2025/2026 30. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - Greifswalder FC 2:1

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 30. Spieltag
Saison Saison 2025/2026, Rückrunde
Ansetzung FCC - Greifswalder FC
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Fr. 17.04.2026 19:00 Uhr
Zuschauer 7.122
Schiedsrichter Miriam Schwermer
Ergebnis 2:1 (0:1)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Marius Liesegang
Malik Talabidi, Maxim Hessel (81. Maurice Hehne), Sören Reddemann, Nils Butzen
Timon Burmeister, Moritz Fritz (63. Jannes Werner), Patrick Weihrauch (81. Nicolas Wähling), Alexander Prokopenko (63. Manasse Eshele)
Kevin Lankford (81. Amar Suljic), Emeka Oduah
Trainer: Volkan Uluc
Trikotfarben
Trikotfarben
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Greifswald
Jakub Jakubov
Tristan Wagner, Steffen Eder, Bastian Strietzel, Jason Ekoue Tomety-Hemazro (85. Mike Eglseder)
Oliver Daedlow (74. Grace Bokake), Lukas Lämmel, David Vogt
Osman Atilgan (82. Edgar Kaizer), Soufian Benyamina, Joseph Charles Richardson II
Trainer: Björn Lipfert

Spielbericht

Sieg gegen Greifswald in der Nachspielzeit!

In der 94. Minute erzielt Timon Burmeister den mehr als verdienten, aber hart umkämpften Siegtreffer gegen den Greifswalder FC

Als um 20:50 Uhr der Pressebalkon des Ernst- Abbe- Sportfelds unter unseren Füßen zu wackeln beginnt, gibt es für 7122 Zuschauer im weiten Rund kein Halten mehr. Angeführt von Manassé Eshele sprintet ein Pulk blau gekleideter Fußballer in Richtung Eckfahne zwischen Nord- und Osttribüne und wird binnen Sekunden zu einem Jubelknäuel, aus dem nur unter tatkräftiger Mithilfe Außenstehender wieder die Zeiss Spieler werden, die gerade in der Nachspielzeit den erlösenden Siegtreffer gegen den Greifswalder FC erzielt haben. Doch ebenso wie diese drei Punkte verdient im Paradies bleiben, mussten sie zuvor hart erarbeitet werden. Doch der Reihe nach...

Unser Trainer Volkan Uluc nahm gegenüber des Auswärtssiegs beim BFC Preussen drei Veränderungen an seiner Startelf vor. Für Suljic, Wähling und Hehne, rotierten Burmeister, Prokopenko und Weihrauch in die Startformation. Von Beginn an waren die aktuellen Tabellensituationen der beiden Teams deutlich zu erkennen. Der FCC zeigte schon beim Anstoß mit sieben Spielern an der Mittellinie das aktuell berechtigte Selbstvertrauen, die Gäste hingegen versuchten zunächst durch lange Ballstafetten in den eigenen Reihen Sicherheit in die Partie zu bekommen. So dominierte unsere Elf die Anfangsviertelstunde völlig. Die beste Möglichkeit in dieser Phase hatte wohl Mittelstürmer Emeka Oduah, der nach einer schönen Hereingabe von Weihrauch zwar mit dem Kopf zur Stelle war, das Leder aber nur direkt in die Arme von Torhüter Jakubov köpfen konnte. Auch bei einer Freistoßhereingabe Lankfords und nach einem schnellen Angriff über Lankford und Burmeister zeigte der FCC den Wunsch nach einem frühen Tor, konnte sich diesen aber nicht erfüllen. Wenn die Gäste aus Greifswald mal in unsere Hälfte eindringen konnten, zeigten sie sich beim letzten Pass stets zu ungenau und blieben unserem Gehäuse somit lange Zeit fern. Auch als Soufian Benyamina, der einst in den Reihen des FC Carl Zeiss Jena agierte und seitdem mit 285 Drittligapartien und einigen Einsätzen in Liga 1 und 2 sehr viel Erfahrung im höherklassigen Fußball sammelte, in der 17. Minute das Leder tief in unserer Hälfte behauptet, rechnen wohl nur wenige damit, dass die Gäste nur Sekunden später ihre Führung bejubeln. Doch Benyamina legt sich das Leder in halblinker Position zurecht und schlenzt es anschließend in Richtung des langen Pfostens. Marius Liesegang streckte sich, doch vergebens. Der Ball landet hinter Liesegang im Netz. Die Gäste führen, ohne unseren Strafraum auch nur ein einziges Mal mit dem Ball am Fuß betreten zu haben. Was bis zur Halbzeit folgte war Jenaer Angriffsfußball, der aber auch weiterhin ohne das nötige Glück blieb. In der 23. Minute verlängerte Oduah einen schönen Eckball Prokopenkos mit dem Kopf ins Zentrum, fand aber keinen Abnehmer, drei Minuten später entscheidet sich Oduah für einen Schuss aus der Distanz und zwingt Jakubov zumindest zur Faustabwehr. Nach einer guten halben Stunde findet eine Burmeister Flanke im Zentrum Oduah, der das Leder wohl besser für den hinter ihm positionierten Talabidi überlassen hätte. Stattdessen landet der Ball über Umwege erneut in den Fängen des Gästetorhüters. Ein möglicher Rückpass von Greifswalds Eder wird dabei durch Schiedsrichterin Schwermer nicht geahndet. Nur wenige Zeigerumdrehungen später verpassen in einer Szene Weihrauch, Lankford und Butzen den fälligen Ausgleich, scheitern an Torhüter Jakubov oder der vielbeinigen Abwehr der Gäste. Kurz vor der Halbzeit kombiniert sich unsere Mannschaft noch einmal schön über die rechte Seite. Butzen schickt den wiedereinmal emsigen Prokopenko zur Grundlinie. Dessen Hereingabe auf den im Zentrum lauernden Lankford scheint etwas zu ungenau, doch mit viel Mühe erreicht Lankford das Leder und wird kurz nach dem ersten Kontakt deutlich von den Beinen geholt. Elfmeter für den FCC. Mit Maxim Hessel nimmt sich Jenas jüngster das Leder. Gästekapitän und Torschütze Benyamina redet auf dem Weg zum Punkt immer wieder auf Maxim ein, kommt auch kurz vor der Ausführung des Strafstoßes nochmal in den Sechzehner um seinem Torhüter gut zuzureden… und unseren Schützen weiter zu verunsichern. Als Hessel dann ausführen darf, entscheidet er sich für einen mit viel Kraft aber wenig Präzession ausgeführten Schuss, den der lange Jakubov recht einfach hält. Benyaminas Plan geht auf, wir gehen mit einem unverdienten Rückstand in die Kabine. Halbzeit!

