2019/2020 23. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - FSV Zwickau 2:1

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Spieldaten
Wettbewerb 3. Liga, 23. Spieltag
Saison Saison 2019/2020, Rückrunde
Ansetzung FCC - FSV Zwickau
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Mo. 10.02.2020 19:00 Uhr
Zuschauer 5.876
Schiedsrichter Benedikt Kempkes (Thür)
Ergebnis 2:1 (0:1)
Tore
  • 0:1 Viteritti (43., Foulelfmeter)
  • 1:1 Sulu (75.)
  • 2:1 Rohr (88.)
Andere Spiele
oder Berichte
Programmheft
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Jo Coppens
Marius Grösch, Aytaç Sulu, Dominic Volkmer
Raphael Obermair, Daniele Gabriele (86. René Eckardt), Maximilian RohrGelbe Karte.gif, Jannis Kübler, Pierre FassnachtGelbe Karte.gif (75. Tim Kircher)
Dominik Bock (60. Anton Donkor), Julian Günther-Schmidt
Trainer: René Klingbeil
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Zwickau
Johannes Brinkies
Marcus GodinhoGelbe Karte.gif, Davy Frick, Ali Odabas
Morris SchröterGelbe Karte.gif, Maurice Hehne, Fabio Viteritti (84. Sebastian Wimmer), Leon JensenGelbe Karte.gif, Can CoskunGelbe Karte.gif (89. Christopher Handke)
Ronny König, Gerrit Wegkamp (73. Johannes Dörfler)
Trainer: Joe Enochs

Spielbericht

2:1-HEIMERFOLG GEGEN ZWICKAU BEI KLINGBEIL-DEBÜT

Bei der ersten Partie unter Interimstrainer René Klingbeil kommt unser FCC nach 0:1-Pausenrückstand dank zweier Standards noch zu einem 2:1. Die Treffer von Aytac Sulu und Maximilian Rohr im zweiten Durchgang bescheren unserem FCC den vierten Saisonerfolg, der sich über weite Strecken der 2. Halbzeit nicht unbedingt angedeutet hatte.

Im Vergleich zum 1:1 bei Eintracht Braunschweig am letzten Wochenende änderte Interimstrainer René Klingbeil die Startelf unseres FCC auf drei Positionen: Für Nico Hammann, der zunächst auf der Bank Platz nahm sowie die gesperrten Ole Käuper und Kilian Pagliuca rückten Aytac Sulu, Maximilian Rohr und Dominik Bock in die erste Elf. FSV-Coach Joe Enochs schickte exakt die gleiche Elf ins Rennen, die am Wochenende gegen den TSV 1860 München einen Punkt holte.

In der Anfangsphase tasteten sich beide Teams vorsichtig ab. Und so dauerte es bis zur 10. Minute, ehe die erste echte Torchance zu verzeichnen war. Nach einer Balleroberung von Daniele Gabriele trieb Jannis Kübler die Kugel nach vorne. Er probierte es aus 18 Metern zentral direkt, traf den Ball jedoch nicht richtig, so dass Brinkies im Tor der Gäste keine Probleme hatte (10.). Von den Rängen hielt sich die Unterstützung derweil in argen Grenzen. Beide Fanlager protestierten zunächst schweigend gegen die unliebsame Anstoßzeit am Montagabend. Zehn Zeigerumdrehungen nach seiner ersten Möglichkeit versuchte es Kübler aus ähnlicher Position erneut aus der Distanz. Diesmal traf er den Ball deutlich satter und zwang Brinkies zu einer Parade (20.). Wenig später kann der Zwickauer Schlussmann einen Freistoß von Gabriele nur nach vorne klären. Der Ball landet erneut bei Gabriele, dessen Hereingabe ein Zwickauer im Zentrum zum Eckball klären kann. Dieser landet über Umwege beim aufgerückten Aytac Sulu, der bei seinem Startelfdebüt für unseren FCC von der Strafraumkante zu hoch zielte (22.). Auf der Gegenseite dribbelte Viteritti mit Ball am Fuß direkt bis an den Strafraum und zog dann ab. Jo Coppens im Jenaer Tor war auf dem Posten und klärte zur Ecke. Diese landete im Rückraum bei Maurice Hehne. Der Schuss des ehemaligen Jenaers aus 14 Metern ging jedoch deutlich über das Gehäuse (23.). Zwickau kam in der Folgezeit etwas besser in die Partie, die bis dahin über weite Strecken von den Hausherren bestimmt wurde. Nach einer Flanke von der linken Seite landet der abgewehrte Ball vor den Füßen von Schröter, dessen Schuss aus 15 Metern rechts neben das Tor fliegt (32.). Bis zur nächsten Jenaer Möglichkeit dauerte es etwas, dafür war diese dann von besonderer Qualität. Raphael Obermair eroberte tief in der Zwickauer Hälfte den Ball und leitete auf Günther-Schmidt weiter. Dieser suchte nahe der Grundlinie den Abschluss, doch Brinkies war rechtzeitig unten. Die anschließende Ecke konnte der FSV nicht sauber klären. Der Ball landete erneut bei Günther-Schmidt, der sich am Fünfmeterraum stehend um die eigene Achse drehen musste und dann mit dem rechten Fuß das Tor der Gäste knapp verfehlte. Das muss aus Nahdistanz die Führung für unseren FCC sein, auch wenn der Ball ohne Zweifel nicht leicht zu nehmen war (39.). Und so kam es, wie es kommen musste: Morris Schröter setzte sich auf der rechten Seite durch und zog in den Jenaer Strafraum. Der ausgespielte Pierre Fassnacht setzte nach und brachte Schröter dann im Sechzehnmeterraum zu Fall: Elfmeter. Fabio Viteritti ließ sich – wie bereits im Hinspiel – die Chance vom Punkt nicht nehmen und vollendete scharf halbhoch im linken Eck (43.). Jo Coppens roch zwar den Braten, hatte aber keine echte Abwehrchance. Pierre Fassnacht sah zudem seine fünfte gelbe Karte in der laufenden Saison und ist damit am Wochenende beim Auswärtsspiel in Mannheim gesperrt.

