1984/1985 19. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - BSG Wismut Aue 0:0

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 19. Spieltag
Saison Saison 1984/1985, Rückrunde
Ansetzung FC Carl Zeiss Jena - BSG Wismut Aue
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 30.03.1985 15:00 Uhr
Zuschauer 8.500
Schiedsrichter Adolf Prokop (Erfurt)
Ergebnis 0:0
Tore
  • Fehlanzeige
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Hans-Ulrich Grapenthin
Konrad Weise
Thomas Gobel, Heiko Peschke, Wolfgang Schilling
Stefan Meixner, Jürgen Raab, Andreas KrauseGelbe Karte.gif
Robby Zimmermann, Andreas Bielau, Jörg Burow

Trainer: Lothar Kurbjuweit

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Aue
Jörg Weißflog
Wolfgang Körner
Ralf Kraft, Volker Schmidt, Heiko MünchGelbe Karte.gif
Steffen Krauß, Jürgen Escher, Steffen Lorenz
Wilfried Reypka, Harald Mothes, Matthias Jacob (46. Carsten Rost)

Trainer: Hans-Ulrich Thomale


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Bielau gegen Schmidt

Spielbericht

Der stille Triumph des U. T.

Das Duell Jena-Aue gehört durchaus in die Kategorie der Oberliga-Evergreens. Zum 59. Male ging es über die Bühne. Und selbst ein Hans-Ulrich Grapenthin, 41 Jahre alt, damit derzeit Spieler-"Alterspräsident" unserer höchsten Spielklasse und seit 1968 an der Saale, konnte sich nicht erinnern, daß die Erzgebirgler von dort jemals mit einer Punktausbeute in diesem Zeitraum heimgefahren wären. Aber packende Spiele gab es häufig.

Ja, in der Mehrzahl der Zweikämpfe gab es gewissermaßen Pattsituationen. Typisch dafür die beiden Auswahlkandidaten Krause und Krauß. Sie rieben sich förmlich aneinander auf, vermochten deshalb zu den eigenen Kombinationen kaum Impulse beizusteuern. Ganz anders Routinier Escher, der sich weit zurückfallen ließ - vom Techniker Meixner ohnehin nicht mit der sonst auffälligen Hautnähe bedacht -, in der Abwehr mit mancher Kopfballrettungstat aushalf und auch Wirkung nach vorn erzielte. Escher aber konnte die Mittelfeldumgebung nicht "anstecken", schon gar nicht die Jenaer herausfordern. Bei ihnen gab es gewiß keine Abstriche am redlich-eifrigen Mühen, an Lauf- und Einsatzbereitschaft, aber spielerische Gelöstheit, schwungvolle Kombinationen fehlten. Von den vielen Rädchen griffen nur wenige ineinander. Es knirschte folglich im Getriebe.

Das 100. Jenaer Tor im Duell der Alteingesessenen (bisher 98:61 Tore, 33:15 Siege) war kaum zu vermuten. "Nach vorn ging nichts, ja gar nichts los", sah es Lothar Kurbjuweit. Nichts an torgefährlichen Situationen, wohlgemerkt. Denn optische Vorteile besaß der Gastgeber durchaus. Aber Raab und Bielau und auch Geburtstagskind Burow (Glückwunsch zum 24!) übertrafen sich diesmal an Umständlichkeit. Aus Weißflogs Sicht ein "harmloser Nachmittag", sieht man von Raabs Kopfball (78.) nach Vorarbeit Weises ab.

Die Wismut-Elf war durchweg ganz zufrieden und konnte es wohl auch sein. "Wir hatten zwar wenig Spielanteile, aber die klareren Chancen", fand Harald Mothes. Er war gleich mit zwei daran beteiligt. Sein Direktschuß (36.) holte wie Reypkas Drehschuß (19.) ein glänzender Grapenthin aus der Ecke, und von Reypka freigespielt (78.) zog der Wismut-Torjäger den Ball in freier Position ("Aber etwas überhastet", wie er selber sagte) über die Latte. Möglichkeiten, die Jenas Trainer Lothar Kurbjuweit wohl auch zu dem Urteil vom "glücklichen Punkt" veranlaßten. Der stille Triumph war bei Wismut, bei U. T.!

(Horst Friedemann in "Die Neue Fussballwoche" vom 2. April 1985)

Jun-OL : 2:1 - Tore : Fast , Stolz / Färber

Jena : Pfeiffer , Amstein , Heß , Strogies , Fast , Gobel , Stolz , Steinbach , Horländer , Schattauer (60.HüfnerGelbe Karte.gif) , Schmidt(27.Häußler)