2000/2001 03. Spieltag: SV Wacker Burghausen - FC Carl Zeiss Jena 2:1

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 3.Spieltag
Saison Saison 2000/2001, Hinrunde
Ansetzung SV Wacker BurghausenFCC
Ort Wacker-Arena in Burghausen
Zeit Sa. 12.08.00 14:30
Zuschauer 2.100
Schiedsrichter Kiefer (Bietigheim)
Ergebnis 2:1
Tore
  • 1:0 Frühbeis (14.)
  • 1:1 Hanke (49.)
  • 2:1 Lützler (55.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Burghausen
Potye
Forkel, Richter, Stütz, Frühbeis (73. Stein)
LutzGelbe Karte.gif, Burghartswieser, Oslislo, Binder (69. Hoffmann)
Lützler, Falter (61.Hampl)

Trainer: Hörgl


Jena
Roman Görtz
Dejan Raickovic, Frank SchönGelbe Karte.gif, Timo Uster (46. Krzysztof KowalikGelbe Karte.gif)
Rico Hanke, Michael Mason, Gediminas Sugzda (73. Dirk Hempel), Niels Mackel
Hauser
Miroslav Jovic (16. Tobias Kurbjuweit), Aleksandar JovicGelbe Karte.gif

Trainer Slavko Petrovic

Spielbericht:

Jens' Premierenbericht

Mit den besten Wünschen für meinen Premierenbericht ausgestattet, machte ich mich zuversichtlich auf den Weg nach Burghausen. Burghausen? Schon mal gehört: größter Standort des Wacker-Chemie Konzerns [1] und außerdem steht dort die längste (was man nicht alles misst ...) Burg Europas [2]. Diese noch fix angeschaut und dann ab in den Sportpark. Der Gästeblock wurde wegen DFB-Auflagen zum Hochsicherheitstrakt umgebaut, wodurch die Sicht auf den Platz nicht gerade verbessert wurde. Vor dem Spiel kam noch ein Verantwortlicher des SV Wacker vorbei und entschuldigte sich für diesen Zustand. Etwa 300 Jenaer Fans drängten sich darin und waren nach dem Darmstadt-Spiel sicher, dass sich Elversberg nicht wiederholt.

Leider hielten sich die Jenaer Spieler nicht daran. Die ersten 20 Minuten wurden komplett verschlafen – wie in Elversberg. Bereits in der 3. Minute vertändelt Hauser im eigenen Strafraum den Ball, sodass Markus Lützler frei zum Schuss kommt, aber knapp am Tor vorbeizieht. Hauser und Uster schienen völlig von der Rolle und übertreffen sich in der Anfangsphase mit Abspiel- und Abwehrfehlern gegenseitig. Besonders Burghausens Martin Oslislo nutzt dies immer wieder zu gefährlichen Solos über die rechte Seite. Zum Glück stehen Schön und Raickovic im Abwehrzentrum sicher und können die hereinschwebenden Flanken aus dem Strafraum befördern. Nach sieben Minuten startet Jena über Mason den ersten Angriff. Aleksandar Jovic kommt noch an den Ball, sein Schuss wird zur Ecke abgeblockt. Gleich anschließend dribbelt Miroslav Jovic durch die Burghausener Hintermannschaft, aber auch diese Aktion endet mit einem Eckball – am Ende der ersten Halbzeit hatte sich Jena ein deutliches Plus beim Eckenverhältnis erarbeitet, ohne daraus wirklich gefährliche Aktionen erzielen zu können. Die Wacker-Mannschaft war in dieser Phase die besser Elf, da sie konsequenter und erfolgreicher in die Zweikämpfe ging. Folgerichtig das 1:0. Einwurf auf der linken Seite. Der Ball kommt zu Stefan Frühbeis, der aus 20 Metern von halblinks abzieht und unhaltbar ins recht Dreiangel trifft. Bereits nach 16 Minuten scheidet Miroslav Jovic verletzt aus. Für ihn bekommt Tobias Kurbjuweit seine Chance. Jena spielt nun gleichwertig. Großchancen gibt es aber bis zur Pause auf beiden Seiten nicht mehr. Die dribbelstarken Oslislo (29., 41.) und Frühbeis (39.) bringen die Jenaer Abwehr nur leicht zum wanken und Forkels Schuss (35.) stellt für Görtz keine Herausforderung dar. Die Jenaer Ansätze endeten meist mit Eckbällen: Solo Hauser (26.), anschließende Ecke: Kopfball Mackel – wieder Eckball. In der 33. Minute waren es dann drei Eckbälle in Folge. Ich habe nicht mitgezählt, aber zweistellig war die Anzahl der Jenaer Eckbälle bis zu Pause sicher.