Beide Teams gingen personell unverändert in die zweiten 45 Minuten. 120 Sekunden nach Wiederanpfiff gehörte den Gästen aus Westsachsen die erste Aktion. Jo Coppens hatte mit Leon Jensens Schuss aus 20 Metern allerdings keine echte Probleme (47.). Der FSV Zwickau stand nun mit der Führung im Rücken sehr tief und agierte abwartend. Unserem FCC gelang es nur schwer, sich nennenswert in Szene zu setzen. Und so dauerte es fast eine Viertelstunde bis zur ersten Jenaer Chance im zweiten Durchgang. Günther-Schmidt spielte Bock etwas unpräzise an. Der kann die Kugel zwar mitnehmen, bringt dann aber aus 14 Metern mit links keinen Druck hinter den Ball (57.). Auf der Gegenseite setzt sich Wegkamp mit einer einfachen Körperdrehung gegen Grösch durch. Doch Coppens bekommt rechtzeitig die Beine zusammen und verhindert damit stark den zweiten Treffer der Westsachsen (59.). Nach einer Stunde brachte René Klingbeil Anton Donkor für Dominik Bock in die Partie, um die lahmende Offensive unseres FCC etwas zu beleben. Doch auch mit dem schnellen Linksfuß gelang die Reanimation des Jenaer Angriffs zunächst nicht. Stattdessen wirkten die Hausherren phasenweise sogar etwas indisponiert. Mehr als ein Vorstoß von Innenverteidiger Marius Grösch, den beim Abschluss der Mut verließ, war in den ersten 25 Minuten des zweiten Durchgangs von Jena vor dem Tor der Gäste nicht zu sehen (70.). Mangels spielerischer Optionen musste folglich eine Standardsituation herhalten. Eckball Nummer neun für unseren FCC. Daniele Gabriele bringt die Kugel in den Zwickauer Strafraum. Der Ball springt noch einmal auf und landet dann auf dem Kopf von Aytac Sulu. Der köpft die Kugel gegen die Laufrichtung von Johannes Brinkies und lässt dem Zwickauer Schlussmann damit keine Abwehrchance – 1:1 (75.). Ein Treffer für unseren FCC, der sich aufgrund des Spielverlaufs in der zweiten Halbzeit nicht unbedingt angedeutet hatte. Und doch gab der Treffer unserem FCC sichtbar Selbstbewusstsein, auch wenn Unzulänglichkeiten in der Offensive weitere Möglichkeiten zunichtemachten. Sei es beim völlig missglückten Querpass von Anton Donkor oder der Möglichkeit von Raphael Obermair, der aus dem Zentrum selbst abzog und hierbei den besser postierten Mitspieler Gabriele übersah. Und doch kämpfte unsere Elf weiter - und wurde schlussendlich belohnt. Zwei Minuten vor dem Ende wurde der eingewechselte Eckardt von Coskun zu Fall gebracht. Den fälligen Freistoß brachte Kübler mit Effet an die Kante des Fünfmeterraums. Johannes Brinkies kam nur zögerlich aus seinem Tor heraus. Maximilian Rohr war vor dem Zwickauer Schlussmann per Kopf am Ball und köpft zum vielumjubelten 2:1 ein (88.). Mitte der dreiminütigen Nachspielzeit hatte Anton Donkor aus spitzem Winkel sogar den dritten Treffer auf dem Fuß, doch der Linksfuß verzog (90.+2). Auf der Gegenseite bekam Zwickau noch einmal einen Eckball zugesprochen. Schröter brachte die Kugel auf den Kopf von König, der auf Odabas ablegte, doch der hatte aus spitzem Winkel keine echte Abschlussmöglichkeit. Und so blieb es am Ende beim 2:1-Heimerfolg unseres FCC gegen den FSV Zwickau.

