1981/1982 03. Spieltag: BSG Wismut Aue - FC Carl Zeiss Jena 0:1

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 3. Spieltag
Saison Saison 1981/1982, Hinrunde
Ansetzung BSG Wismut Aue - FC Carl Zeiss Jena
Ort Otto-Grotewohl-Stadion in Aue
Zeit Sa. 05.09.1981 15:00 Uhr
Zuschauer 20.000
Schiedsrichter Adolf Prokop (Erfurt)
Ergebnis 0:1
Tore
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Aue
Ulrich Ebert
Volker Schmidt
Günter Seinig, Wolfgang Höll, Jürgen Köberlein
Wolfgang Körner, Holger Erler, Erhard Süß (25. Olaf Distelmeier)
Ulrich Riedel (79. Thomas Teubner), Harald Mothes, Jürgen Escher

Trainer: Hans-Ulrich Thomale

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Hans-Ulrich Grapenthin
Rüdiger Schnuphase
Gerhardt Hoppe, Konrad Weise, Lothar Kurbjuweit
Andreas Krause, Ulrich Oevermann, Thomas Töpfer
Andreas Bielau, Martin TrochaGelbe Karte.gif (61. Jürgen Raab), Eberhard Vogel

Trainer: Hans Meyer


Spielbericht

Viel Beifall für den Unterlegenen

Wie würde ein Ex-Jenaer wohl sein Rezept gegen den FC Carl Zeiss ausklügeln? Ulrich Thomale, bis zum Vorjahr Trainer des Zeiss-Nachwuchses, kannte natürlich die Thüringer bis ins I-Tüpfelchen. "Der ´Uli´ ist ein Vertreter des Spielerischen", meinte Hans Meyer vor dem Anpfiff.

Und das zeigte die Auer Mannschaft dann auch. Sie begann vorsichtig, was gegen den FC Carl Zeiss ob der Heimniederlagen in den vergangenen Jahren verständlich war, aber sie streckte, wenn möglich, auch ihre Fühler in Richtung Grapenthin-Gehäuse aus. Bei W. Körners Flachschuß (3.), noch mehr bei Erlers Freistoßknaller (6.) mußte der "Lange" schon sein ganzes Können aufbieten. Und als Schmidt nach einem Freistoß von Erler völlig frei am Fünf-Meter-Raum auftauchte, aber vorbeischoß (15.), mußte Libero Schnuphase erst einmal mit einigen Mannschaftskameraden Fraktur reden.

Denn die Jenaer, vielleicht sich durch die Erfolge in den Vorjahren zu sicher fühlend, boten in den ersten 45 Minuten wahrlich nur Bescheidenes. Sie konnten sich, und das überraschte doch, in den Zweikämpfen keine Vorteile verschaffen, besaßen keine Überlegenheit in Lauf und Antritt, wodurch es ihrem Spiel natürlich an Sicherheit mangelte. "Wie liefen uns viel zu wenig frei", konstatierte Trainer Helmut Stein. Erst in den letzten fünf Minuten vor der Pause glückten einige Angriffsaktionen. Krauses Aufsetzer (40.) ging aber ebenso wie Vogels Flachschuß (41.) vorbei. Und Trocha platzierte einen Kopfball zu ungenau (45.), um Ebert überwinden zu können.

Die Auer witterten ihre Chance, Köberleins Aktion, bei der er aus 16 Metern den Pfosten traf (33.), Grapenthin den Nachschuß von Mothes hielt, bewies den zunehmenden Mut der Erzgebirgler. Auch nach dem Rückstand behielten sie ihn bei, aber Mothes´ Schuß trudelte am Tor vorbei (51.), auch Riedel (62.) und Erler (85.) fehlten Zentimeter. Und als Escher nach einem "Luftschlag" von Hoppe freie Schußbahn hatte, jagte er den Ball überhastet über das Gebälk (70.).

Den Jenaern ging es in der Schlußphase einzig darum, den kostbaren Vorsprung - Trocha hatte eine unübersichtliche Aktion nach einem hängengebliebenen Schuß von Kurbjuweit resolut genutzt - über die Runden zu bringen. Selbst der ansonsten so offensivfreudige Schnuphase verließ kaum seinen Posten, mit Weise und Grapenthin die gefährlichen Zonen absichernd - es glückte!

Der Beifall der 20000 für die Wismut-Mannschaft aber zeigte deutlich, man war mit dem Kampf und dem Spiel der "Veilchen" zufrieden. Zu Recht, auch wenn man natürlich gern einen Punkt im Erzgebirge behalten hätte.

(Jürgen Nöldner in "Die Neue Fußballwoche" vom 8. September 1981)