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==Aufstellungen==
==Aufstellungen==
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:Gepfert
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:Hymon , Schipphorst , Bachmann , Paul , Schüßler
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==Spielbericht==
==Spielbericht==


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Aus dem Fußball vom 29.9.36
Aus dem Fußball vom 29.9.36
Nach dem Magdeburger Spiel gegen Kricket , das 2:0 verloren ging , verbesserte der 1.SV Jena durch einen 2:0-Sieg über SpVg. Erfurt seine Tabellenstellung . Allerdings wäre es von weit größerem Vorteil , wenn auch auf auswärtigen Plätzen ein Sieg erzielt worden wäre , denn nur mit Erfolgen auf eigenem Platze ist eine Meisterschaft nicht zu erringen . In Anbetracht der geschwächten Mannschaftsaufstellung ist dieser Sieg über die SpVg. Erfurt als ein Erfolg zu buchen . Die Frage bleibt noch offen , wie die weitere '''Besetzung des Sturmes''' gelöst werden soll . Allerdings hat Pöttinger noch weitere Möglichkeiten , die Mannschaft zu verstärken , denn es ist zu erwarten , daß '''König''' nach einer vorgenommenen Operation , die ihm eine Heilung der störenden Atmungsorgane bringen wird , bald wieder voll eingesetzt werden kann . Immerhin blieb die Mannschaft auch mit dieser Aufstellung stark genug , um als verdienter Sieger aus diesem Kampfe hervorzugehen . Vor allem ist zu bemerken , daß das Spiel ohne Günther gewonnen werden mußte , denn für diesen hütete der jugendliche '''Gepfert''' das Jenaer Tor . Man wird diesen fähigen Torhüter , wenn er unter Pöttinger noch eine besondere Schulung durchmacht , gern in der Mannschaft sehen .
Bezeichnend für den Spielverlauf ist das Eckenverhältnis , das für Jena während der 1. Halbzeit 10:2 lautete und sich dann in der 2.Halbzeit um weitere 4 Ecken erhöhte . Damit ist zugleich die überlegene Durchführung dieses Spieles gekennzeichnet . Merkwürdigerweise fielen daraus keine Tore . Vom Anstoß weg kommt Jena nach vorn , nur durch einen Eckball kann SpVg. Erfurt den Angriff abfangen . SpVg. Erfurt sieht sich mehr und mehr zur Abwehr gezwungen und bringt nach und nach eine ungebührliche Härte ins Spiel . Trotz aller Ueberlegenheit gelingt aber Jena noch kein Torerfolg . Erst Mitte der 1.Halbzeit wurde durch einen Strafstoß von Kleinsteuber , den Bachmann durch Kopfball rücklings zu Hymon verlängert , der Bann gebrochen . Mit scharfem , unhaltbarem Schuß bringt '''Hymon''' seiner Mannschaft die Führung . Die Erfurter Angriffe laufen sich schon an der Jenaer Verteidigung tot . Es sei vorweg gesagt , daß die beiden Verteidiger Ketteritzsch-Hädicke sich wunderbar ergänzten . Der erstmalig wiederspielende Hädicke lieferte ein Abwehrspiel , das in seiner Zweckmäßigkeit kaum überboten werden konnte . Prachtvoll seine Kopfarbeit und sein entschlossenes Eingreifen in höchster Gefahr . Es bleibt unverständlich , daß in den vorausgegangenen Spielen Hädicke so großen Schwankungen unterworfen war .
Bei voll eingesetztem Flügelspiel werden noch zahlreiche gefährliche Lagen vor dem Erfurter Tor erzielt . Der rechte Flügel Paul-Schüßler bringt die Angriffe auch gut in Fluß und es ist wohl zu überlegen , ob Paul , der spielerisch eine gute Leistung bot , aber noch wesentlich schneller abspielen muß , auf diesem Posten belassen wird . Auf dem linken Flügel war Hymon diesmal wieder recht gut aufgelegt . Sein Nebenmann Schipphorst , der sich immer wieder als fleißigster Störungsspieler erwies , hatte in seinem Abspiel recht wenig Uebersicht . Darunter leidet auch Bachmann , der sich seine Aktionen nur zu oft selbst herausarbeiten muß . Auffallend war weiterhin die ungenügende Aufbauarbeit der beiden Außenläufer Harthaus-Kleinsteuber . Bei Kleinsteuber war es besonders ersichtlich , daß er noch unter den Folgen einer Grippeerkrankung litt . Dafür setzte sich '''Werner''' als Mittelläufer in seiner von ihm gewohnten Art für den Spielaufbau ein . Er blieb auch diesmal wie immer Beherrscher aller an ihn herantretenden Aufgaben .
Wie in der 1.Halbzeit beherrschte auch während der 2. Spielhälfte die Jenaer Mannschaft das Spiel . SpVg. Erfurt , die mit ihrer Hintermannschaft erfolgreiche Abwehr leistete , war in ihrer Läuferreihe nicht stark besetzt . Die gefährlichsten Angriffe , die SpVg. Erfurt einleiten konnte , gingen vom rechten Flügel aus und einmal hatte Gepfert im Jenaer Tor gerade noch Glück , den Ball von der Linie zu bringen . Auf Jenaer Seite sind die von Schüßler herausgebrachten Flanken gefährlich . Der Erfurter Tormann erwies sich als ausgezeichneter Torhüter . Nur durch sein entschlossenes Eingreifen und seine sichere Abwehr bewahrte er seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage . Ein Strafstoß Werners meisterte er glänzend . Im Anschluß an einen Strafstoß kommt Werner mit einem aus spitzem Winkel scharf geschossenen Ball beinahe zu einem Tor . Dann kommt der rechte Flügel Jenas durch eine schöne Vorarbeit von Schüßler , der gerade noch '''Paul''' vorlegen kann , durch letzeren zu seinem 2. Tore . Gepfert hat noch einen Flachschuß zu halten . Ein Strafstoß der SpVg. Erfurt , von der 16-Meter-Linie aus geschossen , springt von der Latte ins Feld zurück , so daß auch hier eine große Gefahr für Jena glücklich vorübergeht .
Der Schiedsrichter Weickert war in seinen Entscheidungen mit einer einzigen Ausnahme nicht anfechtbar , allerdings hätte er gegen manche versteckte und offene Unregelmäßigkeit bei der Erfurter Mannschaft schärfer zufassen müssen .
Bericht von Pr. im Jenaer Tageblatt vom 28.09.1936


