NOFV-Oberliga: Unterschied zwischen den Versionen

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Die [[NOFV-Oberliga]] ist eine Spielklasse im deutschen Fußball. Sie war kurz nach der Wende der Nachfolger der [[DDR-Oberliga]] und damit auf dem Gebiet der neuen Bundesländer die höchste Spielklasse. Später war sie die dritte Liga. Heute ist sie im Nordosten Deutschlands die vierte Liga.
Die [[NOFV-Oberliga]] ist eine Spielklasse im deutschen Fußball.  


Namensgeber ist der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) als Regionalverband des DFB für die neuen Bundesländer.
Sie war kurz nach der Wende der Nachfolger der [[DDR-Oberliga]] und damit auf dem Gebiet der neuen Bundesländer die höchste Spielklasse. Heute ist sie im Nordosten Deutschlands die fünfte Liga. Namensgeber ist der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) als Regionalverband des DFB für die neuen Bundesländer.


In ihr spielen heute einige renommierte Vereine der früheren DDR-Oberliga.
== Saison 1990/1991 - Die letzte Spielzeit der DDR-Oberliga==


== Saison 1990/1991 (1. Liga)==
Die NOFV-Oberliga entstand nach dem Beitritt des ostdeutschen Fußball-Verbandes zum westdeutschen DFB als Nachfolger der DDR-Oberliga und bestand als höchste Spielklasse auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik nur in der [[Saison 1990/1991]]. Titelträger wurde der [[FC Hansa Rostock]], Vizemeister der [[1. FC Dynamo Dresden]]. Beide erwarben sich damit das Startrecht für die Bundesliga-Saison 1991/1992, Rostock qualifizierte sich gleichzeitig für den [[EC I|Europapokal der Landesmeister]] 1991/1992. Der [[FC Rot-Weiß Erfurt]] und der [[Hallescher FC|Hallesche FC]] qualifizierten sich für den [[EC III|UEFA-Pokal]] 1991/92 und zusammen mit dem [[Chemnitzer FC]] und dem [[FC Carl Zeiss Jena]] für die [[2. Bundesliga]]. Der [[1. FC Lokomotive Leipzig]] und der [[FC Stahl Brandenburg]] erreichten die zweite Liga über eine Playoff-Runde, alle weiteren Vereine spielten weiterhin in der ab der [[Saison 1991/1992]] nur noch drittklassigen NOFV-Oberliga.


Die NOFV-Oberliga entstand nach dem Beitritt des DDR-Fußballverbandes zum DFB. Sie war Nachfolgerin der DDR-Oberliga und bestand als höchste Spielklasse auf dem Gebiet der neuen Bundesländer nur dieses eine Jahr.
== Saison 1991/1992 bis 1993/1994 - Dritthöchste Spielklasse ==
 
Titelträger wurde der [[FC Hansa Rostock]], Vizemeister der [[SG Dynamo Dresden|1. FC Dynamo Dresden]]. Beide erwarben sich damit das Startrecht für die 1. Bundesliga ([[Saison 1991/1992]]).
 
Für die [[2. Bundesliga]] qualifizierten sich direkt
* [[FC Rot-Weiß Erfurt]] (3. Platz)
* [[Hallescher FC|Hallesche FC Chemie]] (4. Platz)
* [[Chemnitzer FC]] (5. Platz)
* [[FC Carl Zeiss Jena]] (6. Platz)
und indirekt durch eine Play-Off-Runde
* [[1. FC Lokomotive Leipzig]] (7. Platz)
* [[FC Stahl Brandenburg|BSV Stahl Brandenburg]] (8. Platz)
Alle weiteren Vereine spielten weiter in der NOFV-Oberliga, die ab der Saison 1991/1992 jedoch die 3. Spielklasse war.
 
