1977/1978 03. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - 1. FC Lokomotive Leipzig 0:1

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 3. Spieltag
Saison Saison 1977/1978, Hinrunde
Ansetzung FCC - 1. FC Lokomotive Leipzig
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 27.08.1977 15:00 Uhr
Zuschauer 10.000
Schiedsrichter Adolf Prokop (Erfurt)
Ergebnis 0:1
Tore
  • 0:1 Eichhorn (39.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Hans-Ulrich Grapenthin
Ulrich Oevermann
Dieter Noack, Konrad Weise, Lothar Kurbjuweit
Rüdiger Schnuphase (75. Jürgen Raab), Uwe Neuber, Lutz Lindemann, Dietmar Sengewald
Thomas Töpfer (46. Klaus Schröder), Eberhard VogelGelbe Karte.gif

Trainer: Hans Meyer

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Leipzig
Werner Friese
Roland Hammer
Gunter Sekora, Wilfried Gröbner, Andreas Roth
Wolfgang Altmann (73. Matthias Liebers), Lutz Moldt, Henning FrenzelGelbe Karte.gif, Lutz Eichhorn (55. Joachim Fritsche)
Wolfram Löwe, Dieter Kühn

Trainer: Manfred Pfeifer


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Spielbericht

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Zum zweiten Mal schoß Jena kein Tor

Die Leipziger Lok beschleunigte beeindruckend, nachdem Schiedsrichter Prokop auf dem sattgrünen Rasen, aber nach einer Regennacht doch schweren Boden, die Fahrt freigegeben hatte. Das überlegt und klug entgegen allem Jenaer Eifer und Einsatz aufgezogene eigene Spiel schon aus der Abwehr heraus (Hammer, Gröbner, Moldt, Frenzel) hatte seine Wirkung, die energisch mit vorstoßenden Außenverteidiger machten das Angriffsspiel variabel. Torchancen hatten sie obendrein. So ließ Roth (20.) den Ball am Pfosten des langen Ecks nach Eingabe Kühns nur knapp vorbei prallen. Sekoras Weitschuß (22.) erbrachte eine Ecke. Aber das spielentscheidende Tor gelang erst in der Phase, als Lok nach alter Manier aus der Konterstellung operieren mußte. Weil der Jenaer Wille den Berg, den spielerische Unebenheiten nun einmal noch vor der Mannschaft auftürmen, zu versetzen schien. Löwe leistete mit einem Solo alter Klasse die entscheidende Vorarbeit, Eichhorn beendete die Aktion aus freier Schußposition ins leere Tor.

Die letzte Viertelstunde der ersten Halbzeit, die zweite Halbzeit ganz, gehörte den Hausherren. Da kamen Moldt, Hammer, Frenzel aus der Abwehr heraus nur mehr selten zu durchdachtem Aufbau. ja, einige Serien von Notschlägen waren nicht zu vermeiden. Kontergefahr strahlte Lok (Löwe-Moldt) aber auch dann noch aus, so daß Grapenthin schon noch Gelegenheit bekam, sich auszuzeichnen. Loks Spiel wurde zum Abwehrkampf, aber den bestand die Elf insgesamt mit Bravour, ihre athletische Kraft demonstrierend. "Früher wären wir wohl bei solchem Druck untergegangen", unterstrich Cheftrainer Horst Scherbaum die Fortschritte der Blau-Gelben in dieser Hinsicht.

Die Gerechtigkeit gebietet aber festzuhalten, daß der Doppelpunktgewinn der Leipziger (ihr zweiter Auswärtssieg schon!) vom Unvermögen der Jenaer wesentlich begünstigt wurde, auch nur eine von zahlreichen Chancen zu nutzen, ihre Torschuß- und Eckenführung auch nur in einen Treffer münden zu lassen. Vogel, Schnuphase, Noack, Lindemann, Oevermann (der letztere nach einem Freistoß Kurbjuweits in der besten Position frei vor dem Tor) -, keiner brachte soviel kaltes Blut und Zielstrebigkeit auf, den Punkt auf die klare Feldüberlegenheit zu setzen.

Das Einbeziehen aller Feldspieler in die Angriffshandlungen (Noack ersetzte den verletzten Brauer auch dabei gut), Lindemanns Versuche, dem Spiel Linie zu geben, Sengewalds druckvoller Einsatz, alles verpuffte. "Die Spitzen fehlten. Wer geht einmal vorn im entscheidenden Moment rein", seufzte auch Roland Ducke. So blieb auch im zweiten Heimspiel das erste Tor der Zeiss-Elf aus. Türmt sich da eine psychologische Barriere auf? Werner Friese wurde von der FUWO zum Spieler des Tages gewählt .

Zum Schiedsrichterkollektiv: Das kämpferisch zu sehr betonte Spiel verlangte von Prokop viel. Seine Entscheidungen waren klar, wurden stets am Ort des Geschehens gefällt. Eine sichere Spielleitung.

(Otto Pohlmann in "Die Neue Fußballwoche" vom 30. August 1977)


Nachwuchs: 0:4 , Tore : Teubel 3 , Herrmann

Jena : Zimmer , Goebel , Rohde , Birnkammerer , Köhler , Köberlein , Schakau , Schmied (70. Burow) , Lobeda (70. Prohaska) , Werner , Trocha / Tr.: Thomale