==Spiele==  
==Spiele==  


* 1.SV Jena : SpVgg Erfurt 2:0
* 1.SV Jena : SpVgg Erfurt 2:0 , Tore : Hymon , Paul
* Dessau 05 : CV Magdeburg 2:0
* Dessau 05 : CV Magdeburg 2:0 - Ziegler-Dessau {{RK}} , Winter-CV {{RK}}
* Vikt. 96 Magdeburg : Thüringen Weida 0:3
* Vikt. 96 Magdeburg : Thüringen Weida 0:3 , Tore : Schulschefsky , Beckert , Warg
* 1.FC Lauscha : Spfr. Halle 1:3
* 1.FC Lauscha : Spfr. Halle 1:3 , Tore : Söllner / Häusler , Hermann , Krampe
* SV 99 Merseburg : Wacker Halle - Ausfall

Aktuelle Version vom 7. August 2026, 13:40 Uhr

Spieldaten
Wettbewerb Gauliga Mitte
Saison Saison 1936/1937
Ansetzung 1.SV Jena : SpVgg Erfurt
Ort Stadion in Jena
Zeit So 27.09.1936 15:30
Zuschauer
Schiedsrichter Weickert (SC Weimar)
Ergebnis 2:0 (1:0)
Tore
  • 1:0 Hymon (24.)
  • 2:0 Paul
Andere Spiele
oder Berichte

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Aufstellungen

Jena
Gepfert
Hädicke , Ketteritzsch
Harthaus , Werner , Kleinsteuber
Hymon , Schipphorst , Bachmann , Paul , Schüßler

Ersatz : Stubenrauch


Erfurt
Senftleben
Bertuch , Loth
Marquardt , Aßmann , Kallenberg
Stephan , Wellmann , Süß , Tennigkeit , Wagner

Spielbericht

Jena : SpVgg Erfurt

Unser Gaumeister verbesserte zu Hause durch einen 2:0- Sieg über die sich verzweifelt wehrende Spielvereinigung Erfurt , auf den dritten Platz . (5:3 Punkte , 7:4 Tore) .

