1980/1981 11. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - FC Hansa Rostock 1:0

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 11. Spieltag
Saison Saison 1980/1981, Hinrunde
Ansetzung FC Carl Zeiss Jena - FC Hansa Rostock
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 15.11.1980 14:00 Uhr
Zuschauer 6.000
Schiedsrichter Klaus Peschel (Radebeul)
Ergebnis 1:0
Tore
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Hans-Ulrich Grapenthin
Rüdiger Schnuphase
Lothar Kurbjuweit, Konrad Weise, Dietmar SengewaldGelbe Karte.gif
Gerhardt Hoppe, Lutz Lindemann (59. Jürgen Raab), Andreas Krause (67. Dieter Noack)
Thomas Töpfer, Martin Trocha, Eberhard Vogel

Trainer: Hans Meyer

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Rostock
Dieter Schneider
Jürgen Uteß
Gerd KischeGelbe Karte.gif, Norbert LittmannGelbe Karte.gif, Gernot Alms (89. Ronald Adam)
Axel Schulz, Michael Mischinger, Juri Schlünz
Rüdiger KaschkeGelbe Karte.gif, Rainer Jarohs (78. Wolfgang Schumann), Christian Radtke

Trainer: Harry Nippert


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Spielbericht

Die "kleinen Fische" waren es nicht

Vor zwei Jahren war es ähnlich. Auch da lieferte der FC Hansa dem Gastgeber einen Kampf auf Biegen und Brechen, sah über weite Passagen nicht schlechter aus, mußte aber dennoch mit einer 0:1-Niederlage die Heimreise antreten. Diesmal nun zog sich der Wiederaufsteiger noch viel geschickter aus der Affäre, zumal es die Einheimischen überhaupt nicht verstanden sich entscheidend in Szene zu setzen.

So sehr auch Schnuphase nach vorn aufschloß, beherzte Weitschüsse abfeuerte, auch Kurbjuweit anfangs verstärkt für Druck sorgte, das alles ging unter in Mittelmäßigkeit, weil vorn einzig Trocha einen Unruheherd darstellte, sich die beiden Flügelstürmer kaum einmal durchzusetzen verstanden. Entscheidend war, daß die Mittelfeldachse das Geschehen niemals zu kontrollieren vermochte, sich vergebens um Bindung und Spielfluß bemühte. "Am Willen, am Einsatz lag es nicht", bescheinigte Hans Meyer seiner Elf. Aber mit zunehmender Spielzeit machte sich immer größere Nervosität breit, waren doch die beiden Heimniederlagen gegen Magdeburg und Erfurt in noch zu frischer Erinnerung. So wurden es auch gegen Hansa alles andere als "kleine Fische"...

Daß die Einheimischen bis zur letzten Sekunde um den Erfolg bangen mußten, hat zwei Gründe: Zum einen die eigene schwache Vorstellung mit wenig Einfallsreichtum, zum anderen schließlich das "bewegliche, taktisch disziplinierte Spiel der Rostocker", wie der Jenaer Trainer den Kontrahenten lobte. Trotz dieser Anerkennung blieben die Gäste auf dem Teppich: "Klar, gut gespielt haben wir, rückte ja auch ein Punkt immer mehr in den Blickpunkt, doch wer eben beim Strafstoß versagt, muß die Ursachen für die Niederlage bei sich selbst suchen", meinte Mannschaftsleiter Klaus Decker.

Die 63. Minute, als Schnuphase dem allein durchlaufenden Schulz von hinten die Beine wegzog, schien die Überraschung einzuleiten. Doch Jarohs scheiterte am langen Grapenthin, verschoß somit bereits den zweiten Elfmeter in dieser Saison. Und das darf sich eben keiner leisten, will er ungeschoren über die Runden kommen. Mit dieser Erkenntnis müssen dich die Hanseaten anfreunden.

Zum Schiedsrichterkollektiv: Einige Kampfhähne machten Peschel das Amtieren nicht leicht. Doch der Referee zeigte sich auf der Höhe. Obwohl bei Töpfers Tor Supp die Abseitsfahne hob, erkannte der Schiedsrichter den Treffer an: "Töpfers Kopfball zählte als direkter Torschuß. Der Jenaer Spieler, der sich im Abseits befand, griff nicht ins Geschehen ein, verhielt sich passiv, deshalb also Tor."

(Andreas Baingo in "Die Neue Fußballwoche" vom 18. November 1980)


Nachwuchs : 1:1 , Tore : J. Burow / Pügge

Jena : Härtel , Brauer , Kulb , Schilling , Rode , Pohl , Meixner (58. Reichmann) , Pittelkow , Roß , J. Burow , Rost ( 68. U. Burow) / Tr.: Thomale