2025/2026 02. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - Hertha BSC II 1:0
| Spieldaten | |
| Wettbewerb | Regionalliga, 2. Spieltag |
| Saison | Saison 2025/2026, Hinrunde |
| Ansetzung | FCC - Hertha BSC II |
| Ort | Ernst-Abbe-Sportfeld |
| Zeit | Fr. 01.08.2025 19:00 Uhr |
| Zuschauer | 8.092 |
| Schiedsrichter | Johannes Schipke |
| Ergebnis | 1:0 (1:0) |
| Tore |
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| Programmheft |
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Aufstellungen
- Jena
- Marius Liesegang
- Malik Talabidi
, Maxim Hessel, Sören Reddemann, Nils Butzen (73. Kay Seidemann) - Moritz Fritz
, Justin Schau
(84. Maurice Hehne) - Patrick Weihrauch (73. Marcel Hoppe
), Kevin Lankford (84. Osazee Aghatise), Alexander Prokopenko (46. Timon Burmeister) - Manassé Eshele
- Trainer: Volkan Uluc
- Hertha II
- Dennis Smarsch
- Janne Berner
, Mathis Bruns, Tim Hoffmann, Jaime Sherwood (79. Soufian Gouram) - Dion Ajvazi, Shalva Ogbaidze (70. Karim Bellomo), Selim Telib
- Änis Ben-Hatira, Oliver Rölke, Luis Trus (61. Anthony Traoré
)
- Trainer: Rejhan Hasanovic
Spielbericht
Gelungener Heimspielauftakt gegen Hertha II
Der FCC gewinnt die Partie gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC hoch verdient mit 1:0 und war dabei dem eigenen Treffer stets näher, als dem Ausgleich. Den Siegtreffer erzielte Nils Butzen bereits nach 5 Minuten.
Für die Gäste, die seit Beginn der vergangenen Saison von Rejhan Hasanovic trainiert werden, handelte es sich bei der heutigen Partie sogar um das erste Pflichtspiel in der noch jungen Saison. Am vergangenen Freitag schaffte es die Mannschaft des ZFC Meuselwitz durch eine Vollsperrung auf der, gerade an Freitagen immer sehr beliebten, A9 nicht pünktlich ins Amateurstadion im Berliner Olympiapark. Die Partie musste Ausfallen und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Sehr zum Leidwesen unseres Sportdirektors Miroslav Jovic, der sich ebenso auf den Weg in die Hauptstadt gemacht hatte, sich so aber keinen ersten Eindruck vom heutigen Gegner machen konnte. Völlig Unabhängig vom heutigen Gegner schickte Trainer Volkan Uluc nach dem gelungenen Saisonauftakt erneut die selbe Startelf ins rennen, die vor 5 Tagen im Potsdamer Karl- Liebknecht- Stadion den SV Babelsberg 03 mit 4:1 besiegt hatte. Vor allem die körperliche Präsenz unserer Mannschaft hatte Fans und Trainerteam begeistert und sollte auch gegen einen spielstarken Gegner, wie es die Zweitvertretung der Hertha traditionell ist, das angebrachte Mittel im Kampf um die nächsten Punkte sein.
Noch bevor der Anpfiff zum ersten Heimspiel der Saison ertönte, wurdedie alljährliche Auszeichnung zum Spieler der Saison vorgenommen. Wenig überraschend, dafür umso verdienter, fiel die Wahl in dieser Saison auf unseren Kapitän und Leitwolf Nils Butzen. Herzliche Glückwünsche an Butzi, der auch heute wieder zeigte, wie wichtig er für diese Mannschaft ist. Doch der Reihe nach …
Es lief die fünfte Spielminute, als Alex Prokopenko sich auf dem linken Flügel ein Herz fasste, bis zur Grundlinie durchging und das Leder butterweich in den Strafraum flankte. Am langen Pfosten stieg der Jenaer Spieler mit der leuchtend gelben Kapitänsbinde am höchsten und drückte das Leder mit dem Kopf zur frühen Führung in die Maschen. Nils Butzen, erzielte die 1:0 Führung für unsere Farben. In der Folge passierte auf dem Feld nicht viel aufregendes. Die Gäste versuchten wiederholt mit langen Bällen auf die Flügel für Torgefahr zu sorgen, doch die Flanken gerieten stets zu lang und rollten neben dem Kasten von Marius Liesegang über die Torauslinie. Es war eine knappe Viertelstunde gespielt, da hatte der FCC mehrfach das 2:0 auf dem Fuß. Binnen weniger Sekunden wurde erst eine Hereingabe von Prokopenko durch einen Herthaner so gefährlich abgefälscht, dass Smarsch mit dem Fuß retten musste. In der Folge versucht Lankford gleich zweimal das Leder an Smarsch vorbei zu bekommen, wird aber genauso geblockt wie der Distanzhammer von Hessel. Der Nachwuchs der „alten Dame“ reagierte auf den einsetzenden Regen und veränderte seine Spielweise. Statt der langen Bälle wurde zunehmend versucht mit gefälligem Kurzpassspiel in die gefährliche Zone vor Liesegangs Tor zu kommen. Mit dieser taktischen Änderung schraubten die Gäste ihre eigene Eckenstatistik zwar in die Höhe, konnten durch die Standardsituationen ihres inzwischen 37 jährigen Kapitäns Änis Ben Hatira aber keine Torgefahr erzeugen. Es sollte bis zur 35. Minute dauern, ehe eines der Teams mal wieder gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchte. Erneut ist es Alex Prokopenko der, auf dem