2025/2026 23. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - BSG Chemie Leipzig 2:1

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 23. Spieltag
Saison Saison 2025/2026, Rückrunde
Ansetzung FCC - BSG Chemie Leipzig
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 21.02.2026 14:00 Uhr
Zuschauer 7.096
Schiedsrichter Kai Kaltwaßer
Ergebnis 2:1 (1:0)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
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Jena
Marius Liesegang
Malik Talabidi, Maxim Hessel, Sören Reddemann, Nils Butzen
Maurice Hehne (, 84.), Justin Schau (67. Amar Suljic), Patrick Weihrauch
Timon Burmeister (77. Alexander Prokopenko), Emeka Oduah (85. Paul Krämer), Nicolas Wähling (77. Kevin Lankford )
Trainer: Volkan Uluc
Trikotfarben
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Chemie
Marcel Bergmann
Rodriguez Fantozzi, Lorenz Hollenbach, Tim Hoops (46. Marc Enke)
Nils Lihsek (79. Rajk Lisinski), Fynn Seidel, Valon Aliji, Julian Bell
Stanley Ratifo (61. Janik Mäder), Cyrill Akono, Kay Seidemann (46. Julius Hoffmann)
Trainer: Adrian Alipour

Spielbericht

FCC siegt mit 2:1 gegen die BSG Chemie Leipzig

69 Tage nach dem letzten Ligaspiel im Dezember 2025, das der FCC nach 0:2-Rückstand bei der 2. Mannschaft der Hertha noch in einen 3:2 Sieg drehte, stand heute das erste Pflichtspiel im Jahr 2026 auf dem Programm.

Mit der BSG Chemie Leipzig trat ein Gegner die Reise aus dem Leutzscher Holz an, der in der Winterpause nicht nur sieben neue Spieler, sondern mit Alexander Schmidt auch einen neuen Cheftrainer präsentierte. Sechs der sieben Neuzugänge, darunter der aus Jena gewechselte Seidemann, standen bei den Gästen umgehend in der Startformation. Unser Trainer Volkan Uluc setzte überwiegend auf gewohntes Personal. Während Neuzugang Nicolas Wähling den Sprung in die Startelf schaffte, nahm Amar Suljic zunächst auf der Bank platz. Mit einer schönen Choreographie unter dem Motto "Seien wir realistisch - versuchen wir das Unmögliche" aus dem Jenaer Fanblock, liefen die Teams aufs Feld. Unsere Mannschaft spielte zunächst in Richtung der Südkurve, musste sich aber zu Beginn erst einmal in der Defensive behaupten. Die Leutzscher wirkten zunächst zielstrebiger, kontrollierten die Partie, konnten aber keine ernstzunehmende Torchance erarbeiten. Als die Spielzeitanzeige gerade ihre zehnte Runde gedreht hatte, fand unsere Mannschaft zunehmend besser ins Spiel und konnte nun selbst die Spielkontrolle an sich reißen. Erstmals vor einem der Tore gefährlich wurde es allerdings erst in der 22. Minute, als Wähling, durch einen langen Diagonalball von Butzen, das Leder im Strafraum bekam, seine Volleyabnahme aber von Sachsentorhüter Bergmann pariert werden konnte. Ein im Anschluss an diese Situation entstehender Eckball für unsere Farben, wird zunächst aus der Gefahrenzone geköpft, ehe Burmeister das Leder noch einmal bekommt und gefährlich in den Strafraum flankt. Talabidi steigt im Zentrum zwar am höchsten, kann den Ball aber nicht drücken und befördert ihn somit über das Tor. Aber auch diese Situation konnte das Spiel beider Mannschaften nicht wirklich beleben. So vergingen weitere 10 Minuten, in denen ausser der gelben Karte für ein Foul von Justin Schau nichts aufregendes passierte. Als sich in der 34. Minute allerdings Nicolas Wähling mit langen, raumgreifenden Schritten über den linken Flügel in Richtung Torlinie bewegte, wurde es laut im Paradies. Wählings Flanke findet zwar zunächst keinen Abnehmer aus den eigenen Reihen. Da sich die Gäste beim Verteidigen aber nicht einig sind, kommt das Leder doch noch auf den Kopf von Emeka Oduah. Von Oduahs Stirn fliegt der Ball aufs Gehäuse zu, landet aber mit einem donnernden Knall am Querbalken. Nur drei Minuten später setzten auch die Gäste mal wieder ein offensives Achtungszeichen. Seidemann bekommt nach einem Freistoß der Chemiker leicht links auf Höhe des Strafraums den Ball und zieht einfach mal ab. Das Leder verfehlt den Pfosten von Liesegangs Gehäuse nur knapp. Es brauchte wohl diese Aktion der Gäste, um unsere Mannschaft endgültig aus der Winterpause zu holen und zurück in den Pflichtspielalltag zu befördern. In der 42. Minute spielte Maurice Hehne einen schönen Pass aus dem Mittelfeld in den Leipziger Strafraum, wo Oduah das Leder fest macht, dabei aber vom erst 18-jährigen Neuzugang Fantozzi am Fuß getoffen wird. Keine Frage, Schiedsrichter Kai Kaltwaßer zeigt auf den Punkt - Elfmeter für den FCC. Eine Aufgabe, die sich Sören Reddemann nicht nehmen lässt. Seinem selbstbewussten Anlauf folgt ein relativ unplatzierter Schuss, bei dem sich Chemies Torhüter Bergmann mit einem Sprung zur rechten Seite richtig entscheidet und das Leder klären kann. Die elf in grün und weiß gekleideten Spieler auf dem Feld und die 800 mitgereisten Fans im hinter diesem Tor befindlichen Gästeblock freuten sich lautstark, verstummten allerdings nur wenige Augenblicke später völlig. Ein Butzen-Einwurf von der rechten Seite segelt in Richtung Gästestrafraum, wird von der Abwehr aber nur halbherzig geklärt. Timon Burmeister bekommt 22 Meter vor dem Tor das Leder vor die Füße und fackelt nicht lange. Sein trockener Schuß landet, für Torhüter Bergmann nicht zu erreichen, im linken unteren Toreck. Mit dieser knappen, aber durchaus verdienten Pausenführung ging es für unsere Mannschaft anschließend zum Pausentee.

