1977/1978 FDGB-Pokal Achtelfinale Hinspiel: FC Carl Zeiss Jena - ASG Vorwärts Stralsund 1:2

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Spieldaten
Wettbewerb FDGB-Pokal, Achtelfinale
Saison Saison 1977/1978
Ansetzung FCC - ASG Vorwärts Stralsund
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 26.11.1977 13:30 Uhr
Zuschauer 3.000
Schiedsrichter Siegfried Kirschen (Frankfurt/O.)
Ergebnis 1:2
Tore
  • 1:0 Brauer (42.)
  • 1:1 Wiezorrek (58.)
  • 1:2 Wunderlich (87.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Detlef Zimmer
Ulrich Oevermann
Gert Brauer, Konrad Weise, Andreas Krause
Uwe Neuber (78. Klaus Schröder), Rüdiger Schnuphase (62. Martin Trocha), Dietmar Sengewald
Thomas Töpfer, Lothar Kurbjuweit, Eberhard Vogel

Trainer: Hans Meyer

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Stralsund
Dieter Schönig
Axel Duggert
Ulrich Ruppach, Eberhard KöglerGelbe Karte.gif, Andreas Krüger
Peter Graap, Ralph Humboldt, Arthur Hering, Bernd Wunderlich
Rüdiger Kaschke, Detlef Wiezorrek (58. Harald Biehl)

Trainer: Erhard Schmidt


Spielbericht

Was Schönig hielt, nervte die Jenaer

Als kurz vor Schluß dieses sensationellen Pokalspiels Dieter Schönig im Stralsunder Tor zum zwanzigsten oder dreißigsten Male eine totsichere Chance für den FC Carl Zeiss zunichte machte, Vogel den Ball förmlich vom Kopf wegpflückte, hob Eberhard Vogel anerkennend die Hand. In einer großartig von der ersten bis zur letzten Minute kämpfenden, ihre anfängliche Schwächeperiode am Ende überwindenden Vorwärts-Elf, mit vielen jungen, im Vergleich mit der Oberliga unerfahrenen Spielern, war Schönig eindeutig der Beste. Er "schaffte" Jena, knüpfte an seine Leistungen aus dem letzten Oberligajahr der Stralsunder an.

"Fuwo-Note 10", erkannte auch Jenas Trainer Hans Meyer die Partie des Stralsunder Schlußmanns an, und seine Kollegen Helmut Stein und Roland Ducke wiesen noch auf andere Gründe für die Jenaer Niederlage hin: "Da sieht man, daß man sich auch gegen einen scheinbar leichteren Gegner etwas einfallen lassen muß", meinte Helmut Stein unter anderem, und Roland Ducke: "Wir nagelten die Stralsunder in ihrem Strafraum fest, zeigten uns aber nicht variabel genug, diese festgefügte Deckung aus den Angeln zu heben. Vor allem fehlte das Tor in der Anfangsphase..."

In der Tat, zunächst schien es so, als wollte der FC Carl Zeiss die Stralsunder, die in der ersten Halbzeit fast jeden Zweikampf verloren, an die Wand spielen. Alle stürmten, doch nur selten behielt einer klaren Kopf bei der Chancenverwertung. Und immer wieder war Schönig da. Denken wir nur an die 27. Minute, als der Vorwärts-Torhüter einen Vogel-Scharfschuß zur Seite lenkte und, scheinbar schon geschlagen, auch noch im Liegen den Nachschuß von Kurbjuweit meisterte.

Als dann in der zweiten Halbzeit bei Jena wiederum alles nach vorn drängte (25:2 Ecken für den FC Carl Zeiss!), war es gegen die nun zu ihrem gewohnten Konterstil findenden Stralsunder geschehen. Wiezorrek zog mit einer gekonnten Vorlage per Hackentrick Kaschkes zum Ausgleich ab, und drei Minuten vor dem Ende bestrafte Wunderlich, der unermüdliche Ballschlepper, eine weitere Jenaer Inkonsequenz mit dem zweiten Treffer. "Über dieses Erfolgserlebnis werden wir uns wohl noch lange freuen", umriß es der Schütze des 2:1, "wir kämpften bis zum Umfallen."

(Günter Bonse in "Die Neue Fußballwoche" vom 29. November 1977)