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Das gestrige Verbandsspiel SC Gera I - Zeiß I gewann letzterer mit 9:1 . Die Gäste , die größte Zeit mit 10 Mann spielend , wehrten sich energisch ; auch war es ihnen vergönnt , in den letzten Minuten das wohlverdiente Ehrentor zu treten . Ueberhaupt machte sich bei SC Gera eine starke Verbesserung bemerkbar , Schnelligkeit und gute Ballbehandlung ließen kaum etwas zu wünschen übrig . Das Kombinationsspiel der Zeißmannschaft könnte noch erfolgreicher sein , wenn einige Herren nicht zu viel für sich spielten , sondern den Ball schneller weiterbeförderten . Besonders gilt dies der Läuferreihe . Alles in allem trug das Spiel einen angenehmen Charakter . | Das gestrige Verbandsspiel SC Gera I - Zeiß I gewann letzterer mit 9:1 . Die Gäste , die größte Zeit mit 10 Mann spielend , wehrten sich energisch ; auch war es ihnen vergönnt , in den letzten Minuten das wohlverdiente Ehrentor zu treten . Ueberhaupt machte sich bei SC Gera eine starke Verbesserung bemerkbar , Schnelligkeit und gute Ballbehandlung ließen kaum etwas zu wünschen übrig . Das Kombinationsspiel der Zeißmannschaft könnte noch erfolgreicher sein , wenn einige Herren nicht zu viel für sich spielten , sondern den Ball schneller weiterbeförderten . Besonders gilt dies der Läuferreihe . Alles in allem trug das Spiel einen angenehmen Charakter . | ||
Spielbericht in der Jenaischen Zeitung vom 21.02.1912 | |||
'''Jena . Carl Zeiss-Jena I - Sportclub Gera I 9:1 (3:0) .''' | |||
Endlich hatte es der Wettergott einmal wieder gut mit den Fußballern im Gau Ostthüringen gemeint . Denn heller Sonnenglanz lag auf dem Sportplatze des FC Carl Zeiß , und das Spielfeld war in ausgezeichneter Verfassung . So war es denn auch kein Wunder , daß eine stattliche Zuschauermenge auf den Platz hinausgeeilt war und dem fairen , schnellen Spiel der beiden Vereine mit großem Interesse folgte . Gera hatte in der Herbstserie mit 5:1 das beste Resultat gegen den Gaumeister erzielt , und auch dieses Mal sah es bis zur Mitte der zweiten Halbzeit , wo Gera leider völlig zusammenklappte , durchaus nicht so aus , als ob von Jena ein höherer Sieg errungen werden sollte . | |||
Zeiß war vom Beginn des Spieles an stark im Vorteil , und die Angriffe der heute wieder gut kombinierenden Mannschaft riefen zahlreiche kritische Situationen vor dem Geraer Tor hervor . Läuferreihe und Verteidigung des Sportclubs mußten alles aus sich herausgeben , um diese Angriffe zum Halten zu bringen , und in anerkennenswerter Weise gelang ihnen dies auch in zahlreichen Fällen . Auch der Geraer Torwart zeigte sich bei der Verteidigung seines Heiligtumes in günstigem Lichte , und es gelang daher der Zeißelf bis Halbzeit nur drei Tore zu erzielen . | |||
Auch nach Halbzeit , nachdem das vierte Tor bald gefallen war , verstanden es die Geraer , bis 20 Minuten vor Schluß , alle Angriffe abzuschlagen . Doch dann schien es mit ihrer Kraft zu Ende zu sein , und der Widerstand , welchen sie der immer und immer wieder angreifenden Zeißmannschaft entgegenzustellen vermochten , war nur noch gering . In kurzer Reihenfolge fielen fünf weitere Tore für Zeiß , während die Geraer ca. 3 Minuten vor Schlußpfiff bei einem schnellen Durchbruch durch tadellosen Schuß zu ihrem wohlverdienten Ehrentore gelangten . Der Schiedsrichter versah sein Amt zu voller Zufriedenheit der Parteien . | |||
