1975/1976 21. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - BSG Sachsenring Zwickau 2:2

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 21. Spieltag
Saison Saison 1975/1976, Rückrunde
Ansetzung FC Carl Zeiss Jena - BSG Sachsenring Zwickau
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 10.04.1976 15:00 Uhr
Zuschauer 7.000
Schiedsrichter Siegfried Kirschen (Frankfurt/O.)
Ergebnis 2:2
Tore
  • 1:0 Schlutter (10.)
  • 2:0 Korn (42.)
  • 2:1 Schellenberg (70.)
  • 2:2 H. Schykowski (75.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Hans-Ulrich Grapenthin
Udo Korn
Gert Brauer, Konrad Weise, Lothar Kurbjuweit
Uwe Neuber (73. Dieter NoackGelbe Karte.gif), Harald Irmscher, Rainer Schlutter
Klaus Schröder (67. Martin Trocha), Hartmut Molata, Eberhard Vogel

Trainer: Hans Meyer

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Zwickau
Jürgen Croy
Hans SchykowskiGelbe Karte.gif
Andreas Reichelt, Roland Stemmler, Gunter Lippmann
Claus Schwemmer, Michael Braun, Heinz Dietzsch (62. Joachim Schykowski)
Gerd Schellenberg, Werner Bräutigam, Peter Nestler

Trainer: i. V. Hans Speth

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Spielbericht

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Mehr als ein Punkt nicht drin!

Flachsend trat Jürgen Croy, aus der Kabine kommend, auf Harald Irmscher zu: "Ich hab´s ja gesagt, mehr als ein Punkt ist diesmal von uns nicht zu holen." Nach dem 2:2 im Ernst-Abbe-Sportfeld, wo sonst kaum jemand glimpflich davonkommt, konnte das der Nationaltorwart ruhigen Gewissens äußern. Damit war zugleich das 2:1 unseres Pokalsiegers aus der 1. Serie wieder wachgerufen. Am 18. Oktober vergangenen Jahres führten die Zwickauer 2:0, diesmal die Jenaer.

Der Unterschied: Ließ sich Sachsenring den Vorsprung nicht mehr entreißen, Jena tat es. So gab es im 41. Spiel der Rivalen bei 19 Zeiss- und 13 Sachsenring-Siegen das neunte Remis. Unberücksichtigt ist dabei die Tatsache, daß im Sommer 1949, als die Oberliga gegründet wurde, die Zwickauer den Jenaern bereits ein Aufstiegspiel-Schnippchen geschlagen hatten, das denen vorerst nur die zweite Klasse ließ.

Ein Schnippchen war es auch diesmal. Nur: Jena half dabei tüchtig mit, was den verdienten Punktgewinn der Croy-Elf keineswegs schmälert. Nachdem Schellenberg, der schon in der ersten Hälfte zwei Großchancen hatte ("Ich hätte sofort schießen sollen..."), einen von Neuber unnötig verschuldeten Eckball ungedeckt annehmen und einschießen konnte, überbot sich die Zeiss-Abwehr in Fehlern. "Das Anschlußtor hätte nie fallen dürfen", meinte der wieder mit einer soliden Leistung aufwartende, Bräutigam sicher beherrschende Weise. Aber das hinter ihm eine ordnende Hand fehlte (Stein trat seinen halbjährigen Ehrendienst in der NVA an, Korn vermochte nur im Zerstören zu überzeugen), war nicht zu übersehen.

Zwickau spürte Jenas Anfälligkeit, schuf vor allem durch Nestlers Konter, wobei die anderen geschickt nachrückten (H. Schykowski) Gefahrenmomente. Vieles im Spiel war Mittelmaß. Im Jenaer Angriff regierte Hast (Schröder). An Stelle von Ducke wollte Trainer Meyer unbedingt dem 19jährigen Molata eine Chance geben. Einsatz und geschickte Ansätze zeigte der Mittelstürmer. Von der Klasse eines Ducke fehlte ihm verständlicherweise noch viel. Ob die Thüringer in diesem Falle, da sie doch noch einen vorderen Tabellenplatz anzustreben gedachten, gut beraten waren - diese Frage müssen sie sich selbst beantworten.

Zum Schiedsrichterkollektiv: Sichere Leitung. Bis auf zwei zu frühe Pfiffe, Jenaer Stürmer den Vorteil nehmend, war Kirschen gerade um eine gute Auslegung des Vorteils bemüht. Bevor kurz vor dem Abpfiff Trocha ins Netz köpfte, hatte Siemon schon Abseits angezeigt. Daß ein so junger, gerade erst in die Oberliga-Elf gekommener Spieler wie Molata heftig reklamierend auf den Linienrichter zulief, machte keinen guten Eindruck.

(Joachim Pfitzner in "Die Neue Fußballwoche" vom 13. April 1976)


Junioren : 2:2 , Tore : Raab2 / Leweling , Braasch