2022/2023 29. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - ZFC Meuselwitz 2:2

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 29. Spieltag
Saison Saison 2022/2023, Rückrunde
Ansetzung FCC - ZFC Meuselwitz
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 22.04.2023 14:00 Uhr
Zuschauer 3.298
Schiedsrichter Michael Wilske
Ergebnis 2:2 (0:1)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
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Jena
Kevin Kunz
Ken Gipson, Maurice Hehne, Bastian Strietzel, Kevin Wolf (75. Max Grimm)
Justin Petermann, Lukas Lämmel, Justin Schau (46. Vasileios Dedidis), Lorenz Knöferl (46. Marcel Hoppe)
Jan Dahlke (90. Takero Itoi), Pasqual Verkamp (46. Jonathan Muiomo)
Trainer: René Klingbeil
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
ZFC
Jean-Marie Plath
Patrick Scheder (85. Johan Martynets), Felix Rehder, Fabian Raithel, Luca Bürger
Andy Trübenbach, René Eckardt, Felix Müller, Amer Kadric
Dominik Bock (50. Luis Fischer), Fabian Stenzel (77. Till Jacobi)
Trainer: Christian Hanne

Spielbericht

LAST MINUTE-GEGENTREFFER ZUM 2:2 GEGEN MEUSELWITZ

Unser FCC kommt im Thüringenduell gegen den abstiegsbedrohten ZFC Meuselwitz nur zu einem 2:2. Dahlke und Lämmel drehten hierbei nach Rückstand mit ihren Treffern zunächst die Partie für unseren Klub. Doch mit der letzten Szene kommt der ZFC in Person von Felix Müller noch zum Ausgleich.

FCC-Coach René Klingbeil änderte die Startelf im Vergleich zur Niederlage in Cottbus auf gleich vier Positionen: Anstelle von Krauß, Muiomo, Grimm und Hoppe starteten Dahlke, Schau, Gipson und Knöferl von Beginn an.

Die erste Möglichkeit der Partie hatte in Person von Patrick Scheder einer der insgesamt 7 (!) ehemaligen Jenaer in der Startelf des ZFC. Nach Ballverlust von Lämmel zog er aus 17 Metern einfach mal ab und verpasste das Tor von Kevin Kunz nur knapp (4.). Knappe zehn Zeigerumdrehungen später legte Bock auf Stenzel ab. Der Meuselwitzer Angreifer zwang Kunz zu einer Parade (13.). Auf der Gegenseite gab es wenig später Aufregung: Einen Flankenball versucht Felix Rehder zu klären und wehrt die Kugel dabei ganz klar mit dem Arm ab. Trotz massiver Proteste unserer Spieler zeigten der Schiedsrichter und seine Assistentin an, dass sie nichts Regelwidriges gesehen hätten und verwehrten unserem Klub den zwingenden Strafstoß (14.). Nach 21 gespielten Minuten setzte sich erstmals nennenswert Jenas Stürmer Jan Dahlke in Szene. Ein Anspiel aus dem Mittelfeld lässt er am rechten Strafraumeck einmal aufspringen und zieht dann direkt ab. Sein Schuss geht nur äußerst knapp am linken Pfosten vorbei. Im Anschluss an einen Eckball 180 Sekunden später erreicht Ken Gipson den Ball im Fünfmeterraum der Gäste als Erster, Meuselwitz‘ Torhüter Plath kann die Kugel jedoch in höchster Not klären (24.). Nach etwas mehr als einer Stunde verstummte die Kulisse im mit 3.298 Zuschauern gefüllten Ernst-Abbe-Sportfeld kurz. Grund war der Führungstreffer für die Gäste. Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte trieb der ZFC die Kugel über Kadric nach vorne. Dieser wird nicht angegriffen und zieht folgerichtig aus 20 Metern einfach mal ab. Ein Jenaer Abwehrbein fälscht die Kugel noch fies ab, so dass Kevin Kunz den Ball nicht abwehren kann - 0:1 (32.). Ein Gegentreffer der trotz der ordentlichen Anfangsphase der Gäste zu diesem Zeitpunkt aus dem Nichts kam und nach dem sich unsere Elf erst einmal schütteln musste. Folgerichtig passierte bis zum Halbzeitpfiff auch nichts mehr Nennenswertes.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte wechselte FCC-Coach René Klingbeil gleich dreifach: Für Knöferl, Schau und Verkamp kamen Hoppe, Dedidis und Muiomo in die Partie. Und eben jener Muiomo erlief unmittelbar nach Wiederanpfiff ein Anspiel auf der rechten Seite. Er flankte mustergültig an den zweiten Pfosten, wo Dahlke nur noch einschieben muss - 1:1 (46.). Zehn Minuten später leitete wiederum Muiomo den nächsten guten Angriff unseres FCC ein. Sein Anspiel nimmt Dedidis gekonnt direkt und zwingt Plath im kurzen Eck zu einer Parade (57.). Nicht mehr an das Spielgerät kam Plath nach 66 Minuten - musste er aber auch nicht. Petermann zog nach Solo aus 18 Metern zentraler Position ab, verfehlte das Tor der Gäste jedoch um Zentimeter. Auf der Gegenseite wurde es nach einer Flanke von Andy Trübenbach von der rechten Seite gefährlich. Im Zentrum erreicht Kadric den Ball als Erster und zwingt Kunz aus Nahdistanz zu einer Parade (73.). In dieser Szene war der Gast nah an der erneuten Führung. Und doch fiel der Treffer zehn Minuten später auf der anderen Seite. Einen zu kurz geratenen Abschlag von Plath befördert unser FCC postwendend zurück. Dedidis legt auf Dahlke ab, der vom Ball getrennt werden kann. Lämmel sprintet in den abgewehrten Ball und wuchtet ihn aus gut 20 Metern sehenswert und zugleich unhaltbar in die Maschen - 2:1 (83.). Somit blieb es bis zur letzten Aktion bei der knappen Führung für unseren FCC. Doch dann verpasste man es, den Sieg über die Runden zu bekommen. Bei einem Flankenball von der rechten Seite passten wir im Zentrum nicht auf, so dass Felix Müller per Kopf zum 2:2 vollenden kann (90.+3). Der Schiedsrichter pfiff die Partie danach nicht mehr an. Ein unnötiges Remis für unsere Farben, die es verpassten, nach der Niederlage in Cottbus mit einem Sieg wieder Selbstvertrauen für die Schlussphase der Saison und das Finale im Thüringenpokal zu sammeln.