Stimmen zum Spiel

Joe Enochs: "Es war kein schönes Fußballspiel. Aber das haben wir in Anbetracht der Tabellensituation auch nicht erwartet. Nichtsdestotrotz gehen wie verdient mit 1:0 in Führung durch den Elfmeter. Wir haben davor noch zwei, drei Chancen. Wir haben wenig Torchancen zugelassen. In der zweiten Halbzeit kommen wir raus und spielen nicht mehr so zwingend nach vorne. Wir hatten auch keine langen Ballbesitzphasen. Trotzdem spielen wir gut gegen den Ball und haben so gespielt, dass die Fans hier in Jena schon angefangen haben zu pfeifen. Und dann muss man darauf hinarbeiten, dass wir clever genug sind, auf das zweite Tor zu spielen und das zweite Tor zu machen. Wir haben eine riesen Chance durch Wegkamp und wenn er das Ding macht, glaube ich ist das Spiel vorbei. Aber dann müssen wir darüber reden, wie die Standards zustande gekommen sind. Szenen, wo wir den Ball sicher haben, wo wir den Ball rausklären können. Das tun wir nicht. Stattdessen versuchen wir, rauszuspielen. Und dann entsteht ein Eckball. Bei der zweiten Standardsituation hauen wir den Gegenspieler ohne Grund an der Seitenlinie um. Wir haben schon öfters gesehen, dass Standardsituationen zu Gegentoren führen können. Deswegen ist es sehr bitter für uns. Aber die Situation ändert sich dadurch nicht für uns. Wir arbeiten, wir kämpfen um den Klassenerhalt. Dieser Kampf dauert sehr lange. Wir hätten uns heute ein bisschen Sicherheit holen können. Das haben wir nicht getan. Daher müssen wir nun schnell wieder aufstehen. Glückwunsch an René für seinen Einstand hier. Es ist keine einfache Aufgabe."

René Klingbeil: "Zum Trainersein gehört, dass man auch gewisse harte Entscheidungen treffen muss. Das musste ich vor dem Spiel tun. Ich habe Nico Hammann gesagt, dass er heute nicht von Beginn an spielen wird. Das hat er sehr mannhaft aufgenommen. Man muss sagen, dass die Jungs sich wirklich zerrissen haben. Ich bin erst einmal froh, dass wir spielen konnten. Wir haben heute Morgen trainiert, da war es schon sehr böig und windig. Deshalb bin ich froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Dass das Wetter auch so war, dass man spielen konnte. Sicherlich war es ein sehr tiefer Platz. Die Mannschaft musste sehr viel einstecken. Wir haben eine sehr gute Chance gehabt durch Julian Günther-Schmidt, wo er knapp am Pfosten vorbeizieht. Wir kriegen dann den Elfmeter, der auch klar einer ist. Haben uns da taktisch vielleicht nicht ganz so gut angestellt, weil wir Pierre Fassnacht da gegen einen sehr guten Morris Schröter völlig alleingelassen haben, der wenn er ins eins gegen eins geht eine gewisse Qualität hat. Dann sitzt du in der Halbzeit drin, guckst dich an und weißt, dass in unserer Situation eigentlich nur Siege helfen. Von daher ist es sehr beeindruckend, wie sich die Mannschaft in der 2. Halbzeit, speziell zum Ende hin zerrissen hat und dieses Spiel noch gedreht hat. Man muss auch dazu sagen, dass Maximilian Rohr auf der 6 seit langer Zeit mal wieder ein Spiel gemacht hat. Auch Jannis Kübler fehlt noch Spielpraxis. Ich mag gar keinen großartig hervorheben. Die Mannschaft hat sich als Einheit präsentiert. Man sieht es auch an dem zweiten Tor, das wir erzwungen haben. Ich habe es auch gerade zu meinem Trainerkollegen gesagt. Wenn man fair ist, muss man sagen, dass Zwickau eigentlich das 2:0 machen muss. Sie haben eine riesen Chance, wo sie sich durchsetzen und Jo Coppens hervorragend hält. Und dann ist Fußball manchmal verrückt. Ich habe heute früh noch eine Nachricht bekommen von einem sehr guten Freund: "Das Spiel wirst du gewinnen. Das ist immer so." Das ist das Glück, das du zu Anfang hast, wenn du als Interimscoach auftrittst. Ich bin sehr glücklich und werde mir sicherlich einen roten Kreis im Kalender machen. Aber man sieht, wie hart der Weg ist. Wir haben jetzt immer noch sehr sehr viel Abstand zum Strich. Wir werden nicht aufgeben. Wir werden weiter dran glauben und wir werden weiter die Ärmel hochkrempeln. Morgen früh geht es schon weiter, da fängt dann wieder der normale Alltag an und die Vorbereitung auf den nächsten Gegner. Ich bin sehr glücklich, dass das Spiel so gelaufen ist. Ich muss vielleicht doch Aytac Sulu hervorheben, der hinten ein hervorragendes Spiel gemacht hat, die Abwehr sehr sehr ordentlich dirigiert hat und dann vorne das Tor macht. Er ist schon eine Waffe bei Standardsituationen. Ich freue mich für ihn."

--da Silva