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Der Ausgang dieses Spieles war ein lehrreiches Beispiel dafür , wie Punktekämpfe trotz größter Ueberlegenheit unentschieden verlaufen , ja verloren gehen können , wenn der Gegner nur ein klein wenig mehr Glück hat als gerade die Rudolstädter am gestrigen Sonntag . | Der Ausgang dieses Spieles war ein lehrreiches Beispiel dafür , wie Punktekämpfe trotz größter Ueberlegenheit unentschieden verlaufen , ja verloren gehen können , wenn der Gegner nur ein klein wenig mehr Glück hat als gerade die Rudolstädter am gestrigen Sonntag . | ||
Wir betonen nochmals , daß das Treffen zuletzt eine sehr einseitige Angelegenheit für den 1.SV und durch das reine Verteidigungsspiel Rudolstadts eigentlich spielerisch langweilig war . Die Spannung wurde nur dadurch bis zum Schluß hin wacherhalten , daß man nie wußte , ob den Jenensern der Siegestreffer und den Gästen die Verhinderung desselben noch glücken würde ; denn auf dem Felde selbst war das Spiel bereits lange vor Schluß für die Jenaer klar entschieden , und Rudolstadt versuchte sich nur noch in vereinzelten Durchbrüchen . | Wir betonen nochmals , daß das Treffen zuletzt eine sehr einseitige Angelegenheit für den 1.SV und durch das reine Verteidigungsspiel Rudolstadts eigentlich spielerisch langweilig war . Die Spannung wurde nur dadurch bis zum Schluß hin wacherhalten , daß man nie wußte , ob den Jenensern der Siegestreffer und den Gästen die Verhinderung desselben noch glücken würde ; denn auf dem Felde selbst war das Spiel bereits lange vor Schluß für die Jenaer klar entschieden , und Rudolstadt versuchte sich nur noch in vereinzelten Durchbrüchen . | ||
Aktuelle Version vom 17. Januar 2026, 17:32 Uhr
| Spieldaten | |
| Wettbewerb | Gauliga Ostthüringen |
| Saison | Saison 1930/1931 Rückrunde |
| Ansetzung | 1.SV Jena : VfB Rudolstadt |
| Ort | Stadion des 1.SV Jena |
| Zeit | So 16.11.1930 14:30 |
| Zuschauer | 1.500 |
| Schiedsrichter | Leithold (SC Erfurt) |
| Ergebnis | 2:2 (0:0) |
| Tore |
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| Andere Spiele oder Berichte |
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Aufstellungen
- Jena
- Großkopf
- Keiling , Opatz
- Sturm , Jacob , Rosenke
- Mieth , Grübner , Thier , Werner , Schüßler
- Rudolstadt
- Hofmann
Spielbericht


Der Ausgang dieses Spieles war ein lehrreiches Beispiel dafür , wie Punktekämpfe trotz größter Ueberlegenheit unentschieden verlaufen , ja verloren gehen können , wenn der Gegner nur ein klein wenig mehr Glück hat als gerade die Rudolstädter am gestrigen Sonntag . Wir betonen nochmals , daß das Treffen zuletzt eine sehr einseitige Angelegenheit für den 1.SV und durch das reine Verteidigungsspiel Rudolstadts eigentlich spielerisch langweilig war . Die Spannung wurde nur dadurch bis zum Schluß hin wacherhalten , daß man nie wußte , ob den Jenensern der Siegestreffer und den Gästen die Verhinderung desselben noch glücken würde ; denn auf dem Felde selbst war das Spiel bereits lange vor Schluß für die Jenaer klar entschieden , und Rudolstadt versuchte sich nur noch in vereinzelten Durchbrüchen . Von besonderen technischen und taktischen Leistungen können wir eigentlich nur zwei hervorheben , das waren eine von Hofmann (R.) wunderbar geschossene und ebenso prächtig verwandelte Ecke und das Ausgleichstor für den Sportverein , von Schüßler erzielt . Wenn man einmal danebengeschossene Bälle nicht mit zum Pech rechnet , dann war eigentlich Rudolstadt die vom Glück benachteiligte Partei . Gleich zu Anfang verlor es seinen Tormann , der sich bei einem scharfen Schuß Werners einen Finger brach und damit für das ganze Spiel ausscheiden mußte , so daß also Rudolstadt tatsächlich das Spiel durchgehends mit 10 Mann bestritt . Mit diesen 10 Mann erzwang es bei nur geringer Feldüberlegenheit des 1.SV , einen Halbzeitstand von 0:0 und verschoß obendrein noch einen Elfmeter . Wer nunmehr nach Wiederanpfiff an die große Wendung zugunsten des 1.SV und an dessen sicheren Sieg geglaubt hatte (wir gehörten auch zu jenen) , sah sich schwer enttäuscht ; denn in dieser Halbzeit verschossen die Rudolstädter den ihnen zugesprochenen Handelfmeter nicht und gingen mit 1:0 in Führung . Den Jenensern glückte nichts , auch aus einigen Freistößen im 16-Meter-Raum wußten sie nichts zu machen . Eine wirklich feine technische Leistung vollbrachte dann Hofmann (R.) , der bei einer Ecke von links den Ball mit dem rechten Fuß haargenau vors Tor gab , wo er ebenso gut eingeköpft wurde . 2:0 für Rudolstadt , das Schicksal der Sportvereinler schien besiegelt . Diese drehten nunmehr mächtig auf , doch mußten ihnen ein Rudolstädter Verteidiger erst vormachen , wie gute Angriffe durch Kopftor angeschlossen werden . Wir möchten behaupten , daß ohne dieses Selbsttor der Gäste der Sportverein wahrscheinlich nicht zum Unentschieden gekommen wäre . Dann folgte nicht lange darauf eine von den wirklich guten Angriffshandlungen des 1.SV , bei der Schüßler gut durchging und unhaltbar zum Gleichstand einschoß . Nunmehr begann jene Periode des zähen Verteidigungskampfes von Rudolstadt , in der die Verteidiger des 1.SV manchmal nahe am feindlichen 16-Meter-Raum standen . Die Heidecksburger kämpften mit dem Mute der Verzweiflung , besonders ihr rechter Verteidiger leistete hervorragende Abwehrarbeit . Das Vorhaben der Gäste , den gleichen stand zu halten , gelang . Der Schiedsrichter Leidhold vom SC Erfurt pfiff eine für Rudolstadt nicht unrühmliche Verteidigungsschlacht ab . Das Spiel war trotz des erbitterten Siegeswillens beider Vereine jederzeit ruhig und anständig . Der Sportvereinssturm war ganz und gar nicht auf der Höhe . Nur Schüßler konnte sich hervortun . Vor allem klappte das Flügelspiel nicht und Werner hatte einen schwarzen Tag . Wenn nur die Hälfte seiner Schüsse ihr Ziel erreicht hätten , so wäre der 1.SV heute um einen Punkt reicher .
Jenaische Zeitung vom 17.11.1930
Spiele
16.11.1930
- 1.SV Jena : VfB Rudolstadt 2:2
- VfL Saalfeld : SC Weimar 0:0
- Richthofen Weimar : SV Kahla 4:1
- SC Apolda : VfB Jena 6:3