor das Verlustkonto wieder um einen Punkt bereichert worden war . Trotz nochmaliger heftiger Angriffe blieb Jena das siegbringende Tor versagt . Die Gesamtleistung der Jenaer Mannschaft war gut . Es muß nur das viele Kommandieren verschiedener Spieler unterbleiben . Die Flanken der Flügelstürmer kommen vielfach zu flach , ein Nachteil bei zahlreicher Verteidigung . Die Verteidigung darf auch bei überlegenem Spiel das Tor nicht ganz entblößen , Staffelstellung derselben wurde vollständig vermißt . Die Stürmer schießen , wie schon erwähnt , überhaupt nicht mehr .
Bei Gera gefiel besonders die Verteidigung , in welcher der linke überragte . Der Sturm war sehr schnell und schußfreudig . Die Abwehr des Tormannes war vielfach sehr unsicher , sonst aber gut , was die Jenaer Stürmer durch energisches Nachsetzen nicht ausnutzen mußten . Das Spiel wurde sehr fair durchgeführt und von Zierath , Spielvereinigung Jena , in ruhiger einwandfreier Weise sicher geleitet . Eckenverhältnis 11:3 für Jena .
Bericht von E.F. im Jenaer Volksblatt vom 16.10.1922
andere Spiele
- VfB Apolda : SC Weimar 0:1