Die Gäste aus Leipzig wechselten zur Halbzeit doppelt, wurden zunächst aber von unserer Mannschaft in den eigenen Strafraum gedrängt. Eine Serie von drei Eckbällen für den FCC brachte allerdings nichts ein. Wesentlich effektiver in der Ausführung zeigten sich die Gäste, die in der 54. Minute auf recht kuriose Weise überhaupt zu ihrem ersten Eckball der Partie kamen. Nils Butzen will das Leder auf Marius Liesegang zurückspielen, welcher ein Luftloch schlägt und den Ball somit nur noch ins Toraus rollen sieht. Vor dem Jenaer Fanblock legte sich Leipzigs Seidel den Ball zur Ausführung zurecht, doch statt des erwarteten langen Balls in den Strafraum legte er das Leder an die Strafraumgrenze zu Lihsek. Dessen Schuss wird in unserem Strafraum von Wähling unglücklich abgefälscht und somit für Liesegang unerreichbar. Den Chemikern gelingt der Ausgleich. Chemie-Trainer Schmidt schien mit dem Punkt im Paradies zufrieden, wechselte in der Folge mit Akono und Ratifo seine Offensivkräfte mit Gardemaß aus und brachte eher Spieler für Kontersituationen. Ein völlig anderes Zeichen setzte unser Cheftrainer Volkan Uluc. Mit der Auswechslung von Justin Schau löste er die Doppelsechs auf und verstärkte die Offensive mit Neuzugang Amar Suljic. Im Anschluss an diese Wechsel formierten sich beide Teams neu und suchten zunächst aus der neutralen Zone nach Lücken in den gegnerischen Defensivreihen. Eine dieser Lücken sah Timon Burmeister, der vom rechten Flügel den in den Strafraum gestarteten Wähling bediente. Dessen durchaus gut platzierter Kopfball wollte bereits unter der Latte im Tor einschlagen, als Chemies Torhüter Bergmann doch noch angesprungen kommt und das Leder über die Latte befördert. Als Nils Butzen sich in der 71. Minute das Leder zur Ausführung des Eckballs zurecht legte, gingen unserem Kapitän sicherlich einige Gedanken durch den Kopf. Eine ähnliche Ausführung wie die der Gäste zum Ausgleich kam für ihn allerdings nicht in Frage. Mit viel Gefühl schlug er das Leder in den Strafraum, wo Emeka Oduah doch recht freistehend zum Kopfball kommt und unsere Farben erneut in Führung bringt. Der Großteil der 7.096 Zuschauer auf den Tribünen setzt zum kollektiven Jubel an, während die Mannschaft auf dem Feld den Torschützen herzt. Unsere Mannschaft ging also erneut in Führung und sollte sich diese auch bis zum Abpfiff nicht mehr nehmen lassen. Und das obwohl das Team die letzten sieben Minuten (plus zuästzlich 262 Sekunden Nachspielzeit) in Unterzahl bestreiten musste. Maurice Hehne hatte im Mittelfeld zunächst ein taktisches Foul begangen, kam dann in direkter Folge auch noch gegen den eingewechselten Mäder zu spät und traf ihn am Fuß. Die Entscheidung von Schiedsrichter Kaltwaßer, unserer Nummer Sechs für beide Vergehen eine gelbe Karte zuzusprechen, mag regeltechnisch zwar konform sein, wirkt insgesamt aber trotzdem überzogen. Da seine Kollegen auf dem Feld anschließend aber noch tapferer kämpften als zuvor und auch in Unterzahl keine echte Torchance der Gäste mehr zuließen, gingen unsere Farben am Ende als verdienter Sieger vom Feld und rückten zumindest für 24 Stunden bis auf zwei Punkte an Tabellenführer Lok Leipzig heran.

Am Freitag geht es für unsere Jungs, ohne Maurice Hehne aber wieder mit Moritz Fritz, mit einem Auswärtsspiel in Eilenburg weiter. Wir hoffen natürlich auch dort auf zahlreiche Unterstützung durch den blau-gelb-weißen Anhang!