Bericht in Mitteldeutscher Sport vom 22.02.1912 | |||
Aktuelle Version vom 26. April 2025, 15:29 Uhr
| Spieldaten | |
| Wettbewerb | Gauliga Ostthüringen , I. Klasse |
| Saison | Saison 1911/1912 , Rückrunde |
| Ansetzung | FC Carl Zeiss Jena : SC 04 Gera |
| Ort | Zeißsportplatz , Wöllnitzer Wiesen |
| Zeit | So 18.02.1912 14:30 |
| Zuschauer | |
| Schiedsrichter | |
| Ergebnis | 9:1 (3:0) |
| Tore |
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| Andere Spiele oder Berichte |
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Aufstellungen
Spielbericht

Das gestrige Verbandsspiel SC Gera I - Zeiß I gewann letzterer mit 9:1 . Die Gäste , die größte Zeit mit 10 Mann spielend , wehrten sich energisch ; auch war es ihnen vergönnt , in den letzten Minuten das wohlverdiente Ehrentor zu treten . Ueberhaupt machte sich bei SC Gera eine starke Verbesserung bemerkbar , Schnelligkeit und gute Ballbehandlung ließen kaum etwas zu wünschen übrig . Das Kombinationsspiel der Zeißmannschaft könnte noch erfolgreicher sein , wenn einige Herren nicht zu viel für sich spielten , sondern den Ball schneller weiterbeförderten . Besonders gilt dies der Läuferreihe . Alles in allem trug das Spiel einen angenehmen Charakter .
Spielbericht in der Jenaischen Zeitung vom 21.02.1912
Jena . Carl Zeiss-Jena I - Sportclub Gera I 9:1 (3:0) . Endlich hatte es der Wettergott einmal wieder gut mit den Fußballern im Gau Ostthüringen gemeint . Denn heller Sonnenglanz lag auf dem Sportplatze des FC Carl Zeiß , und das Spielfeld war in ausgezeichneter Verfassung . So war es denn auch kein Wunder , daß eine stattliche Zuschauermenge auf den Platz hinausgeeilt war und dem fairen , schnellen Spiel der beiden Vereine mit großem Interesse folgte . Gera hatte in der Herbstserie mit 5:1 das beste Resultat gegen den Gaumeister erzielt , und auch dieses Mal sah es bis zur Mitte der zweiten Halbzeit , wo Gera leider völlig zusammenklappte , durchaus nicht so aus , als ob von Jena ein höherer Sieg errungen werden sollte . Zeiß war vom Beginn des Spieles an stark im Vorteil , und die Angriffe der heute wieder gut kombinierenden Mannschaft riefen zahlreiche kritische Situationen vor dem Geraer Tor hervor . Läuferreihe und Verteidigung des Sportclubs mußten alles aus sich herausgeben , um diese Angriffe zum Halten zu bringen , und in anerkennenswerter Weise gelang ihnen dies auch in zahlreichen Fällen . Auch der Geraer Torwart zeigte sich bei der Verteidigung seines Heiligtumes in günstigem Lichte , und es gelang daher der Zeißelf bis Halbzeit nur drei Tore zu erzielen . Auch nach Halbzeit , nachdem das vierte Tor bald gefallen war , verstanden es die Geraer , bis 20 Minuten vor Schluß , alle Angriffe abzuschlagen . Doch dann schien es mit ihrer Kraft zu Ende zu sein , und der Widerstand , welchen sie der immer und immer wieder angreifenden Zeißmannschaft entgegenzustellen vermochten , war nur noch gering . In kurzer Reihenfolge fielen fünf weitere Tore für Zeiß , während die Geraer ca. 3 Minuten vor Schlußpfiff bei einem schnellen Durchbruch durch tadellosen Schuß zu ihrem wohlverdienten Ehrentore gelangten . Der Schiedsrichter versah sein Amt zu voller Zufriedenheit der Parteien .
Bericht in Mitteldeutscher Sport vom 22.02.1912