1976/1977 02. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - BSG Stahl Riesa 4:2

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 2. Spieltag
Saison Saison 1976/1977, Hinrunde
Ansetzung FC Carl Zeiss Jena - BSG Stahl Riesa
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 11.09.1976 15:00 Uhr
Zuschauer 12.000
Schiedsrichter Gerhard Bude (Halle)
Ergebnis 4:2
Tore
  • 0:1 Schlutt (21.)
  • 1:1 Weise (41.)
  • 2:1 P. Ducke (45.)
  • 2:2 Schuster (50.)
  • 3:2 P. Ducke (72.)
  • 4:2 P. Ducke (83.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Hans-Ulrich Grapenthin
Ulrich Oevermann
Gert Brauer, Konrad Weise, Lothar Kurbjuweit
Rüdiger Schnuphase, Rainer Schlutter, Dietmar Sengewald
Thomas Töpfer, Peter DuckeGelbe Karte.gif, Martin Trocha (54. Klaus Schröder)

Trainer: Hans Meyer

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Riesa
Wolfgang Scharf
Reinhard Hauptmann
Wolfgang Schremmer, Klaus Schlutt, Klaus Härtel
Eberhard Lippmann, Bernd Runge, Christian Berger
Wolfram Meinert, Frank Schuster, Wolfgang Schröder

Trainer: Günter Guttmann

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Spielbericht

Beeindruckende Ducke-Lehrstunde

Peter Ducke im Zweikampf mit Klaus Schlutt.

Spätestens nach einer Stunde Spielzeit wurde es wohl jedem der 12000 klar, daß der 2:1-Auftaktsieg der Riesaer in Leipzig keinesfalls ein Zufallsprodukt war. Zu diesem Zeitpunkt nämlich kontrollierten zur allgemeinen Verblüffung nicht die Platzherren sondern die Gäste das Geschehen, die von Beginn an durch Harmonie, Selbstbewußtsein, Disziplin und spielerische Abgeklärtheit aus der Abwehr heraus (Härtel, Schlutt, Schremmer, Hauptmann) überzeugten.

"Und wie kaltblütig die Riesaer ihre Chancen nutzten", wunderte sich Hans-Ulrich Grapenthin, der beim ersten Gegentreffer regelrecht auf dem falschen Fuß erwischt wurde. Schlutts Gewaltschuß aus 23 Metern wurde allerdings noch von Oevermanns Schopf abgelenkt. Beim 2:2-Ausgleich platzierte Schuster nach einer Musterkombination über Runge und Meinert den Ball an den linken Innenpfosten.

Aber schließlich wurden die Gäste wohl zu leichtfertig und verletzten eines der wichtigsten Gesetze im Fußball, nämlich "daß Spiele in erster Linie aus einer sicheren Abwehr heraus gewonnen werden" (so Georg Buschner). Als sich selbst Libero Hauptmann und Schlutt mit in die Offensive wagten, sie sich gegen Peter Ducke (von der FUWO zum Spieler des Tages gewählt) nicht absicherten, schlug die Stunde des fast 35jährigen Klassemanns, "der diese Bewegungsfreiheit wohl selbst in 30 Jahren als Rentner noch zu Toren nutzen würde", bemerkte Günter Guttmann treffend. Der Schwarzschopf führte damit nicht nur die Entscheidung herbei, sondern er vermittelte auch seinen jungen Nebenleuten Trocha, Töpfer und Schröder eine eindrucksvolle Stürmer-Lehrstunde.

Stärkster Jenaer Mannschaftsteil aber war trotz der vier erzielten Tore die engere Abwehr, in der Weise eine nahezu fehlerlose Partie bot. Mit einem herrlichen Freistoßtor aus 22 Metern krönte er seine Leistung. Oevermann, der offensichtlich immer mehr auf dem Libero-Posten heimisch wird, hatte seine stärksten Szenen im Vorwärtsgang.

Zum Schiedsrichterkollektiv: Bude war dieser insgesamt fairen Partie ein aufmerksamer und umsichtiger Leiter. Er zeigte Fingerspitzengefühl bei der Vorteilsauslegung.

(Klaus Thiemann in "Die Neue Fußballwoche" vom 14. September 1976)


Nachwuchs : 1:2 , Tore : Molata / Wolf 2

Jena : Zimmermann , Göhr , Schakau , Grüner , Schilling , Krause , Brückner , Köberlein , Molata , Raab , Werner ( 60. Goebel) / Tr.: Thomale / Werner

Jena