3. Liga

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Die 3. Liga ist ab der Saison 2008/2009 die dritthöchste Liga im deutschen Fußball. Sie wird als neue Spielklasse zwischen der Zweiten Bundesliga und der Regionalliga eingeführt.

Geschichte

Im Januar 2006 kam erstmals die Diskussion um eine Neuordnung der Amateurligen und die Gründung einer eingleisigen 3. Bundesliga auf. Ziel der Reform war es, eine größere Leistungsdichte für den Unterbau der 2. Fußball-Bundesliga mit besseren Förder- und Entwicklungsmöglichkeiten für talentierte Spieler zu schaffen. Zudem sollte eine bessere Vermarktung der dritten Spielklasse erreicht werden. Heftiger Streit entbrannte im Vorfeld der für September 2006 anberaumten Entscheidung auf dem DFB-Bundestag um die Teilnahme von zweiten Mannschaften der Erst- und Zweitligisten. Nachdem die U23-Teams der Profivereine aus Gründen der Wettbewerbsverzerrung und niedriger Zuschauerzahlen zunächst nicht an der neu geschaffenen Liga teilnehmen sollten, forderten mehrere Bundesligaklubs ein uneingeschränktes Teilnahmerecht. Letztlich wurde ein Kompromiss ausgearbeitet, der vorsah, dass zunächst lediglich vier Zweitvertretungen in der Premierensaison der 3. Liga spielen dürfen. Am 8. September 2006 wurde schließlich auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag die Einführung der eingleisigen 3. Liga beschlossen. Sie wird sich je zur Hälfte aus Klubs der bestehenden Regionalligen Nord und Süd zusammensetzen, hinzu kommen vier Absteiger aus der 2. Bundesliga. Vorerst wird die dritte deutsche Fußball-Spielklasse vom DFB getragen und verwaltet und ist somit ab der Saison 2008/2009 die höchste Spielklasse, die ausschließlich vom DFB veranstaltet wird. Da die DFL für die Veranstaltung der Bundesligen zuständig ist, trägt die neue Klasse nicht den Namen 3. Bundesliga.

Übergang von der Regionalliga

Die jeweils zehn bestplatzierten Mannschaften der Abschlusstabelle der beiden Regionalligastaffeln der Spielzeit 2007/08 sind sportlich für die 3. Liga qualifiziert. Davon steigen vier Mannschaften von Amateurvereinen in die 2. Bundesliga auf und werden durch die vier Zweitligaabsteiger ersetzt. Neben der sportlichen Qualifikation müssen die betreffenden Vereine auch die vom DFB-Präsidium zwingend vorgeschriebenen wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Voraussetzungen erfüllen. Zu diesen gehört, dass die Kapazität der Stadien in der neuen Dritten Liga mehr als 10.000 Plätze (davon 2000 Sitzplätze) betragen muss. Davon wiederum muss mindestens ein Drittel überdacht sein. Die Trainer müssen die Fußballlehrer-Ausbildung absolviert haben.

Im Gründungsjahr können sich maximal vier zweite Mannschaften für die dritte Liga qualifizieren; sofern fünf oder mehr Zweitvertretungen der Profivereine die ersten zehn Plätze der Regionalligen belegen, rücken Vereine nach. Diese Regelung wird in den folgenden Jahren jedoch ausgesetzt. Sollte dies zu einer Fehlentwicklung führen (zu viele zweite Teams in der 3. Liga), so wäre für das Jahr 2010 eine Überprüfung der Regularien anberaumt. Im Gegenzug haben die Vereine der ersten und zweiten Bundesliga auf das Recht verzichtet, mit ihren zweiten Mannschaften im DFB-Pokal-Wettbewerb antreten zu dürfen. Zudem steht den Zweitvertretungen kein Anteil an den Fernsehgeldern zu. Die nach Abschluss des Zulassungsverfahrens nicht für die 3. Liga qualifizierten Mannschaften der derzeitigen zweigeteilten Regionalliga spielen in der neuen dreigeteilten Regionalliga.

Spielmodus

Ab der ersten Saison 2008/2009 spielen 20 Vereine um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Die ersten beiden Teams am Saisonende werden direkt aufsteigen, der Tabellendritte muss in der Relegation gegen den Drittletzten der Zweiten Bundesliga in zwei Entscheidungsspielen um den Aufstieg spielen. Aufstiegsberechtigt sind prinzipiell alle Vereine mit Ausnahme der Zweitvertretungen von Bundesligisten. Die drei schlechtplatziertesten Teams steigen in die dann viertklassige und dreigeteilte Regionalliga ab.

Wirtschaftliches

Das Präsidium des DFB regelte im November 2007 die Verteilung der Fernsehgelder für die neue Spielklasse. Aus einem zunächst bis 2009 geltenden Fernsehvertrag mit SportA erhalten die Vereine insgesamt 10 Millionen Euro. Ein neuer Fernsehvertrag ab der Saison 2009/2010 wurde noch nicht verhandelt. Wie viel Geld jeder einzelne Verein erhalten wird, ist von der Anzahl der sich qualifizierenden Zweitvertretungen der Lizenzvereine abhängig. Diese werden an den Fernsehgeldern nicht beteiligt. Bei voraussichtlich vier qualifizierten zweiten Mannschaften würden es 625.000 € für jeden Verein sein.