2000/2001 04. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - SSV Jahn Regensburg 2:0

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 4.Spieltag
Saison Saison 2000/2001, Hinrunde
Ansetzung FCC - SSV Jahn Regensburg
Ort Ernst Abbe Sportfeld
Zeit Sa. 16.08.00 19:00
Zuschauer 4.210
Schiedsrichter Schmidt (Stuttgart)
Ergebnis 2:0
Tore
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Jena
Roman Görtz
Dejan Raickovic
Frank SchönGelbe Karte.gif, Timo Uster
Christian HauserGelbe Karte.gif, Gediminas Sugzda (88. Niels Mackel), Dirk Hempel, Zlatko Bijelic
Miroslav Jovic (66. Krzysztof Kowalik), Rico Hanke (76. Andreas Schwesinger), Michael Mason (24.Rote Karte.gif)

Trainer Slavko Petrovic


Regensburg
Ermler
FerschGelbe Karte.gif
Pflug, TraxingerGelbe Karte.gif, Rosenwirth
Bachmaier (52. Krinke), Gfreiter, Peter (76. Gusic), Altmann (88. Prisa)
Huber, Tölcseres

Trainer: Wettberg

Spielbericht

Mittwoch Abend - Fußballzeit! Zwei Leckerbissen standen für den deutschen Fußballgourmet auf dem Plan: Deutschland spielt gegen Spanien und Jena gegen den SSV Jahn 2000 Regensburg! Die Lokalmatadore entschieden sich erstens aus Patriotismus für den Regionalliga-Fußball und zweitens, weil wir erleben wollten, wie die Regensburg-Fans diesen gar lustigen Namen ihres Vereines intonieren würden! (".....Ole, Super SSV Jahn 2000 Regensburg.....", hihi...). Das muß ebenso kompliziert sein wie ein Loblied auf Armin Stürzenhofecker zu reimen. Ein schöner Tag, super Wetter, nette Frauen in der Innenstadt, ein kühles Bier und dann noch Fußball. Eigentlich sollte man an solchen Tagen zukünftige FCC-Mitglieder im Freien zeugen, doch dann hätte man nicht ins Stadion gehen können. Da unsere Bierreserven in den heimatlichen Hütten leider schon beim Spiel gegen Burghausen stark gelitten haben, trafen sich die Lokalmatadore mal wieder in der Tränke zum Vorgespräch, oder sollte man eher sagen zum Vorglühen? Lockere 2½ Stunden vor Spielbeginn war schon mal Anstoß. Prösterchen!!! Man wollte ja noch die Pleite von Burghausen aus den Köpfen spülen. Einige Bierchen später war dies gelungen, und man war froh gestimmt... Mit leichtem Seegang machte man sich auf ins EAS. Nur gut, daß wir schon aus jahrelanger Erfahrung den Weg kennen.
Angekommen im schönen EAS, welches übrigens auf einer Regensburg-Homepage als Fußballtempel (!!!) beschrieben wird, sahen wir im Gästefanblock die weiß-rote Invasion aus der Oberpfalz. Wir glauben 12 Mennecken und 8 Fahnen gezählt zu haben, was einen erstaunlichen Schnitt macht! Tatsächlich fingen die Kerle an zu schreien, als gäbe es Preise zu gewinnen. Allerdings muß es einer partiellen Amnesie geschuldet gewesen sein, daß sie bei den Fangesängen den Großteil des Vereinsnamens wegließen (oder verschluckten?). Wir waren bitter enttäuscht, gewöhnten uns aber schnell an die Fans aus.... Reeeensburg!!!!!... Irgendwie sympathisch die kleinen Kobolde aus der Oberpfalz, wie sie schrien und mit ihren Schals wedelten und gegen Block A und B versuchten anzusingen.
