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|Ansetz = 1.SV Jena : VfB Rudolstadt
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|Ort = Stadion des 1.SV Jena
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* 0:1 (HE)
* 0:1 MS (47.HE)
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* 2:2 Schüßler
* 2:2 Schüßler
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:Großkopf
:Großkopf
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:Schüßler , Werner , Thier , Grübner , Mieth
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==Spielbericht==
==Spielbericht==
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Der Ausgang dieses Spieles war ein lehrreiches Beispiel dafür , wie Punktekämpfe trotz größter Ueberlegenheit unentschieden verlaufen , ja verloren gehen können , wenn der Gegner nur ein klein wenig mehr Glück hat als gerade die Rudolstädter am gestrigen Sonntag .
Der Ausgang dieses Spieles war ein lehrreiches Beispiel dafür , wie Punktekämpfe trotz größter Ueberlegenheit unentschieden verlaufen , ja verloren gehen können , wenn der Gegner nur ein klein wenig mehr Glück hat als gerade die Rudolstädter am gestrigen Sonntag .

Aktuelle Version vom 17. Januar 2026, 17:32 Uhr

Spieldaten
Wettbewerb Gauliga Ostthüringen
Saison Saison 1930/1931 Rückrunde
Ansetzung 1.SV Jena : VfB Rudolstadt
Ort Stadion des 1.SV Jena
Zeit So 16.11.1930 14:30
Zuschauer 1.500
Schiedsrichter Leithold (SC Erfurt)
Ergebnis 2:2 (0:0)
Tore
  • 0:1 MS (47.HE)
  • 0:2 Hofmann
  • 1:2 (ET)
  • 2:2 Schüßler
Andere Spiele
oder Berichte

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Aufstellungen

Jena
Großkopf
Keiling , Opatz
Sturm , Jacob , Rosenke
Mieth , Grübner , Thier , Werner , Schüßler
Rudolstadt
Hofmann

Spielbericht

Jena : Rudolstadt

Der Ausgang dieses Spieles war ein lehrreiches Beispiel dafür , wie Punktekämpfe trotz größter Ueberlegenheit unentschieden verlaufen , ja verloren gehen können , wenn der Gegner nur ein klein wenig mehr Glück hat als gerade die Rudolstädter am gestrigen Sonntag . Wir betonen nochmals , daß das Treffen zuletzt eine sehr einseitige Angelegenheit für den 1.SV und durch das reine Verteidigungsspiel Rudolstadts eigentlich spielerisch langweilig war . Die Spannung wurde nur dadurch bis zum Schluß hin wacherhalten , daß man nie wußte , ob den Jenensern der Siegestreffer und den Gästen die Verhinderung desselben noch glücken würde ; denn auf dem Felde selbst war das Spiel bereits lange vor Schluß für die Jenaer klar entschieden , und Rudolstadt versuchte sich nur noch in vereinzelten Durchbrüchen . Von besonderen technischen und taktischen Leistungen können wir eigentlich nur zwei hervorheben , das waren eine von Hofmann (R.) wunderbar geschossene und ebenso prächtig verwandelte Ecke und das Ausgleichstor für den Sportverein , von Schüßler erzielt . Wenn man einmal danebengeschossene Bälle nicht mit zum Pech rechnet , dann war eigentlich Rudolstadt die vom Glück benachteiligte Partei . Gleich zu Anfang verlor es seinen Tormann , der sich bei einem scharfen Schuß Werners einen Finger brach und damit für das ganze Spiel ausscheiden mußte , so daß also Rudolstadt tatsächlich das Spiel durchgehends mit 10 Mann bestritt . Mit diesen 10 Mann erzwang es bei nur geringer Feldüberlegenheit des 1.SV , einen Halbzeitstand von 0:0 und verschoß obendrein noch einen Elfmeter . Wer nunmehr nach Wiederanpfiff an die große Wendung zugunsten des 1.SV und an dessen sicheren Sieg geglaubt hatte (wir gehörten auch zu jenen) , sah sich schwer enttäuscht ; denn in dieser Halbzeit verschossen die Rudolstädter den ihnen zugesprochenen Handelfmeter nicht und gingen mit 1:0 in Führung . Den Jenensern glückte nichts , auch aus einigen Freistößen im 16-Meter-Raum wußten sie nichts zu machen . Eine wirklich feine technische Leistung vollbrachte dann Hofmann (R.) , der bei einer Ecke von links den Ball mit dem rechten Fuß haargenau vors Tor gab , wo er ebenso gut eingeköpft wurde . 2:0 für Rudolstadt , das Schicksal der Sportvereinler schien besiegelt . Diese drehten nunmehr mächtig auf , doch mußten ihnen ein Rudolstädter Verteidiger erst vormachen , wie gute Angriffe durch Kopftor angeschlossen werden . Wir möchten behaupten , daß ohne dieses Selbsttor der Gäste der Sportverein wahrscheinlich nicht zum Unentschieden gekommen wäre . Dann folgte nicht lange darauf eine von den wirklich guten Angriffshandlungen des 1.SV , bei der Schüßler gut durchging und unhaltbar zum Gleichstand einschoß . Nunmehr begann jene Periode des zähen Verteidigungskampfes von Rudolstadt , in der die Verteidiger des 1.SV manchmal nahe am feindlichen 16-Meter-Raum standen . Die Heidecksburger kämpften mit dem Mute der Verzweiflung , besonders ihr rechter Verteidiger leistete hervorragende Abwehrarbeit . Das Vorhaben der Gäste , den gleichen stand zu halten , gelang . Der Schiedsrichter Leidhold vom SC Erfurt pfiff eine für Rudolstadt nicht unrühmliche Verteidigungsschlacht ab . Das Spiel war trotz des erbitterten Siegeswillens beider Vereine jederzeit ruhig und anständig . Der Sportvereinssturm war ganz und gar nicht auf der Höhe . Nur Schüßler konnte sich hervortun . Vor allem klappte das Flügelspiel nicht und Werner hatte einen schwarzen Tag . Wenn nur die Hälfte seiner Schüsse ihr Ziel erreicht hätten , so wäre der 1.SV heute um einen Punkt reicher .

Jenaische Zeitung vom 17.11.1930

Spiele

16.11.1930

  • 1.SV Jena : VfB Rudolstadt 2:2
  • VfL Saalfeld : SC Weimar 0:0
  • Richthofen Weimar : SV Kahla 4:1
  • SC Apolda : VfB Jena 6:3