Deutlich aggressiver kam die Jenaer Elf – mit Kowalik für Uster – aus der Kabine zurück. In der 49. Minute schlägt Hauser aus 40 Metern eine Flanke von links in den Strafraum und ausgerechnet der in der 1. Halbzeit teilweise wie ein Fremdkörper wirkende Hanke nutzt die Unentschlossenheit der Wacker-Abwehr zum Ausgleich. Nur eine Minute später hat Kurbjuweit die Riesenchance zur Führung, doch er bringt frei vor Potye den Ball nicht am Schlussmann von Burghausen vorbei. Jena kontrolliert jetzt das Spiel. Und da passiert das, was nicht passieren darf. Flanke in den Jenaer Strafraum, Görtz kommt heraus und pflückt den Ball aus der Luft – doch zum Entsetzen aller Jenaer lässt er ihn wieder fallen ... Lützler nutzt die Gelegenheit zur erneuten Führung für Burghausen (55.). Zwei Minuten später kann sich A. Jovic endlich mal durchsetzen, ist schon allein unterwegs Richtung Tor und wird am Trikot zu Boden gerissen. Warum es hier nur Gelb gab, wird das Geheimnis von dem ansonsten unauffällig agierenden Schiedsrichter Kiefer bleiben. Aufgemuntert durch das 2:1 kommt nun auch Burghausen wieder besser ins Spiel und es entwickelt sich in der zweiten Halbzeit eine ganz ansehnliche Partie, die für die eher langweilige erste Hälfte entschädigt. Chancen gibt es nun auf beiden Seiten. Mason schießt frei vor dem Tor stehend drüber (61.), Jovic dribbelt in den Strafraum, spielt noch den herauskommenden Torhüter Potye aus, seine Flanke wird gerade noch aus dem Strafraum geschlagen und der Nachschuss von Raickovic streift nur knapp am Tor vorbei (65.). Die größte Chance vergibt Jovic, nach einem erstklassigen Lupfer von Kurbjuweit über die Abwehr spitzelt er den Ball an Torhüter und Tor vorbei (73.). Die Freistöße (63. von halbrechts und 79. aus 25 m) sind Burghausens beste Chancen in der zweiten Hälfte und eine sichere Beute für Görtz. Die letzte Chance für Jena hat Hanke. Nach einem Einwurf von Kurbjuweit bringt Raickovic den Ball per Fallrückzieher in den Strafraum und Hanke zielt daneben. Die Burghausener haben in der Schlussphase noch zwei hochkarätige Konterchancen. In der 85. Minute spielt Burghartswieser auf der linken Seite Kowalik aus, kommt zum Flanken und Görtz kann den Flugkopfball von Lützler (?) gerade noch an den Pfosten lenken. Anstatt Hauser den abprallenden Ball aus dem Strafraum schlägt, verliert er ihn gleich wieder an einen Burghausener, der Görtz zur nächsten Parade zwingt.

Die Beständigkeit scheint im Moment noch das Problem der Jenaer Mannschaft zu sein. Eine gute Halbzeit reicht einfach nicht. Auch der Nervenkitzel bei hohen Bällen, die Görtz fangen will, bleibt und das Experiment mit drei Angreifern überzeugte wenig. Dann schon lieber den agile Kowalik in der ersten Elf. Ein Lichtblick war Tobias Kurbjuweit. Auch wenn nicht jede Aktion klappte, war er neben Schön (für mich bester Jenaer) und Raickovic der auffälligsten Spieler auf Jenaer Seite. Für mich bleibt dann noch die Enttäuschung, dass ich bei der Premiere von einer Niederlage berichten musste ...

--Jens 23:07, 22. Sep 2006 (CEST)