== Saison 1991/1992 bis 1993/1994 (3. Liga)==


In diesen drei Spielzeiten war die NOFV-Oberliga die 3. Liga im deutschen Fußball. Sie bestand zu dieser Zeit aus drei Staffeln: Nord, Mitte und Süd. Insgesamt gab es damals zehn Oberligen innerhalb des DFB. Am Ende jeder Saison spielten die drei Staffelsieger aus „Nord-Ost“ mit den sieben anderen Oberligameistern in Qualifikationsturnieren um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Die beiden Letztplatzierten jeder Staffel stiegen in die 4. Liga, die jeweiligen Landesligen ab.
In diesen drei Spielzeiten war die NOFV-Oberliga die 3. Liga im deutschen Fußball. Sie bestand zu dieser Zeit aus drei Staffeln: Nord, Mitte und Süd. Insgesamt gab es damals zehn Oberligen innerhalb des DFB. Am Ende jeder Saison spielten die drei Staffelsieger aus „Nord-Ost“ mit den sieben anderen Oberligameistern in Qualifikationsturnieren um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Die beiden Letztplatzierten jeder Staffel stiegen in die 4. Liga, die jeweiligen Landesligen ab.


== Seit der Saison 1994/1995 (4. Liga)==
== Seit der Saison 1994/1995 bis 2007/2008 - Vierthöchste Spielklasse ==
 
Mit Einführung der [[Regionalliga]] wurde die NOFV-Oberliga ab der [[Saison 1994/1995|Spielzeit 1994/1995]] viertklassig. Die Meister der Nord- und Süd-Staffel stiegen fünf Jahre hintereinander beide direkt in die 4-gleisige Regionalliga auf. Durch die Reduzierung der Regionalliga von vier Staffeln ([[Saison 1998/1999|1998/1999]]) auf zwei Staffeln ([[Saison 1999/2000|1999/2000]]) gab es 1998/1999 keine Aufsteiger, dafür mehr Absteiger als sonst.


Ab der Saison 1999/2000 wurde der Aufstieg in die Regionalliga in Hin- und Rückspiel der beiden Staffelsieger entschieden. Durch die DFB-Spitze wurde zugesichert, dass in den Spielzeiten 2005/2006 und 2006/2007 wieder beide Staffelsieger aufsteigen. Absteiger in die 5. Liga, die jeweiligen Verbandsligen, waren die drei Letztplatzierten jeder Staffel.
Mit Wiedereinführung der [[Regionalliga]] 1994 wurde die NOFV-Oberliga ab der Spielzeit 1994/95 viertklassig und damit neben den sieben weiteren Oberligen des DFB die zweithöchste Amateur-Spielklasse. Die Meister der Nord- und der Süd-Staffel stiegen während der ersten fünf Spielzeiten direkt in die viergleisige Regionalliga auf, die Staffel Mitte wurde aufgelöst. Durch die Reduzierung der Regionalliga von vier auf zwei Staffeln 1999 gab es 1998/99 keine Aufsteiger, ab der Saison 1999/2000 wurde der einzige Aufstiegsplatz in die Regionalliga in zwei Relegationsspielen zwischen den beiden Staffelsiegern entschieden. Ab 2005/06 waren wieder beide Staffelsieger aufstiegsberechtigt. Dabei nahmen während der 14 Spielzeiten als vierthöchste Spielklasse teils je 16, teils je 18 Mannschaften am Spielbetrieb der beiden Staffeln teil, übergangsweise aufgrund mehrerer Absteiger aus den Regionalligen auch 19 Mannschaften.


In der Saison 2007/2008 qualifizieren sich die drei bestplatzierten Mannschaften jeder Staffel direkt für die neue Regionalliga Nord. Die Viertplatzierten der Staffeln Nord und Süd spielen in einer Relegation den siebten und letzten Aufstiegsplatz in die Regionalliga aus. Die Oberliga Nordost wird in Folge der Einführung einer 3. Bundesliga ab der Saison 2008/2009 nicht mehr viert-, sondern nur noch fünftklassig sein.
In Folge der Einführung der 3. Liga und einer Erweiterung der Regionalliga auf drei Staffeln ab der Saison 2008/2009 ist die Oberliga Nordost nur noch fünftklassig. In der letzten viertklassigen Saison 2007/08 qualifizierten sich die drei bestplatzierten Mannschaften jeder Staffel direkt für die vergrößerte Regionalliga. Die Viertplatzierten der Staffeln Nord und Süd spielten in einer Relegation den siebten und letzten Aufstiegsplatz aus. Dabei steigen nur die jeweiligen Letztplatzierten in die Verbandsligen ab.


