1960 19. Spieltag: BSG Motor Zwickau - SC Motor Jena 1:1

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 19. Spieltag
Saison Saison 1960, Rückrunde
Ansetzung BSG Motor Zwickau - SC Motor Jena
Ort Georgi-Dimitroff-Stadion in Zwickau
Zeit Do. 03.11.1960 15:00 Uhr
Zuschauer 7.000
Schiedsrichter Rudi Glöckner (Leipzig)
Ergebnis 1:1 (0:0)
Tore
  • 0:1 Lange (70., Foulstrafstoß)
  • 1:1 Speth (79., Foulstrafstoß)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Zwickau
Rolf Baumann
Werner Wilde, Alois Glaubitz, Joachim Seiler
Helmut Gruner, Hähle (12. Günter Witzger)
Frank Schüller, Harald Tauscher, Horst Jura, Werner Baumann, Hans Speth

Trainer: Karl Dittes

Jena
Harald Fritzsche
Hans-Joachim Otto, Walter Eglmeyer, Hilmar Ahnert
Hans Graupe, Siegfried Woitzat
Roland Ducke, Helmut Müller, Peter Ducke, Dieter Lange, Horst Kirsch (60. Klaus Gablick)

Trainer: Georg Buschner

Spielbericht

Zweimal der Pfiff: Strafstoß!

Es war eine zumindest in der Schlußphase dramatische Auseinandersetzung der beiden Namensvettern beim Mittwochspiel im Zwickauer Georgi-Dimitroff-Stadion. Über weite Strecken der Spielzeit hatten die Zwickauer das Geschehen bestimmt, berannten fast unaufhörlich das Tor der Jenenser und ... mußten doch den ersten Treffer hinnehmen. Bei einem der wenigen Steilangriffe der Gäste - denen ihr Bemühen, wenigstens das 0:0 zu halten, anzumerken war - wurde Roland Ducke im Zwickauer Strafraum gefoult, und Lange ließ sich die Chance nicht entgehen, seine Mannschaft in Führung zu bringen. Unverhofftes Glück für Jena nach furiosem Zwickauer Angriffswirbel, eine bittere Pille aber für die Einheimischen, die nunmehr mit noch größerem Eifer ihr Kombinationsspiel aufzogen und die Wogen druckvoller Angriffe vor Fritzsches Gehäuse branden ließen.

In der 78. Minute wälzte sich Witzger im Strafraum der Gäste, und wieder zeigte Schiedsrichter Glöckner auf den Punkt. Werner Baumann vermochte das Leder nicht bei Fritzsche unterzubringen, doch der Leiter des Spiels ließ wiederholen, weil sich Jenas Hüter zu früh von der Linie gelöst hatte. Gegen den Schuß von Speth war dann allerdings kein Kraut mehr gewachsen.

Wenige Minuten vor Schluß verpaßte Jura eine Riesenchance, den verdienten Siegestreffer für Zwickau zu erzielen, aber ... die Nerven! Im tosenden Zwickauer Hexenkessel fehlte einfach die nötige Konzentration und Besonnenheit, um die Kombinationen zum krönenden Abschluß zu bringen. Natürlich war das nicht auch zuletzt das Verdienst der mit letztem Einsatz und Löwenmut kämpfenden Zeiss-Städter. Diese verstanden es, ihren "eingeheimsten" Punkt erfolgreich zu verteidigen.

(Heinz Junghänel in "Die Neue Fußballwoche" vom 8. November 1960)