1933/1934 Spiel 7: Unterschied zwischen den Versionen

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==Spielbericht==
==Spielbericht==
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Bericht aus Fußball vom 31.Oktober 1933
Bericht aus Fußball vom 31.Oktober 1933
Das Spielpech des vergangenen Sonntags in Bitterfeld verfolgte auch im Magdeburger Spiel gegen Preußen in ähnlicher Weise wie am Vorsonntage die Jenaer Mannschaft . Jena verlor zwar das Magdeburger Spiel durch zwei nicht ganz schuldlos verhängte Elfmeter , die vermieden werden mußten , war aber anderseits wieder durch zahlreiche Verletzungen so stark benachteiligt , daß am Ende das Spiel mit nur noch 9 Mann nicht mehr zu gewinnen war . Außerdem wirkten Opatz und Grübner nur noch als Statisten auf den Flügeln mit . Jena mußte in Auswirkung des Bitterfelder Spieles von vornherein Ersatz einstellen und trat ohne Bachmann und Sturm an .
Nachdem Jena bis zur 15. Minute den Gegner in seine Hälfte zurück drückte und mit guten Schüssen von Schüßler und Thier den Magdeburger Torwart auf harte Proben stellte , kommt Preußen mit zwei Flügelangriffen gegen die zu weit aufgerückte Jenaer Verteidigung zu zwei Toren . Schüßler holt ein Tor durch sehr schöne Leistung auf , so daß Jena beim Wechsel mit 1:2 im Nachteil liegt , der bei regulärer Mannschaftsaufstellung ohne weiteres aufgeholt werden konnte , wenn nicht die einsetzenden Verletzungen die Mannschaftsaufstellung völlig verändert hätte . Zunächst verschuldet jedoch Ketteritzsch einen Elfmeter , der von Magdeburg zur 3:1-Führung verwandelt wird . Schon in der nächstfolgenden Minute kann jedoch Schüßler durch einen Strafstoß für Jena mit scharfem Schusse auf 3:2 verkürzen . Jena übernimmt mit umgestellter Mannschaft , Werner als Mittelstürmer und Stannewitz als Mittelläufer , Angriff auf Angriff auf das Magdeburger Tor , so daß der Ausgleich in jeder Minute zu erwarten ist . Da wird jedoch im besten Anlaufe zum Siege Schüßler verletzt und scheidet zeitweise aus . Kurz darauf folgt Opatz , der durch einen schweren Tritt verletzt wird . Thier wird durch einen Zusammenprall mit dem gegnerischen Mittelläufer bei einem Kopfball verletzt und muß in ärztliche Behandlung gegeben werden . Auch Grübner humpelt nur noch auf Rechtsaußen dem Spiele nach . Das Spiel steht immer noch 2:3 für Magdeburg und ein Schuß von Werner aus günstigster Lage geht auch nur an die Latte und verhindert den Ausgleich . Bei diesem immerhin günstigen Spielstand verschuldet Großkopf in übernervöser Art einen Elfmeter beim Herauslaufen . Später wird Ketteritzsch herausgestellt . Dagegen bleibt der Halblinke , der Opatz außer Gefecht setzte , im Spiel . Die Jenaer Mannschaft wechselt von nun an gezwungener Maßen ihre Mannschaftsposten . Werner-Schüßler sind als Verteidiger zurückgezogen . Kind spielt zeitweise im Tor . Mit 9 Mann und dazu mit verletzten Leuten hält Jena das Spiel beim Stande von 4:2 .
Preußen Magdeburg stand , soweit Jenas Mannschaft noch intakt war , im Feldspiel zurück . Bester Mann war der Torwart . Das Spiel war sehr hart , zeitweise sogar gefährlich . Der Schiedsrichter war zu nachsichtig . 1000 Zuschauer .
Bericht von E. Pr. in der Jenaischen Zeitung vom 30.10.1933
==Spiele==
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* Fortuna Magdeburg : Wacker Halle 1:1
* SV Steinach 08 : Viktoria 96 Magdeburg 4:0
* SC Erfurt : VfL Bitterfeld 3:1
* SV 99 Merseburg : SpVgg Erfurt 0:1
* SC Preußen Magdeburg : 1.SV Jena 4:2

Aktuelle Version vom 5. Februar 2025, 17:29 Uhr

Spieldaten
Wettbewerb Gauliga Mitte , 7.Spieltag
Saison Saison 1933/1934 , Hinrunde
Ansetzung SC Preußen Magdeburg : 1.SV Jena
Ort Stadion am Königsweg
(heute Germer-Stadion) in Magdeburg
Zeit So. 29.10.33
Zuschauer 1.000
Schiedsrichter
Ergebnis 4:2 (2:1)
Tore
  • 1:0 Ebeling
  • 2:0 Bodendorf
  • 2:1 Schüßler
  • 3:1 Ebeling (FE)
  • 3:2 Schüßler
  • 4:2 Ebeling (FE)
Andere Spiele
oder Berichte

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Aufstellungen

Preußen Magdeburg
Köhler
Ebeling , Bodendorf
Jena
Großkopf
Ketteritzsch (70.) , Opatz
Stannewitz , Werner , Grübner
Kleinsteuber , Grübsch , Thier , Schüßler , Kind