In der Saison 2007/2008 steigen nur die jeweiligen Letztplatzierten in die Verbandsligen ab (insgesamt zwei Absteiger). Die Meister der sechs Verbandsligen steigen in die Fußball-Oberliga Nordost auf. Die Vizemeister der sechs Verbandsligen im Bereich des NOFV spielen in einer Relegationsrunde drei weitere Aufsteiger in die Oberliga wie folgt aus: Berlin gegen Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern gegen Sachsen und Brandenburg gegen Thüringen (insgesamt neun Aufsteiger). Diese Regelung gilt nur für die aktuelle Saison.
== Seit der Saison 2008/2009 - Fünfthöchste Spielklasse ==


Die „Nordost-Oberliga“ wird in zwei Staffeln ausgespielt, wobei die Vereine nach regionalen Gesichtspunkten zugeordnet werden. Bis auf wenige Ausnahmen besteht folgende Grundeinteilung:
Mit der Ligenreform ab der Saison 2008/09 ist die Oberliga Nordost nur noch fünftklassig. Für die sieben im Vorjahr in die Regionalliga aufgestiegenen und die beiden in die Verbands- und Landesligen abgestiegenen Mannschaften rückten die Vorjahres-Meister der sechs Verbands- und Landesligen im Bereich des NOFV als direkte Aufsteiger in die Oberliga Nordost auf, während die Vizemeister der sechs Ligen paarweise in je zwei Relegationsspielen drei weitere Aufsteiger ausspielten.
* Staffel Nord:
** Mecklenburg-Vorpommern
** Berlin
** Brandenburg


* Staffel Süd:
Zukünftig steigen die beiden Staffelsieger in die Regionalliga auf. Vorgesehen ist der Abstieg der jeweils zwei letztplatzierten Mannschaften beider Staffeln, die sechs somit freiwerdenden Plätze werden von den sechs Verbandsligameistern eingenommen. Sollten jedoch aus den Regionalligen zwei NOFV-Vereine absteigen, so erhöht sich die Anzahl der Absteiger auf drei je Staffel, für weitere Absteiger würde die Oberliga entsprechend aufgestockt. Bei nur einem Absteiger aus der Regionalliga spielen die drittletzten der beiden Oberligastaffeln in Relegationsspielen einen weiteren Absteiger aus.
** Sachsen
** Sachsen-Anhalt
** Thüringen




[[Kategorie:Spielklasse]]
[[Kategorie:Spielklasse]]

Version vom 24. Juli 2010, 21:26 Uhr

Die NOFV-Oberliga ist eine Spielklasse im deutschen Fußball.

Sie war kurz nach der Wende der Nachfolger der DDR-Oberliga und damit auf dem Gebiet der neuen Bundesländer die höchste Spielklasse. Heute ist sie im Nordosten Deutschlands die fünfte Liga. Namensgeber ist der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) als Regionalverband des DFB für die neuen Bundesländer.

Saison 1990/1991 - Die letzte Spielzeit der DDR-Oberliga

Die NOFV-Oberliga entstand nach dem Beitritt des ostdeutschen Fußball-Verbandes zum westdeutschen DFB als Nachfolger der DDR-Oberliga und bestand als höchste Spielklasse auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik nur in der Saison 1990/1991. Titelträger wurde der FC Hansa Rostock, Vizemeister der 1. FC Dynamo Dresden. Beide erwarben sich damit das Startrecht für die Bundesliga-Saison 1991/1992, Rostock qualifizierte sich gleichzeitig für den Europapokal der Landesmeister 1991/1992. Der FC Rot-Weiß Erfurt und der Hallesche FC qualifizierten sich für den UEFA-Pokal 1991/92 und zusammen mit dem Chemnitzer FC und dem FC Carl Zeiss Jena für die 2. Bundesliga. Der 1. FC Lokomotive Leipzig und der FC Stahl Brandenburg erreichten die zweite Liga über eine Playoff-Runde, alle weiteren Vereine spielten weiterhin in der ab der Saison 1991/1992 nur noch drittklassigen NOFV-Oberliga.