Stimmen zum Spiel

Christian Hanne (Trainer des ZFC Meuselwitz): "Ich bin unfassbar stolz auf die Mannschaft, dass sie sich für den Aufwand hintenraus noch belohnt hat. Ich denke, wir haben eine gute erste Hälfte gespielt, den Gegner früh unter Druck gesetzt. Wir wussten aber auch, dass es in der zweiten Hälfte schwer wird. Die Jungs haben alles rausgehauen. Wir machen uns teilweise das Leben selber schwer. Daran müssen wir arbeiten. Wir haben bei den Temperaturen ein intensives Spiel gesehen. Für mich ist das 2:2 absolut in Ordnung."

René Klingbeil (Trainer des FC Carl Zeiss Jena): "Wir spielen wirklich eine richtig schlechte erste Halbzeit. Ich muss trotzdem die Jungs in Schutz nehmen, weil es im Grunde meine Idee war, was wir taktisch vorhatten. Es ist leider nicht aufgegangen. Wir hatten drei "Opfer" ziehen müssen, mit Lorenz Knöferl, Justin Schau und Pasqual Verkamp. Wir haben es dann in der 2. Halbzeit wesentlich besser gemacht, weil wir auf altbekannte Strategien zurückgegangen sind. Wir kommen zu einem Zeitpunkt zurück - kurz nach Wiederanpfiff - der überragend ist. Mit einem wunderschönen Tor. Wir schießen dann eigentlich auch zu einem überragenden Zeitpunkt das zweite Tor. Es kam dann das Gefühl, dass du das Ding zu Hause dann doch irgendwie mitnimmst. Ärgerlich war in der 1. Halbzeit, dass wir keinen Elfmeter bekommen haben. Der hätte uns gutgetan, denn ich denke Felix Rehder pritscht den Ball mit der Hand. Vor dem zweiten Tor, das wir kassieren, wird Takero Itio klar gefoult. Danach ist René Eckardt mit der Hand auf dem Ball. Wir sollten das jetzt nicht als Entschuldigung nehmen, aber ich will es trotzdem klar ansprechen. Wir hätten das Ding dann selbst nach Hause fahren müssen. Wir schießen zwei Tore, kommen zurück, drehen das Spiel, kassieren aber auch zwei Tore. Letztendlich sollten wir unsere Lehren daraus ziehen. Wir haben eine junge Mannschaft. Wir haben am Mittwoch gegen Cottbus ein Topspiel gehabt, wo wir 1:0 verlieren und dennoch vieles mitnehmen können - in der Analyse, in der Nachbereitung, auch für die neue Saison. Wir haben heute ein Spiel, das dritte in einer englischen Woche, dass gegen eine Mannschaft geht, die für uns brutal schwer zu bespielen ist. Wir haben das Hinspiel verloren, haben das Pokalspiel über 90 Minuten unentschieden gespielt und haben heute das Ligaspiel 2:2 gespielt. Da kann die Mannschaft viel rausziehen. Dass ein Ball zum Schluss einfach weggeschlagen werden muss. Da kommt es dann auch auf die Einfachheiten an. Es gibt im Fußball immer Sachen, die du lernen musst, die du abstellen musst, die du bessermachen musst. Und dennoch wird es der Entwicklung guttun. Ansonsten hätten wir das Spiel vielleicht knapp gewonnen und ohne den Ausgleich vielleicht auch ein paar Sachen übertüncht. Von daher ist es ganz gut so, dass wir das hinnehmen mussten. Ich wünsche Meuselwitz alles Gute. Sie haben sich den Punkt redlich verdient, haben Gas gegeben. Wir gucken, dass wir uns aufrichten, dass wir hart arbeiten und dann am Freitag in Berlin gegen den BAK spielen. Was nach Schlusspfiff war, habe ich nicht gesehen. Es ist auch ein stückweit normal. Du hast so viele Spieler drin bei Meuselwitz, die hier gespielt haben, die hier eine Vergangenheit haben in diesem Verein. Dass es da auch mal ein bisschen nicklig wird, ist nichts Ungewöhnliches. Wir haben uns geärgert, dass wir noch den Nackenschlag bekommen, den Ausgleich hinnehmen müssen. Meuselwitz hätte glaube ich auch gerne gewonnen und kann dennoch Kraft aus dem Punkt ziehen. Es ist warm draußen. Es sind 23 Grad. Dass da die Gemüter auch mal bisschen hochkochen ist nichts Ungewöhnliches. Es ist nichts passiert. Keine der beiden Mannschaften kriegt eine rote Karte. Klar will man das nicht sehen, aber ich kann es jetzt auch nicht auseinanderdeklinieren, weil ich mit meinen Gedanken fast schon beim BAK bin."

--da Silva