1951/1952 22. Spieltag: BSG Motor Jena - SV Berlin Grünau 3:0

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Liga, 22. Spieltag
Saison Saison 1951/1952, Rückrunde
Ansetzung BSG Motor Jena - SV Berlin-Grünau
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit So. 16.03.1952 15:30 Uhr
Zuschauer 10.000
Schiedsrichter Glumbeck (Weida)
Ergebnis 3:0
Tore
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Jena
Wolfgang Brünner
Waldemar Neuendorf, Bernhard Schipphorst
Werner Jakob, Karl Oehler, Wolfgang Fischer
Dieter Streller, Gerhard Gödecke, Hans Ziehn, Gerhard Frank, Karl Schnieke

Trainer: Kurt Findeisen

Grünau
Pally
K. Hoffmann, Kotte
H. Hoffmann, Kubitz, Franke
Lehniger, Weber, Merten (46. Paß), Apporius, Naethler

Trainer:

Spielbericht

Technische Überlegenheit führte zum Sieg

Der Tabellenletzte machte in Jena keine schlechte Figur. Die Mannschaft zeigte im Feld ein sehr gefälliges Spiel, doch vor dem Tor waren die Spieler harmlos und brachten nicht einen Erfolg zustande. Dazu beging man den Fehler, mit allzuweit zurückgezogenen Halbstürmern zu spielen. Mit einem Dreimannsturm aber ist gegen eine Hintermannschaft, wie sie Motor Jena besitzt, kein Tor zu erzielen. Lediglich die Berliner Abwehr einschließlich Torwart Pally lieferte ein fehlerloses Spiel. Motor Jena konnte in diesem Kampf seine technischen Vorteile voll ausspielen, und in gekonntem Flachpaß wurden die Angriffe in den gegnerischen Strafraum getragen. Doch auch hier waren die Stürmer verspielt und übertrieben oft die Kombinationen, so daß die Ausbeute trotz der großen Überlegenheit mit drei Toren nur gering war. Allerdings wurde ein weiteres Tor, das Gödecke erzielte, aus unverständlichen Gründen nicht anerkannt. Bei den Berlinern gefielen besonders neben dem Tormann noch Mittelläufer Kubitz sowie die beiden Verteidiger Hoffmann und Kotte und Apporius im Angriff. Bei Motor waren die Läuferreihe, mit Fischer, Oehler, Jakob sowie Schipphorst und Schnieke die Besten. Schiedsrichter Glumbeck verließ sich bei seinen Entscheidungen allzusehr auf seine Linienrichter und erregte mit seinen Abseitsentscheidungen oft das Mißfallen der Zuschauer.

(Hillmer in "Die Neue Fußballwoche" vom 18. März 1952)