linken Flügel von Weihrauch wunderbar freigespielt, Fahrt aufnimmt und das Spielgerät in den Strafraum weiterleitet. Im Zentrum hat Eshele sowohl Platz, als auch Zeit und versucht das Leder etwas zu perfekt im Tor unterzubringen. Als die versammelte FCC Gemeinde bereits den Torjubel auf den Lippen hatte, flog das Leder ohne weitere Berührung am rechten Pfosten des Herthators vorbei. Das hätte das zweite Tor für den FCC sein müssen. Doch statt beruhigt mit der zwei Tore Führung in die Halbzeit zu gehen, mussten die Zuschauer auf den Tribünen sogar noch einmal zittern. Als in der 44. Minute Ben Hatira links im Strafraum auftauchte und den Abschluss suchte, tauchte Marius Liesegang schnell genug ab und klärt zur Ecke. Auch diese faustete unsere Nummer 1 sicher aus dem Strafraum. Wenig später lud Schiedsrichter Johannes Schipke dann zum Pausentee und beendete somit eine erste Halbzeit, die der FCC mit einer verdienten, wohl sogar um ein Tor zu geringen Führung beendete. Abseits des Platzes wurde in diesem ersten Durchgang aus der Südkurve, aber mit einem solidarischen Spruchband auch aus dem Norden des Stadions, massive Kritik an den mehr als fragwürdigen Hausverboten Seitens der Stadt bekundet. Diese Hausverbote und die Rettungsaktion für den traditionsreichen Stadionturm waren während der Halbzeitpause beliebte Gesprächsthemen an den gut besuchten Versorgungsständen.
Mit der Südkurve im Rücken starteten unsere Jungs in den zweiten Durchgang der Partie. Und vor ebendieser, spielte sich nach auch die erste Strafraumszene der Halbzeit ab. Herthas Ajvazi dringt von rechts in den Strafraum ein und spielt den Pass ins Zentrum. Dort wirft sich Liesegang entschlossen in den Ball und begräbt diesen unter sich. Schiedsrichter Schipke indes, zog in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit den Zorn des blau- gelb- weißen Anhangs auf sich, in dem er bei mehreren Aktionen seine Pfeife ruhen lies, statt auf Foul gegen die Hausherren zu entscheiden. In Minute 58 wurde der FCC erstmals im zweiten Durchgang gefährlich. Mana Eshele wartete im Mittelfeld darauf, dass der flach gespielte Ball ihn erreichte und bot seinem Gegenspieler dabei keine Chance, ihm diesen Moment zu verwehren. Als das Leder Eshele erreicht, schickt dieser den auf dem linken Flügel startenden Prokopenko, welcher zielgerichtet in den Strafraum eindringt und den Abschluss sucht. Gästekeeper Smarsch allerdings macht sich lang und verhindert den Gegentreffer. Nur vier Minuten später stand Smarsch erneut im Mittelpunkt des Geschehens. Eine Flanke von Butzen wehrte er kurz ins Zentrum ab, Lankfords Versuch das Leder per Nachschuss im Kasten zu versenken rollte wenige Zentimeter am Tor der Herthaner vorbei. Nach dieser Aktion wurde die Partie deutlich fahriger. Beide Trainer nahmen einige Wechsel vor, außerdem gab es gelbe Karten für taktische Fouls und kleinere Nickligkeiten. Die Spannung auf den Tribünen wuchs in der Zeit spürbar an. Während unsere Jungs nicht nachließen und mit einem zweiten Treffer den Deckel auf die Partie machen wollten, sehnten sich die Gäste den Ausgleich herbei. Als sich in der 78. Minute ein Herthaner Spieler kurz vor dem Strafraum nicht anders zu helfen wusste, als das Eindringen des Spielgeräts in den eigenen Sechzehner mit einem Handspiel zu verhindern, bekam er dafür die verdiente gelbe Karte und der FCC die dicke Chance die drei Punkte endgültig zu sichern. Zwar stand mit Eshele ein weiterer Spieler zur Ausführung bereit, doch einen Freistoß aus dieser Distanz war natürlich ein Fall für unseren „Büffel“. Maxim Hessel nimmt einige wenige Schritte Anlauf, knallt das Leder Richtung Tor… doch das Krachen des Leders an die Latte unterbrach die Träume des sicheren Sieges umgehend. Es blieb weiter spannend. Da aber beide Teams in den Schlussminuten und der fünfminütigen Nachspielzeit ihre Torraumszenen nicht konsequent ausspielen konnten, gingen unsere Jungs nach dem Abpfiff durch Schiedsrichter Schipke hochverdient aber völlig entkräftet als Sieger vom Platz.
Und als die Tribünen sich langsam lichteten und auch die Spieler nach und nach in den Kabinen verschwanden, stand einer noch immer allen Pressevertretern Rede und Antwort. Spieler der vergangenen Saison und einziger Torschütze des heutigen Tages! Das hat selbst Nils Butzen mit seinen 32 Jahren in seiner langen Laufbahn noch nicht erlebt!
Für den FCC geht es am Freitag mit dem Auswärtsspiel gegen die VSG Altglienicke weiter. Wer unsere Jungs unterstützen möchte denkt bitte daran, nach Fürstenwalde zu fahren! Die Jungs haben sich jede Unterstützung und viele mitgereiste Gästefans verdient!
--Jenajena