Saison 1991/1992 bis 1993/1994 - Dritthöchste Spielklasse

In diesen drei Spielzeiten war die NOFV-Oberliga die 3. Liga im deutschen Fußball. Sie bestand zu dieser Zeit aus drei Staffeln: Nord, Mitte und Süd. Insgesamt gab es damals zehn Oberligen innerhalb des DFB. Am Ende jeder Saison spielten die drei Staffelsieger aus „Nord-Ost“ mit den sieben anderen Oberligameistern in Qualifikationsturnieren um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Die beiden Letztplatzierten jeder Staffel stiegen in die 4. Liga, die jeweiligen Landesligen ab.

Seit der Saison 1994/1995 bis 2007/2008 - Vierthöchste Spielklasse

Mit Wiedereinführung der Regionalliga 1994 wurde die NOFV-Oberliga ab der Spielzeit 1994/95 viertklassig und damit neben den sieben weiteren Oberligen des DFB die zweithöchste Amateur-Spielklasse. Die Meister der Nord- und der Süd-Staffel stiegen während der ersten fünf Spielzeiten direkt in die viergleisige Regionalliga auf, die Staffel Mitte wurde aufgelöst. Durch die Reduzierung der Regionalliga von vier auf zwei Staffeln 1999 gab es 1998/99 keine Aufsteiger, ab der Saison 1999/2000 wurde der einzige Aufstiegsplatz in die Regionalliga in zwei Relegationsspielen zwischen den beiden Staffelsiegern entschieden. Ab 2005/06 waren wieder beide Staffelsieger aufstiegsberechtigt. Dabei nahmen während der 14 Spielzeiten als vierthöchste Spielklasse teils je 16, teils je 18 Mannschaften am Spielbetrieb der beiden Staffeln teil, übergangsweise aufgrund mehrerer Absteiger aus den Regionalligen auch 19 Mannschaften.

In Folge der Einführung der 3. Liga und einer Erweiterung der Regionalliga auf drei Staffeln ab der Saison 2008/2009 ist die Oberliga Nordost nur noch fünftklassig. In der letzten viertklassigen Saison 2007/08 qualifizierten sich die drei bestplatzierten Mannschaften jeder Staffel direkt für die vergrößerte Regionalliga. Die Viertplatzierten der Staffeln Nord und Süd spielten in einer Relegation den siebten und letzten Aufstiegsplatz aus. Dabei steigen nur die jeweiligen Letztplatzierten in die Verbandsligen ab.

Seit der Saison 2008/2009 - Fünfthöchste Spielklasse

Mit der Ligenreform ab der Saison 2008/09 ist die Oberliga Nordost nur noch fünftklassig. Für die sieben im Vorjahr in die Regionalliga aufgestiegenen und die beiden in die Verbands- und Landesligen abgestiegenen Mannschaften rückten die Vorjahres-Meister der sechs Verbands- und Landesligen im Bereich des NOFV als direkte Aufsteiger in die Oberliga Nordost auf, während die Vizemeister der sechs Ligen paarweise in je zwei Relegationsspielen drei weitere Aufsteiger ausspielten.

Zukünftig steigen die beiden Staffelsieger in die Regionalliga auf. Vorgesehen ist der Abstieg der jeweils zwei letztplatzierten Mannschaften beider Staffeln, die sechs somit freiwerdenden Plätze werden von den sechs Verbandsligameistern eingenommen. Sollten jedoch aus den Regionalligen zwei NOFV-Vereine absteigen, so erhöht sich die Anzahl der Absteiger auf drei je Staffel, für weitere Absteiger würde die Oberliga entsprechend aufgestockt. Bei nur einem Absteiger aus der Regionalliga spielen die drittletzten der beiden Oberligastaffeln in Relegationsspielen einen weiteren Absteiger aus.