Traudels Erlebnisbericht

Ein Spielbericht eines Spieles, das wir nicht gesehen haben...
(Vorsicht! Satire.....) Jena in Burghausen! Und wir sind nicht dabei – unser Flieger streikt!!! Naja, aber schon wieder 500 km – nee, das muß nicht sein. Ist doch eh alles klar, wenn der Europapokal-Finalist von einst sich in der Provinz die Ehre gibt.
Mit anderen Worten – ein paar Kannen und vor den Videotext gesetzt. Viva Lokalmatador!!!! Außerdem ja ganz interessant, wie die Deppen aus der Landeshauptstadt sich gegen Schweinfurt schlagen. SCHWEINfurt? Hm, irgendwie ein Synonym für unsere Landeshauptstadt...? Solche wirren Überlegungen werden sofort verworfen, denn der Videotext flimmert auf und offenbart dem geneigten Betrachter den Rückstand unserer Freunde aus dem Absteigerwald! Jaaahhh, die Deppen aus Erfur* liegen gegen Schweinfurt 0:1 hinten! Absteigerwald! Absteigerwald! Hurra, Prost, das Leben kann so schön sein.
Zwischenzeitlich malen wir uns aus, wie die Jenaer Spieler mit Stolz geschwellter Brust das Spielfeld in Burghausen betreten und auf Autogrammwünsche Ihrer Gegenspieler warten. Durch meine Flasche Köstritzer blickend glaube ich sogar, bei einigen Jenaer Fußballvirtuosen Autogrammkarten entdeckt zu haben. So sind sie halt, irgendwie volksnah unsere Stars. Man muß sie einfach gern haben!!!!
Doch die noch kurz vor Spielbeginn getestete nagelneue Golfausrüstung der Jenaer Mannschaft kann noch nicht lang im neuen, klimatisierten Mercedes-Bus verstaut worden sein, da verhagelte uns der Videotext die Stimmung. 1:0 für Burghausen. Idiot, Depp! Scheiß MDR! Sabotage! Naja, man wird den Fehler sicher gleich beheben, und die 1 auf die richtige Seite stellen. Ein Schluck aus der Kanne und dann voller Hoffnung nochmal auf's Tableau geschielt. Immer noch 0:1! Gibt's doch nicht. Offenbar eine Fehlentscheidung des Schiris.
Geht denn das schon wieder los? Durch meine Flasche blickend erkenne ich genau, wie Hempel, gerade den Zug am Caipirinha unterbrechend versucht, den auf ihn zurasenden Burghausener mit herausgestreckter Zunge zu erschrecken. Huch!!!! Der Burghausener stürzt verschreckt und wird mit Herzinfarkt vom Platz getragen. Schauspieler!!! Elfmeter für Burghausen, und Tor! Aha, soooo war das also. Es muß so gewesen sein, Jena könnte sonst niiiiiieeeee im Leben zurückliegen. JENA nicht.
Die Lokalmatadore machen sich Mut. Jetzt erst recht!! Die können nix. Und tatsächlich wird kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit der MDR wach und korrigiert den Spielstand auf 1:1. Hurra!!!! Bier auf, Kippe an. Klirr!! Prost! Der FCC ist wieder da!!! Durch unsere Biere und die Dunstwolken blickend erkennen wir genau die Situation. Roman Görtz – die schönste Neuverpflichtung Jenas – schlägt nach minutenlangen Unterbrechungen wegen Groupie-Exzessen den Ball mit Haltungsnote 10,00 dem verdutzten Hanke direkt auf den Kopf, der das Tor für Jena nicht mehr verhindern kann. JAAA. Tor des Jahres!! Mindestens. Es kann sich nur noch um Minuten handeln, und das Spiel wird kippen. Man ist sich sicher und glaubt zu erkennen, wie Libero Raickovic . einen straffen Schuß eines Burghauseners auf der Linie für den bereits geschlagenen Görtz rettet und den Ball lässig an der Bullerspitze abtropfen läßt. Grandios!!!! Tja, Jena kann's halt. Die können es sogar so gut, daß Görtz, soeben ins Supermann-Kostüm geschlüpft, an einem Schuß Burghausens heranfliegt, um die Chance zu eliminieren. Nein, man kann das resolute Handeln der Jenaer Abwehr nicht anders beschreiben! Eliminieren ist fast zu harmlos ausgedrückt. Exekutieren trifft es noch besser!! Also exekutiert uns die grandiose Abwehr mit dem 1:2 Rückstand und beraubt uns unserer Illusionen. Aber, das kann nur daran gelegen haben, daß Burghausen auf einem solchen Niveau gespielt hat, das Jena zu primitiv ist, als sich darauf herablassen zu müssen. Nein, Jena trifft keine Schuld. Scheiß Stadion, viel zu heiß, zu lange Anreise und dann nichtmal unter Flutlicht. Jena ist in der Championsleague anderes gewohnt!!. Gibt's doch nicht. Schieber DFB!!! Das wird Konsequenzen haben, und wir drohen: Nächsten Mittwoch geh'n wir wieder hin!!! Vielleicht hat Sonnenkönig Patzer auch für vergnatzte Videotext-Supporter Freikarten dabei (Schmatz!)...
Vorsicht! Satire.....

--Traudel

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