Spielbericht

Der 1.Sportverein Jena , der ohne seinen Mittelstürmer Bachmann antrat , hatte wieder in Werner , der als Mittelläufer , im Sturm und der Verteidigung gleich vorzüglich operierte , seine Hauptstütze . Durch zwei Elfmeter wegen unfairen Spiels ihres Verteidigers Ketteritzsch und des Torhüters Großkopf , begaben sich die technisch weit überlegenen Gäste aller Gewinnchancen , die auf den Minuspunkt herabsanken . als auch noch Ketteritzsch in den letzten 20 Minuten wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rolle des Zuschauers übernehmen mußte . Die im Husarenstil kämpfenden Magdeburger führten durch Ebeling und Bodendorf mit 2:0 , als Jenas Halbrechter den Halbzeitstand herstellte . Nachher markierte Ebeling durch die beiden erwähnten Elfer zwei weitere Treffer für seine Mannschaft , während Köhler im Magdeburger Tor das Pech hatte , einen auf der Linie durch Robinsonade glänzend gehaltenen Strafstoß über die Torlinie rollen sehen zu müssen . Bei etwas weniger Schußpech seitens der Gastgeber wäre Jena weniger glimpflich davongekommen .

Bericht aus Fußball vom 31.Oktober 1933

Das Spielpech des vergangenen Sonntags in Bitterfeld verfolgte auch im Magdeburger Spiel gegen Preußen in ähnlicher Weise wie am Vorsonntage die Jenaer Mannschaft . Jena verlor zwar das Magdeburger Spiel durch zwei nicht ganz schuldlos verhängte Elfmeter , die vermieden werden mußten , war aber anderseits wieder durch zahlreiche Verletzungen so stark benachteiligt , daß am Ende das Spiel mit nur noch 9 Mann nicht mehr zu gewinnen war . Außerdem wirkten Opatz und Grübner nur noch als Statisten auf den Flügeln mit . Jena mußte in Auswirkung des Bitterfelder Spieles von vornherein Ersatz einstellen und trat ohne Bachmann und Sturm an . Nachdem Jena bis zur 15. Minute den Gegner in seine Hälfte zurück drückte und mit guten Schüssen von Schüßler und Thier den Magdeburger Torwart auf harte Proben stellte , kommt Preußen mit zwei Flügelangriffen gegen die zu weit aufgerückte Jenaer Verteidigung zu zwei Toren . Schüßler holt ein Tor durch sehr schöne Leistung auf , so daß Jena beim Wechsel mit 1:2 im Nachteil liegt , der bei regulärer Mannschaftsaufstellung ohne weiteres aufgeholt werden konnte , wenn nicht die einsetzenden Verletzungen die Mannschaftsaufstellung völlig verändert hätte . Zunächst verschuldet jedoch Ketteritzsch einen Elfmeter , der von Magdeburg zur 3:1-Führung verwandelt wird . Schon in der nächstfolgenden Minute kann jedoch Schüßler durch einen Strafstoß für Jena mit scharfem Schusse auf 3:2 verkürzen . Jena übernimmt mit umgestellter Mannschaft , Werner als Mittelstürmer und Stannewitz als Mittelläufer , Angriff auf Angriff auf das Magdeburger Tor , so daß der Ausgleich in jeder Minute zu erwarten ist . Da wird jedoch im besten Anlaufe zum Siege Schüßler verletzt und scheidet zeitweise aus . Kurz darauf folgt Opatz , der durch einen schweren Tritt verletzt wird . Thier wird durch einen Zusammenprall mit dem gegnerischen Mittelläufer bei einem Kopfball verletzt und muß in ärztliche Behandlung gegeben werden . Auch Grübner humpelt nur noch auf Rechtsaußen dem Spiele nach . Das Spiel steht immer noch 2:3 für Magdeburg und ein Schuß von Werner aus günstigster Lage geht auch nur an die Latte und verhindert den Ausgleich . Bei diesem immerhin günstigen Spielstand verschuldet Großkopf in übernervöser Art einen Elfmeter beim Herauslaufen . Später wird Ketteritzsch herausgestellt . Dagegen bleibt der Halblinke , der Opatz außer Gefecht setzte , im Spiel . Die Jenaer Mannschaft wechselt von nun an gezwungener Maßen ihre Mannschaftsposten . Werner-Schüßler sind als Verteidiger zurückgezogen . Kind spielt zeitweise im Tor . Mit 9 Mann und dazu mit verletzten Leuten hält Jena das Spiel beim Stande von 4:2 . Preußen Magdeburg stand , soweit Jenas Mannschaft noch intakt war , im Feldspiel zurück . Bester Mann war der Torwart . Das Spiel war sehr hart , zeitweise sogar gefährlich . Der Schiedsrichter war zu nachsichtig . 1000 Zuschauer .

Bericht von E. Pr. in der Jenaischen Zeitung vom 30.10.1933

Spiele

  • Fortuna Magdeburg : Wacker Halle 1:1
  • SV Steinach 08 : Viktoria 96 Magdeburg 4:0
  • SC Erfurt : VfL Bitterfeld 3:1
  • SV 99 Merseburg : SpVgg Erfurt 0:1
  • SC Preußen Magdeburg : 1.SV Jena 4:2