1953/1954 10. Spieltag: BSG Motor Wismar - BSG Motor Jena 1:0

Aus FCC-Wiki - Wiki vom FC Carl Zeiss Jena
Version vom 27. September 2020, 10:26 Uhr von Andy60fc (Diskussion | Beiträge) (→‎Aufstellungen)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Spieldaten
Wettbewerb DDR-Liga, Staffel 2, 10. Spieltag
Saison Saison 1953/1954, Hinrunde
Ansetzung BSG Motor Wismar - BSG Motor Jena
Ort Kurt-Bürger-Stadion
in Wismar
Zeit So. 15.11.1953 14:00 Uhr
Zuschauer 5.000
Schiedsrichter Richard Kastner (Dahlewitz)
Ergebnis 1:0 (0:0)
Tore
  • 1:0 Harnack (53.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Wismar (blau)
Schnurrbusch
Martens, Boldt, Szewierski
Reincke, Friedrich
Musiol, Harnack, Holtfreter, Minuth, Peters (65. Ortmann)

Trainer: Pfau

Jena (schwarz-weiß)
Rolf Jahn
Harry Heiner, Karl Oehler, Waldemar Neuendorf
Wolfgang Fischer, Kurt Lindig
Rolf Hüfner (46. Karl Brückner), Helmut Flämmich, Hans Ziehn, Siegfried Woitzat, Karl Schnieke

Trainer: Bernhard Schipphorst

Spielbericht

Da riß es die Menge von den Sitzen!

Was sich in den 90 Minuten auf dem regennassen Boden des herrlichen Kurt-Bürger-Stadions abspielte, verdient höchste Anerkennung. Wenn die Seestädter im letzten Spieldrittel, um den 1:0-Vorsprung zu halten, auf Sicherheit gingen, so litt darunter weder der Angriffsschwung noch die Schönheit des Spieles, am wenigsten aber die Spannung. Spannend war das Spiel von der ersten bis zur letzten Minute schon deshalb, weil die Gäste ständig und mit geballter Kraft die sie in ihren Aktionen behindernden feinen, aber festen Netze der Mecklenburger zu sprengen versuchten.

Karli Schnieke als spiritus rector der Thüringer kam trotz seiner Ausweichmanöver nur wenig zum Zuge. Wenn aber, dann wurde er sofort gefährlich. Sicher (und hart) am Ball und am Mann die Abwehr (Oehler) der Gäste. Es bedurfte schon der Ruhe und Sicherheit des Schiedsrichters Kastner, der mit peinlicher Genauigkeit das Temperament der um jeden Meter Boden ringenden Kämpfer zu zügeln verstand.

Die Gastgeber hatten nach langer Pause wieder ihren Stammverteidiger Szewierski dabei, der mit dem Schweißvertreter Boldt unbedingte und wirkungsvolle Abwehrarbeit leistete. Im Mittelfeld lösten Reinke und Friedrich ihre erfolgreiche Aufgabe damit, Schnieke und Woitzat nicht ins Spiel kommen zu lassen. Auch der ohne Spielerpersönlichkeiten besetzte Sturm der Seestädter war in der Harmonie seiner Aktionen stets gefährlich.

(Artur Wilke in "Die Neue Fußballwoche" vom 17. November 1953)