1980/1981 25. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - BSG Chemie Böhlen 3:1

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 25. Spieltag
Saison Saison 1980/1981, Rückrunde
Ansetzung FCC - BSG Chemie Böhlen
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 23.05.1981 15:00 Uhr
Zuschauer 10.000
Schiedsrichter Adolf Prokop (Erfurt)
Ergebnis 3:1
Tore
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
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Jena
Hans-Ulrich Grapenthin
Rüdiger Schnuphase
Gert Brauer, Gerhardt Hoppe (41. Thomas Töpfer), Wolfgang Schilling
Andreas Krause, Lothar Kurbjuweit, Lutz Lindemann
Andreas Bielau (74. Konrad Weise), Jürgen Raab, Eberhard Vogel

Trainer: Hans Meyer

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Böhlen
Freimuth Bott
Roland Hammer
Rainer Wolf, Detlef Müller, Hans-Christoph Müller
Klaus Bittner (74. Manfred Zaspel), Rainer Lisiewicz (58. Horst Kunze), Olaf Adamczak, Bernd Hubert
Christian Kaubitzsch, Rainer Srodecki

Trainer: Hans Speth


Bielau überläuft H.-C. Müller

Spielbericht

Schnuphase gab die Impulse

Der gesperrte Chemie-Torjäger, Klaus Havenstein, wußte um die größte Gefahr, die Böhlen in Jena drohte: "Schnuphase! Wenn der nach vorn kommt, zu Kopfbällen oder zu Schüssen ansetzt, müssen wir höllisch auf der Hut sein." Obwohl es die Gäste wußten, setzte ihnen der Zeiss-Libero dennoch zwei wuchtige Kopfbälle ins Netz, die Jenas Sieg zunächst vorbereiteten und später sicherstellten. Eine erkannte Gefahr ist nur noch eine halbe? Nicht bei Schnuphase! Sein insgesamt 5. und 6. Kopfballtor waren Präzisionsarbeit. Havenstein blieb da nur Anerkennung übrig.

Der programmgemäße Sieg fiel Jena schwer. Zur eindrucksvollen Torschuß- und Eckenausbeute gesellten sich noch drei Schüsse ans Holz von Vogel (23. Lattenunterkante) und Krause (57., 90. Pfosten), ein halbes Dutzend Kopfbälle auf Botts Gehäuse sowie 12:3 Chancen für die Thüringer. Fußball total, auf 90 Minuten Druck, Kraft und Tempo orientiert, beherrscht die Zeiss-Elf. Sie war Böhlen schon physisch um Längen voraus. Der Fitneßzustand der Jenaer verspricht viel für das Finale gegen den BFC Dynamo. Auch die Tatsache, daß Auswahlvorstopper Weise nach seiner Verletzungspause in der Schlußphase wieder mitwirkte, verbreiterte das Stimmungshoch in der Mannschaft noch mehr.

Bedingungsloser Einsatz, kompromißloser Kampf, ab und an ein wenig unkontrolliert, raumverengendes Abwehrspiel mit dem Blick für Konter - Chemie ließ sich nicht willfährig das Fell über die Ohren ziehen. Auch in Jena dachte die Elf an ihr relativ gutes Torverhältnis gegenüber der mitbedrohten Konkurrenz im Kampf gegen den Abstieg. Die Niederlage sollte in Grenzen gehalten werden. Da Jena nach zahlreichen vergeblichen Bemühungen um ein frühes Führungstor nach der Devise handelte, "und bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt", wurde Chemie erst recht zur Widerstandsfähigkeit animiert. Wie in Dresden (1:2) und in Berlin (0:2) so gab Böhlen auch in Jena keinen Boden kampflos preis. Huberts Abseitstor (29.), Chancen für Bittner (36.) und Srodecki (64.) sowie Huberts Anschlußtor, bei dem er wieselflink auch noch Grapenthin umspielte, belegten die Gefährlichkeit der Gäste, angebotene Räume schnell zu überbrücken und Torgefährlichkeit heraufzubeschwören. Zwar sporadisch aber immerhin.

Der verwegene Husarenstil den Jena gegen Böhlen praktizierte, ist für den kommenden Sonnabend ganz und gar untauglich. Das weiß die Elf. Sie benötigt dann auch Bielau und Raab in besserer Vollstreckerlaune als gegen die Randleipziger.

(Günter Simon in "Die Neue Fußballwoche" vom 26. Mai 1981)

  • NWOL 4:1 - Tore : Roß 2 , Meixner 2 (1F) / Blankenburg
  • Jena : Härtel , Pohl , Rode , Kulb , Pittelkow , U. Burow (24. Böttner) , Meixner , Kaiser , Roß , J. Burow ( 70. Steinborn) , Rost
  • Jugend / Junioren - Jena : BFC 2:1 / 2:4