Nun zum Spiel: Hauptakteur war ein in grellem Gelb gekleideter Lulatsch, der soeben seinen Lehrgang bei Stevie Wonder abgeschlossen hatte, um nun auf dem Rasen sein Erlerntes zu erproben. Dabei stellte er sich an wie ein Verfechter des Zweifingersystemes bei einer Schreibmaschinen-WM! Woll'n sagen - dilletantisch. Es drängte sich einem sogar der Eindruck auf, daß ihm seine Lehrmeister vom DFB gesagt haben, daß er immer in die Richtung zeigen muß, wo der Torwart des gefoulten Spielers steht. Comprende..? Jedenfalls schickte er, nachdem er einige nur durch eben erwähnte Theorie erklärbare Fehlentscheidungen traf, einen frustrierten Mason in die Kabine. Wir wissen nicht, ob in der heutigen Zeit ein großer, blonder, blauäugiger Schiri einen farbigen Gastarbeiter so behandeln muß! Also erinnerte sich die gesamte Haupttribüne an die appellierenden Worte des Stadionsprechers Uli Klemm, rechtstendenziösen Aktionen mannhaft entgegenzutreten und begann mit einer verbalen Jagd auf den Unparteiischen (?). Nachdem nach einem Wembley-Knaller Sugzdas der Assi den "Blingänger" nötigte zum Mittelpunkt zu zeigen, schien das Jenaer Publikum kurzzeitig versöhnt. Jedenfalls verabschiedete sich der FC mit dieser knappen Führung zum Pausentee, zu welchem das Jenaer Publikum dem Schiedsrichter-Gespann die eine oder andere Kleinigkeit mit auf dem Weg geben wollte... Nach diesen netten Gesten und 15-minütiger Erholung unterm Sauerstoffzelt von den Strapatzen, ein FC-Fan zu sein, blies der gelbe Recke zum Halali und bestätigte seine schlechte Leistung der ersten Halbzeit eindrucksvoll. Nein, man bekommt vom DFB schon etwas geboten! Eine Gaudi allererster Kajüte, dargeboten von den drei Herren in Gelb, die uns irgendwie an die drei jungen Tenöre erinnerten. Gute Show, aber nichts dahinter!!! Ein Schiri, der zwar weder Autorität noch Fingerspitzengefühl hatte, dafür aber hellseherische Fähigkeiten sein eigen nannte. Und zwei Linienrichter, die anscheinend ähnlich wie wir, schon alle Schiffe im Hafen hatten. Wir wollen uns natürlich nicht beschweren, das 1:0 war immerhin nett, doch die Lokalmatadore werden jetzt fleißig spenden, damit sich der DFB irgendwann auch mal Schiedsrichterausbildungen leisten kann. 20 Pfennig pro Mann dürften reichen, um den Etat zu verdoppeln.
Jena, nach dem Pausentee volllends besoffen, erspielte und erkämpfte sich eine Möglichkeit nach der anderen, um diese ebenso kunstvoll wie leichtfertig zu vergeben. Warum aber gerade Hempel zum 2:0 trifft, bleibt uns schleierhaft. Und wieder müssen wir einen Mann feiern, den wir vor jedem Spiel zerreißen.... Jena hat sich bei einem grottenschlechten DFB-Botschafter zu bedanken, der durch seine Dämlichkeit die Jenaer Fans und damit die Mannschaft zu Kampf und Emotionen angestachelt hat. Der Schuß ging also nach hinten los!
Der Abend ging dann sehr beschaulich - nur durch übertriebenes Kreischen eines Mikrofons gestört - am Fan-Haus zu Ende. Selbstredend nicht, ohne vorher noch ein kleines ZB (Zwischenbier) im Stile einer DB (Druckbetankung) zu verdrücken, denn der Heimweg ist nüchtern betrachtet einfach zu weit.
Ein Wort in eigener Sache muss noch erlaubt sein: Wo war Sonnenkönig Patzer nach dem Spiel? Hat er unsere Anspielungen verstanden, oder war er nur zu sehr mit den Vorbereitungen seiner Kaiser-Krönung beschäftigt?
Die Lokalmatadore würden sich auch jetzt noch über Freikarten freuen.

--Traudel