1974/1975 10. Spieltag: FC Vorwärts Frankfurt/Oder - FC Carl Zeiss Jena 0:0

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 10. Spieltag
Saison Saison 1974/1975, Hinrunde
Ansetzung FC Vorwärts Frankfurt/Oder - FC Carl Zeiss Jena
Ort Stadion der Freundschaft in Frankfurt/O.
Zeit Sa. 09.11.1974 14:00 Uhr
Zuschauer 4.000
Schiedsrichter Rudi Glöckner (Markranstädt)
Ergebnis 0:0
Tore
  • Fehlanzeige
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Frankfurt/O.
Eckehard Kreutzer
Lothar HauseGelbe Karte.gif
Gerd Schuth, Wolfgang Andreßen, Peter Thiel
Horst Wruck, Horst Krautzig (76. Hans-Hermann Herbst), Reinhard Segger
Jürgen Pfefferkorn, Frieder Andrich, Jürgen Piepenburg (18. Ralph Probst)

Trainer: i. V. Karl Trautmann

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Hans-Ulrich Grapenthin
Helmut Stein
Gert Brauer, Konrad Weise, Ulrich GöhrGelbe Karte.gif
Lothar Kurbjuweit, Harald Irmscher, Rainer Schlutter , Martin Goebel
Peter Ducke, Harry Kunze (59. Klaus Schröder)

Trainer: Hans Meyer

Spielbricht

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Einschußchancen waren Mangelware

Beide Trainer stimmten mit ihrer Meinung weitestgehend überein. "Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein, mit der spielerischen Leistung allerdings nicht", zogen sie nach neunzig Minuten das Resümee.

"Wir rechneten mit einem stürmischen FCV zu Beginn", meinte Hans Meyer. Doch da der Armeeklub alles andere als forsch zu Werke ging, was angesichts der Spiel- und Reisestrapazen Jenas von Benfica die taktische Marschroute hätte sein müssen, errangen die Gäste sogar Feldüberlegenheit. Dem lauen FCV-Sturmwind bald die Luft ablassend, zumal Routinier Piepenburg verletzt ausschied, inszenierte der neue Tabellenführer seine Angriffe. "Aber das alte Lied", klagte Hans Meyer. "Sicher in der Abwehr, ohne Durchschlagskraft im Angriff." So drohte Kreutzer nur bei Kopfbällen von Goebel (7.) und Kunze (27.) sowie bei einem prächtigen Alleingang P. Duckes (40.) ernsthafte Gefahr.

Sicherlich lag die sprichwörtliche Sturmschwäche der Jenaer nicht nur bei den Spitzen. Auch das nachrücken aus den hinteren Reihen erfolgte zu sporadisch, zu wenig dynamisch, war zudem mit einer gehörigen Portion Abspielfehler, die bei den sehr schlechten Platzverhältnissen (ungepflegt!) besonders zu Tage traten, versehen. Eine rühmliche Ausnahme bildete allein Irmscher, der eine Stunde lang die überragende Persönlichkeit des Treffens war.

Die Rot-Gelben sind von der Form des Vorjahres tatsächlich weit entfernt. Zu dieser Feststellung muß man angesichts ihrer Leistungen kommen. "Das Ausscheiden gegen Turin, die verlorenen Meisterschafts- und Pokalspiele, haben am Selbstvertrauen gezehrt", erklärte es Trainer Karl Trautmann. Auffällig, daß die Oderstädter keine Synthese zwischen Aufwand und spielerischer Gestaltung fanden, ihr Spiel vielmehr abgehackt und zerfahren wirkte. "Als Segger sich später stärker einschaltete, wurde unser Spiel druckvoller", sah es Erich Hamann, der sich beim Auswahltraining erneut verletzt hatte. An Chancen mangelte es allerdings weiterhin. Die klarste des gesamten Spiels vergab Segger in der 80. Minute, als er freistehend das Leder neben das Tor setzte.

Zufrieden konnte Trainer Trautmann eigentlich nur mit Kreutzer, Hause, Wruck und Andreßen, der sich auf P. Ducke blendend eingestellt hatte, sein. "Der Wolfgang müßte in der Offensive nur auch so mutig, so konsequent sein", urteilte Otto Fräßdorf über Andreßen.

Das sei noch abschließend erwähnt: Der FCV scheint auch konditionell momentan nicht höheren Ansprüchen zu genügen.

Zum Schiedsrichterkollektiv: Ein faires Spiel erleichterte das Amtieren.

(Jürgen Nöldner in "Die Neue Fußballwoche" vom 12. November 1974)


Junioren : FCV : Jena 2:0 , Tore : Theuerkorn (F) , Conrad , RK : Rosengarten (FCV)

Jena : Zimmermann , Birnkamera (Goretzki) , Förster , Höche , Schilling , Schaher , Lengert , Krause , Werner , Noack , Töpfer / Tr. Thomale