1933/1934 Spiel 7
| Spieldaten | |
| Wettbewerb | Gauliga Mitte , 7.Spieltag |
| Saison | Saison 1933/1934 , Hinrunde |
| Ansetzung | SC Preußen Magdeburg : 1.SV Jena |
| Ort | Stadion am Königsweg (heute Germer-Stadion) in Magdeburg |
| Zeit | So. 29.10.33 |
| Zuschauer | 1.000 |
| Schiedsrichter | |
| Ergebnis | 4:2 (2:1) |
| Tore |
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| Andere Spiele oder Berichte |
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Aufstellungen
- Preußen Magdeburg
- Köhler
- Ebeling , Bodendorf
- Jena
- Großkopf
- Ketteritzsch (70.
) , Opatz - Stannewitz , Werner , Grübner
- Kleinsteuber , Grübsch , Thier , Schüßler , Kind
Spielbericht
Der 1.Sportverein Jena , der ohne seinen Mittelstürmer Bachmann antrat , hatte wieder in Werner , der als Mittelläufer , im Sturm und der Verteidigung gleich vorzüglich operierte , seine Hauptstütze . Durch zwei Elfmeter wegen unfairen Spiels ihres Verteidigers Ketteritzsch und des Torhüters Großkopf , begaben sich die technisch weit überlegenen Gäste aller Gewinnchancen , die auf den Minuspunkt herabsanken . als auch noch Ketteritzsch in den letzten 20 Minuten wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rolle des Zuschauers übernehmen mußte . Die im Husarenstil kämpfenden Magdeburger führten durch Ebeling und Bodendorf mit 2:0 , als Jenas Halbrechter den Halbzeitstand herstellte . Nachher markierte Ebeling durch die beiden erwähnten Elfer zwei weitere Treffer für seine Mannschaft , während Köhler im Magdeburger Tor das Pech hatte , einen auf der Linie durch Robinsonade glänzend gehaltenen Strafstoß über die Torlinie rollen sehen zu müssen . Bei etwas weniger Schußpech seitens der Gastgeber wäre Jena weniger glimpflich davongekommen .
Bericht aus Fußball vom 31.Oktober 1933
Das Spielpech des vergangenen Sonntags in Bitterfeld verfolgte auch im Magdeburger Spiel gegen Preußen in ähnlicher Weise wie am Vorsonntage die Jenaer Mannschaft . Jena verlor zwar das Magdeburger Spiel durch zwei nicht ganz schuldlos verhängte Elfmeter , die vermieden werden mußten , war aber anderseits wieder durch zahlreiche Verletzungen so stark benachteiligt , daß am Ende das Spiel mit nur noch 9 Mann nicht mehr zu gewinnen war . Außerdem wirkten Opatz und Grübner nur noch als Statisten auf den Flügeln mit . Jena mußte in Auswirkung des Bitterfelder Spieles von vornherein Ersatz einstellen und trat ohne Bachmann und Sturm an . Nachdem Jena bis zur 15. Minute den Gegner in seine Hälfte zurück drückte und mit guten Schüssen von Schüßler und Thier den Magdeburger Torwart auf harte Proben stellte , kommt Preußen mit zwei Flügelangriffen gegen die zu weit aufgerückte Jenaer Verteidigung zu zwei Toren . Schüßler holt ein Tor durch sehr schöne Leistung auf , so daß Jena beim Wechsel mit 1:2 im Nachteil liegt , der bei regulärer Mannschaftsaufstellung ohne weiteres aufgeholt werden konnte , wenn nicht die einsetzenden Verletzungen die Mannschaftsaufstellung völlig verändert hätte . Zunächst verschuldet jedoch Ketteritzsch einen Elfmeter , der von Magdeburg zur 3:1-Führung verwandelt wird . Schon in der nächstfolgenden Minute kann jedoch Schüßler durch einen Strafstoß für Jena mit scharfem Schusse auf 3:2 verkürzen . Jena übernimmt mit umgestellter Mannschaft , Werner als Mittelstürmer und Stannewitz als Mittelläufer , Angriff auf Angriff auf das Magdeburger Tor , so daß der Ausgleich in jeder Minute zu erwarten ist . Da wird jedoch im besten Anlaufe zum Siege Schüßler verletzt und scheidet zeitweise aus . Kurz darauf folgt Opatz , der durch einen schweren Tritt verletzt wird . Thier wird durch einen Zusammenprall mit dem gegnerischen Mittelläufer bei einem Kopfball verletzt und muß in ärztliche Behandlung gegeben werden . Auch Grübner humpelt nur noch auf Rechtsaußen dem Spiele nach . Das Spiel steht immer noch 2:3 für Magdeburg und ein Schuß von Werner aus günstigster Lage geht auch nur an die Latte und verhindert den Ausgleich . Bei diesem immerhin günstigen Spielstand verschuldet Großkopf in übernervöser Art einen Elfmeter beim Herauslaufen . Später wird Ketteritzsch herausgestellt . Dagegen bleibt der Halblinke , der Opatz außer Gefecht setzte , im Spiel . Die Jenaer Mannschaft wechselt von nun an gezwungener Maßen ihre Mannschaftsposten . Werner-Schüßler sind als Verteidiger zurückgezogen . Kind spielt zeitweise im Tor . Mit 9 Mann und dazu mit verletzten Leuten hält Jena das Spiel beim Stande von 4:2 . Preußen Magdeburg stand , soweit Jenas Mannschaft noch intakt war , im Feldspiel zurück . Bester Mann war der Torwart . Das Spiel war sehr hart , zeitweise sogar gefährlich . Der Schiedsrichter war zu nachsichtig . 1000 Zuschauer .
Bericht von E. Pr. in der Jenaischen Zeitung vom 30.10.1933
Spiele

- Fortuna Magdeburg : Wacker Halle 1:1
- SV Steinach 08 : Viktoria 96 Magdeburg 4:0
- SC Erfurt : VfL Bitterfeld 3:1
- SV 99 Merseburg : SpVgg Erfurt 0:1
- SC Preußen Magdeburg : 1.SV Jena 4:2