Aus dem Fußball vom 29.9.36


Nach dem Magdeburger Spiel gegen Kricket , das 2:0 verloren ging , verbesserte der 1.SV Jena durch einen 2:0-Sieg über SpVg. Erfurt seine Tabellenstellung . Allerdings wäre es von weit größerem Vorteil , wenn auch auf auswärtigen Plätzen ein Sieg erzielt worden wäre , denn nur mit Erfolgen auf eigenem Platze ist eine Meisterschaft nicht zu erringen . In Anbetracht der geschwächten Mannschaftsaufstellung ist dieser Sieg über die SpVg. Erfurt als ein Erfolg zu buchen . Die Frage bleibt noch offen , wie die weitere Besetzung des Sturmes gelöst werden soll . Allerdings hat Pöttinger noch weitere Möglichkeiten , die Mannschaft zu verstärken , denn es ist zu erwarten , daß König nach einer vorgenommenen Operation , die ihm eine Heilung der störenden Atmungsorgane bringen wird , bald wieder voll eingesetzt werden kann . Immerhin blieb die Mannschaft auch mit dieser Aufstellung stark genug , um als verdienter Sieger aus diesem Kampfe hervorzugehen . Vor allem ist zu bemerken , daß das Spiel ohne Günther gewonnen werden mußte , denn für diesen hütete der jugendliche Gepfert das Jenaer Tor . Man wird diesen fähigen Torhüter , wenn er unter Pöttinger noch eine besondere Schulung durchmacht , gern in der Mannschaft sehen . Bezeichnend für den Spielverlauf ist das Eckenverhältnis , das für Jena während der 1. Halbzeit 10:2 lautete und sich dann in der 2.Halbzeit um weitere 4 Ecken erhöhte . Damit ist zugleich die überlegene Durchführung dieses Spieles gekennzeichnet . Merkwürdigerweise fielen daraus keine Tore . Vom Anstoß weg kommt Jena nach vorn , nur durch einen Eckball kann SpVg. Erfurt den Angriff abfangen . SpVg. Erfurt sieht sich mehr und mehr zur Abwehr gezwungen und bringt nach und nach eine ungebührliche Härte ins Spiel . Trotz aller Ueberlegenheit gelingt aber Jena noch kein Torerfolg . Erst Mitte der 1.Halbzeit wurde durch einen Strafstoß von Kleinsteuber , den Bachmann durch Kopfball rücklings zu Hymon verlängert , der Bann gebrochen . Mit scharfem , unhaltbarem Schuß bringt Hymon seiner Mannschaft die Führung . Die Erfurter Angriffe laufen sich schon an der Jenaer Verteidigung tot . Es sei vorweg gesagt , daß die beiden Verteidiger Ketteritzsch-Hädicke sich wunderbar ergänzten . Der erstmalig wiederspielende Hädicke lieferte ein Abwehrspiel , das in seiner Zweckmäßigkeit kaum überboten werden konnte . Prachtvoll seine Kopfarbeit und sein entschlossenes Eingreifen in höchster Gefahr . Es bleibt unverständlich , daß in den vorausgegangenen Spielen Hädicke so großen Schwankungen unterworfen war . Bei voll eingesetztem Flügelspiel werden noch zahlreiche gefährliche Lagen vor dem Erfurter Tor erzielt . Der rechte Flügel Paul-Schüßler bringt die Angriffe auch gut in Fluß und es ist wohl zu überlegen , ob Paul , der spielerisch eine gute Leistung bot , aber noch wesentlich schneller abspielen muß , auf diesem Posten belassen wird . Auf dem linken Flügel war Hymon diesmal wieder recht gut aufgelegt . Sein Nebenmann Schipphorst , der sich immer wieder als fleißigster Störungsspieler erwies , hatte in seinem Abspiel recht wenig Uebersicht . Darunter leidet auch Bachmann , der sich seine Aktionen nur zu oft selbst herausarbeiten muß . Auffallend war weiterhin die ungenügende Aufbauarbeit der beiden Außenläufer Harthaus-Kleinsteuber . Bei Kleinsteuber war es besonders ersichtlich , daß er noch unter den Folgen einer Grippeerkrankung litt . Dafür setzte sich Werner als Mittelläufer in seiner von ihm gewohnten Art für den Spielaufbau ein . Er blieb auch diesmal wie immer Beherrscher aller an ihn herantretenden Aufgaben .

Wie in der 1.Halbzeit beherrschte auch während der 2. Spielhälfte die Jenaer Mannschaft das Spiel . SpVg. Erfurt , die mit ihrer Hintermannschaft erfolgreiche Abwehr leistete , war in ihrer Läuferreihe nicht stark besetzt . Die gefährlichsten Angriffe , die SpVg. Erfurt einleiten konnte , gingen vom rechten Flügel aus und einmal hatte Gepfert im Jenaer Tor gerade noch Glück , den Ball von der Linie zu bringen . Auf Jenaer Seite sind die von Schüßler herausgebrachten Flanken gefährlich . Der Erfurter Tormann erwies sich als ausgezeichneter Torhüter . Nur durch sein entschlossenes Eingreifen und seine sichere Abwehr bewahrte er seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage . Ein Strafstoß Werners meisterte er glänzend . Im Anschluß an einen Strafstoß kommt Werner mit einem aus spitzem Winkel scharf geschossenen Ball beinahe zu einem Tor . Dann kommt der rechte Flügel Jenas durch eine schöne Vorarbeit von Schüßler , der gerade noch Paul vorlegen kann , durch letzeren zu seinem 2. Tore . Gepfert hat noch einen Flachschuß zu halten . Ein Strafstoß der SpVg. Erfurt , von der 16-Meter-Linie aus geschossen , springt von der Latte ins Feld zurück , so daß auch hier eine große Gefahr für Jena glücklich vorübergeht .

Der Schiedsrichter Weickert war in seinen Entscheidungen mit einer einzigen Ausnahme nicht anfechtbar , allerdings hätte er gegen manche versteckte und offene Unregelmäßigkeit bei der Erfurter Mannschaft schärfer zufassen müssen .

Bericht von Pr. im Jenaer Tageblatt vom 28.09.1936

Spiele

  • 1.SV Jena : SpVgg Erfurt 2:0 , Tore : Hymon , Paul
  • Dessau 05 : CV Magdeburg 2:0 - Ziegler-Dessau , Winter-CV
  • Vikt. 96 Magdeburg : Thüringen Weida 0:3 , Tore : Schulschefsky , Beckert , Warg
  • 1.FC Lauscha : Spfr. Halle 1:3 , Tore : Söllner / Häusler , Hermann , Krampe
  • SV 99 Merseburg : Wacker Halle - Ausfall