1976/1977 10. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - HFC Chemie 4:0: Unterschied zwischen den Versionen

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Nicht nur vom Ergebnis her gab es Parallelen zum Dresdner Europapokalsieg über Ferencvaros zwei Tage zuvor. Es war deutlich zu spüren, wie die Jenaer den Dresdner Anschauungsunterricht genutzt hatten. Phasenweise zogen sie ein Tempospiel á la Dresden im Kleinformat auf, wobei auch, wiederum auf eine andere Ebene verlagert, die geringe Gegenwirkung zu gewissen Vergleichen gegenüber dem Mittwoch-Europapokalspiel Anlaß gab.
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"Natürlich ist diese Jenaer Mannschaft noch nicht mit einer Dresdner Elf in Hochform zu vergleichen", resümierte Nationalmannschaftstrainer Georg Buschner auf unsere entsprechende Frage, "dazu ist sie noch nicht ausgeglichen genug über die ganze Spielzeit. Immerhin deutete sie weitere Verbesserungen an, wobei der HFC für mich einfach zu wenig Angriffswirkung erzeugte."
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Druckvolles Tempospiel mit Direktkombinationen - das brachte den HFC sehr schnell ins Wanken und führte auch rasch die Entscheidung herbei. Der erstmals nach längerer Verletzungspause wieder beim FC Carl Zeiss eingesetzte Kurbjuweit nahm Halles Torjäger Manfred Vogel jegliche Zündung. Brauer auf der anderen Seite stieß gemeinsam mit Vorstopper Weise (herrlich das dritte Tor mit 18-m-Schuß ins Dreiangel durch Weise) immer wieder zur Unterstützung der Angriffe mit nach vorn. Diese beiden ergänzten sich vor allem vorzüglich mit dem meist in hängender Mittelstürmerposition operierenden Eberhard Vogel. Das heißt, von Positionsgebundenheit konnte auf Jenaer Seite eigentlich nicht die Rede sein. Die Schnuphase, Neuber, Schlutter, Töpfer und der lauffreudige Schröder und auch Oevermann wirbelten den hilflos wirkenden Kontrahenten, der zudem auch den Einsatz vermissen ließ (was ist bloß aus dem Talent Schmidt geworden?), so durcheinander, daß der gerade vom NVA-Ehrendienst zurückgekehrte frühere Jenaer Nationalspieler Helmut Stein äußerte: "Da machte es wirklich Spaß, zuzuschauen." Freilich, irgendwie war dann in der zweiten Halbzeit der Faden weg, aus dem Jenaer Kantersieg wurde nichts. Gefahr durch den rein optisch überlegen werdenden HFC entstand aber eigentlich nie.
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Zum Schiedsrichterkollektiv: Unauffällige und gute Leitung einer fairen Begegnung.
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Aktuelle Version vom 28. September 2009, 21:59 Uhr

Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 10. Spieltag
Saison Saison 1976/1977, Hinrunde
Ansetzung FC Carl Zeiss Jena - HFC Chemie
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Fr. 05.11.1976 17:00 Uhr
Zuschauer 12.000
Schiedsrichter Heinz Einbeck (Berlin)
Ergebnis 4:0
Tore
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Hans-Ulrich Grapenthin (58. Detlef Zimmer)
Ulrich Oevermann
Lothar Kurbjuweit, Konrad Weise, Gert Brauer
Rüdiger Schnuphase, Rainer Schlutter (75. Dieter Noack), Uwe Neuber
Thomas Töpfer, Eberhard Vogel, Klaus Schröder

Trainer: Hans Meyer

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Halle
Helmut Brade
Bernd Bransch
Dieter Strozniak, Burkhard Pingel, Roland Wawrzyniak (46. Holger Krostitz)
Manfred Fülle, Detlef Robitzsch, Wolfgang Schmidt
Norbert Nachtweih, Werner Peter (41. Roland Nowotny), Manfred Vogel

Trainer: Peter Kohl

Spielbericht

Dresdner Tempospiel im Kleinformat

Nicht nur vom Ergebnis her gab es Parallelen zum Dresdner Europapokalsieg über Ferencvaros zwei Tage zuvor. Es war deutlich zu spüren, wie die Jenaer den Dresdner Anschauungsunterricht genutzt hatten. Phasenweise zogen sie ein Tempospiel á la Dresden im Kleinformat auf, wobei auch, wiederum auf eine andere Ebene verlagert, die geringe Gegenwirkung zu gewissen Vergleichen gegenüber dem Mittwoch-Europapokalspiel Anlaß gab.

"Natürlich ist diese Jenaer Mannschaft noch nicht mit einer Dresdner Elf in Hochform zu vergleichen", resümierte Nationalmannschaftstrainer Georg Buschner auf unsere entsprechende Frage, "dazu ist sie noch nicht ausgeglichen genug über die ganze Spielzeit. Immerhin deutete sie weitere Verbesserungen an, wobei der HFC für mich einfach zu wenig Angriffswirkung erzeugte."

Druckvolles Tempospiel mit Direktkombinationen - das brachte den HFC sehr schnell ins Wanken und führte auch rasch die Entscheidung herbei. Der erstmals nach längerer Verletzungspause wieder beim FC Carl Zeiss eingesetzte Kurbjuweit nahm Halles Torjäger Manfred Vogel jegliche Zündung. Brauer auf der anderen Seite stieß gemeinsam mit Vorstopper Weise (herrlich das dritte Tor mit 18-m-Schuß ins Dreiangel durch Weise) immer wieder zur Unterstützung der Angriffe mit nach vorn. Diese beiden ergänzten sich vor allem vorzüglich mit dem meist in hängender Mittelstürmerposition operierenden Eberhard Vogel. Das heißt, von Positionsgebundenheit konnte auf Jenaer Seite eigentlich nicht die Rede sein. Die Schnuphase, Neuber, Schlutter, Töpfer und der lauffreudige Schröder und auch Oevermann wirbelten den hilflos wirkenden Kontrahenten, der zudem auch den Einsatz vermissen ließ (was ist bloß aus dem Talent Schmidt geworden?), so durcheinander, daß der gerade vom NVA-Ehrendienst zurückgekehrte frühere Jenaer Nationalspieler Helmut Stein äußerte: "Da machte es wirklich Spaß, zuzuschauen." Freilich, irgendwie war dann in der zweiten Halbzeit der Faden weg, aus dem Jenaer Kantersieg wurde nichts. Gefahr durch den rein optisch überlegen werdenden HFC entstand aber eigentlich nie.

Zum Schiedsrichterkollektiv: Unauffällige und gute Leitung einer fairen Begegnung.

(Günter Bonse in "Die Neue Fußballwoche" vom 9. November 1976)