1989/1990 05. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - SG Dynamo Dresden 1:1

Aus FCC-Wiki - Wiki vom FC Carl Zeiss Jena
Version vom 3. Januar 2015, 16:54 Uhr von Jens (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 5. Spieltag
Saison Saison 1989/1990, Hinrunde
Ansetzung FC Carl Zeiss Jena - SG Dynamo Dresden
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 16.09.1989 15:00 Uhr
Zuschauer 5.000
Schiedsrichter Hans-Jürgen Bußhardt (Karl-Marx-Stadt)
Ergebnis 1:1
Tore
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Jena
Perry Bräutigam
Heiko Peschke (63. Steffen Zipfel)
Olaf Holetschek, Jens-Uwe Penzel
Henry LesserGelbe Karte.gif (79. Robby Zimmermann), Michael Stolz, Jürgen Raab, Henning Bürger, Udo Fankhänel
Heiko WeberGelbe Karte.gif, Sylvio Hoffmann

Trainer: Lothar Kurbjuweit

Dresden
Frank Schulze
Frank Lieberam
Andreas Diebitz, Andreas Wagenhaus, Detlef Schößler, Matthias Döschner
Jörg Stübner, Matthias SammerGelbe Karte.gif, Hans-Uwe Pilz
Ulf Kirsten (78. Ralf Minge), Torsten Gütschow

Trainer: Eduard Geyer


Spielbericht

Kampf statt Spiel

Schmalhans ist derzeit Küchenmeister bei den Jenaern. Jeder Punkt wird heiß ersehnt. Erst recht, wenn es gegen den Meister und Tabellenführer geht. Über ihren Schatten aber können die Thüringer selbst dann nicht springen, wenn der Kontrahent unter den Erwartungen bleibt. Eines aber muß man den Platzherren dennoch bescheinigen: Ihr Kämpferherz nahmen sie zumindest nach der Pause in beide Hände. Daß es dabei spielerisch längst nicht rundläuft, steht auf einem anderen Blatt. Mit dieser Tugend brachten die Platzherren ihren Widerpart soagr in Bedrängnis. Diesen "unbändigen Kampfgeist, den Einsatz bis zum letzen" lobte Lothar Kurbjuweit und meinte außerdem: "Den geschliffenen Dresdner Aktionen hatten wir nur dies entgegenzustellen."

Mag das auch wenig anmuten, beinahe hätte es sogar zum Sieg gereicht. Aber nur, weil die Gäste vieles, zu vieles schuldig blieben. Die per Freistoßkombination sehenswert herausgespielte Führung wurde nämlich sträflicherweise trotz einiger guter Möglichkeiten (Sammer mit gutem Solo/33., Gütschow/50., 88.) nicht ausgebaut. "Schon da hätten wir das Spiel entscheiden müssen", fand Eduard Geyer. "So aber haben wir eher einen Punkt eingebüßt als gewonnen."

Was die Dresdner nach der Pause boten, wies viel mehr Schattten als Licht auf. Jetzt erwiderten sie Kampf mit Kampf. Das Spiel blieb so gut wie auf der Strecke. Und der Kampf allein stand zwar den Jenaern noch gut zu Gesicht, den Dresdnern aber in keiner Phase, weil damit Dynamo eben nicht Dynamo ist.

(Andreas Baingo in "Die Neue Fussballwoche" vom 19. September 1989)

Video