Beide Teams kamen ohne personelle Veränderungen aus den Katakomben. Auch die Viererkette blieb beim FCC zunächst bestehen. Die Gäste zeigten sich im zweiten Durchgang in der Offensive deutlich verbessert. In Minute 51 geht Atilgan bis zur Grundlinie und ist somit der erste Greifswalder, der am heutigen Tag einen Fuß in den Jenaer Strafraum setzt, seine Hereingabe aber wird von Reddemann kompromisslos geklärt. Nur eine Minute später ist Benyamina halbrechts schneller als Hessel, setzt seinen Abschluss aber neben das Tor. In der 63. Minute wechselt Uluc doppelt, bringt mit Werner für Fritz und Eshele für Prokopenko zwei frische Kräfte in die Begegnung. Die erste Aktion von Jannes Werner verläuft dabei recht kurios. Nur Sekunden nach seiner Auswechslung foult Atilgan Butzen böse. Da Benyamina erhöhten Gesprächsbedarf zu haben scheint, quasselt er ohne Unterlass auf Werner und Reddemann ein. Schiedsrichterin Miriam Schwermer zeigt im Anschluss an diese Szene gleich fünfmal gelb. Übeltäter Atilgan, Benyamina, Werner, Reddemann und auch Volkan Uluc werden von ihr verwarnt. Der anschließende Jenaer Freistoß fliegt lang in den Strafraum der Gäste vom Bodden und scheint bereits geklärt, als Reddemann im Strafraum abzieht und zunächst geblockt wird. Als der Ball erneut in seine Richtung kullert zieht er erneut ab, trifft im Fünfmeterraum einen Spieler, ob Freund ob Feind ist dabei nur schwer zu erkennen, und versenkt das Leder somit zum Ausgleich im Kasten (66. Minute). Was folgt ist Einbahnstraßenfussball. Der FCC drückt über Minuten auf den Siegtreffer, scheitert aber durch Lankford, Oduah und Eshele mehrfach am Führungstreffer. In der dritten Minute der Nachspielzeit tauchen die Gäste, wiedermal in Form von Benyamina, in unserem Strafraum auf, doch der Kapitän trifft aus spitzem Winkel lediglich das Außennetz. Der FCC führt den Abstoß ganz schnell aus, überspielt das Mittelfeld schnell. Eine weite Flanke aus dem Mittelfeld wird am langen Pfosten von Wähling zurück ins Gefahrenzentrum befördert. Dort blockt Eshele den Weg für Burmeister frei, der mit einem satten Schuss ins rechte Eck für die Erlösung sorgt. Das EAS versinkt in völliger Ekstase, welche bis zum nur wenig später folgenden Abpfiff nicht mehr abebbt. Nimm das, Lok Leipzig!

Mit diesem Sieg rückt unsere Mannschaft vorerst bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter heran und erhöht somit den Druck auf das Team aus Probstheida, welches am Samstag den Halleschen FC im Bruno- Plache- Stadion empfängt. Für unsere Jungs gibt es nun erstmals seit Mitte März eine Pflichtspielpause von mehr als sieben Tagen, ehe es am nächsten Sonntag bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Magdeburg um weitere wichtige Punkte im Rennen um den wieder so greifbar nahen Relegationsplatz geht.