1975/1976 FDGB-Pokal Achtelfinale Rückspiel: FC Carl Zeiss Jena - BSG Stahl Riesa 4:3

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Spieldaten
Wettbewerb FDGB-Pokal, Achtelfinale, Rückspiel
Saison Saison 1975/1976
Ansetzung FC Carl Zeiss Jena - BSG Stahl Riesa
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 29.11.1975 13:30 Uhr
Zuschauer 3.500
Schiedsrichter Klaus Scheurell (Wusterhausen)
Ergebnis 4:3 (1:1)
Tore
  • 1:0 Vogel (19.)
  • 1:1 Meinert (45.)
  • 2:1 Kurbjuweit (47.)
  • 3:1 Vogel (47.)
  • 4:1 Vogel (57.)
  • 4:2 Meinert (68.)
  • 4:3 Börner (81.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Jena (gelb-blau/gelb
Hans-Ulrich Grapenthin
Helmut Stein
Gert Brauer, Konrad Weise, Andreas Wachter
Dietmar Sengewald, Uwe Neuber, Harald Irmscher
Klaus Schröder (54. Dieter Noack), Lothar Kurbjuweit, Eberhard Vogel

Trainer: Hans Meyer

Riesa (schwarz-rot/schwarz)
Wolfgang Scharf
Reinhard Hauptmann
Matthias Blaseck, Roland Wenzel, Eberhard Lippmann
Wolfgang Schremmer, Bernd Runge, Thomas Börner
Roland Freyer, Wolfram Meinert, Wolfgang Schröder (65. Günter Zimmermann)

Trainer: Günter Guttmann

Spielbericht

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Nach 4:1 leichtfertig

"Tag der offenen Tür" - so durfte man zumindest die zweite Halbzeit dieses Pokalspiels nennen. "Das 2:1 in Riesa, dann klarer 4:1-Vorsprung, das ließ uns vom Konzept offensiven Fußballs gleich zu leichtfertig zur offenen Spielweise übergehen, die den Riesaern die Resultatsverbesserung ermöglichte", zog Cheftrainer Hans Meyer sein Resümee. Doch man sollte nicht nur die engere Abwehr des Gastgebers tadeln. Im allgemeinen Vorwärtsdrang (Kurbjuweit als Mittelstürmer für den wegen leichter Grippe pausierenden Ducke recht wirkungsvoll), beflügelt durch zwei Tore innerhalb einer Minute nach Seitentausch, vergaßen Stürmer wie Mittelfeldakteure des Gastgebers, daß man sich auch noch auf Deckungsaufgaben zu orientieren hat. Die Stahl-Elf, von beginn an um spielerisch starke Gegenwirkung bemüht, nach Chancen, Ecken (4:9) insgesamt im Nachteil, nutzte den gebotenen Spielraum. Meinerts Solo über 35 m, auch an Weise vorbei und mit Flachschuß zum 2:4 gekrönt, war der Auftakt zum "offenen Schlagabtausch", zum völligen Verzicht auf irgendwelchen "Pärchen-Betrieb".

Die Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Eine beiderseits höhere Trefferskala lag im Bereich des Möglichen, zumal Sengewald noch Pfosten (58.) und Latte (85.) traf, beide Torhüter einige prekäre Situationen bereinigten. "Insgesamt ein gerechtfertigtes Weiterkommen der Jenaer, doch wer weiß, wie es gekommen wäre, hätte sich unsere Abwehr nach dem Seitenwechsel nicht gleich zweimal narren lassen", kommentierte Günter Guttmann die Partie.

(Peter Palitzsch in "Die Neue Fußballwoche" vom 2. Dezember 1975)