2000/2001 30. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - SV Wehen Taunusstein 2:2

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 30.Spieltag
Saison Saison 2000/2001, Rückrunde
Ansetzung FCC - SV Wehen Taunusstein
Ort Ernst Abbe Sportfeld
Zeit Sa. 05.05.01 15:00
Zuschauer 1.798
Schiedsrichter Friedrichs (Ivesheim)
Ergebnis 2:2
Tore
  • 0:1 Gisinger (21.)
  • 1:1 Böcker (46.)
  • 1:2 Amstätter (63.)
  • 2:2 Sugzda (77.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Jena
Svetozar Okrucky
Zoran Saraba (88. Marcel Rapp), Timo Uster
Dirk BöckerGelbe Karte.gif, Christian Hauser (67. Jörg Nowotny), Dirk Hempel (85. Stefan Winterkorn), Niels Mackel, Gediminas Sugzda, Stefan Treitl
Aleksandar JovicGelbe Karte.gif, Miroslav Jovic

Trainer Slavko Petrovic


Wehen
Lache
Izuagha, WildeGelbe Karte.gif
Amstätter, Beckers, Bunzenthal, Dylong, SauerGelbe Karte.gif, Silva (73. Naciri)
Gisinger (77. Jakic), Mehic

Trainer: Gerd Schwickert

Spielbericht

"Tritt mich, schlag mich, gib mir Tiernamen" - getreu nach diesem Motto machten sich die "Lokalmatadore" an diesem verregneten Samstag daran, sich das letzte Fünkchen Selbstwertgefühl rauben zu lassen.
Den Grundstein für die Selbstzerstörung legte man bei der Vorrunde zum Fanclub-Turnier. Die Thekentruppe der Lokalmatadore, verstärkt durch Framue und Benny und einige nicht mehr ganz nüchterne Titanen, ging mit viel Enthusiasmus und wenig Talent gegen eingespielte und tatsächlich ehrgeizige Teams im Tal der Tränen unter. Erst die fußkranken Mitglieder des Fanclubs "Peter Ducke" ermöglichten einen Punkt, der selbstredend bei der uns eigenen Abschlußschwäche mit einem 0:0 ermauert wurde. Bleibt noch zu erwähnen, daß der Negativrekord der Titanen vom Vorjahr mir 0:13 Toren und 0 Punkten unangetastet blieb.....
Nach soviel Masochismus wollten sich die perversen Lokalmatadore den Schmerzorgasmus beim Kick des FC Carl Zeiss Jena gegen SV Wehen holen. Das Spiel begann so schlecht, daß die Schmerzjunkies fast schon nach einer Viertelstunde gekommen und danach gegangen wären. Jena kickte, als würde auf den Jungs die Bürde eines möglichen Championsleague-Sieges lasten! Alle hatten große Angst, vor allem vorm Ball. Sollten tatsächlich noch einige Klebstoff-Schnüffler auf den Rängen an die Chance (?) auf den Klassenerhalt geglaubt haben, so schien die Mannschaft derlei Gedankengut nicht mehr in sich zu tragen. Wie sollen sich denn aber auch die armen Profis auf ihre Arbeit konzentrieren, wenn sie ständig von ahnungslosen Fußballfans angeschrien werden? Das wissen wir doch nicht erst seit Raickovics Suspendierung, daß unsere Profis da sehr sensibel sind..... Und tatsächlich gab es auf der Haupttribüne wieder einige Nörgler und Miesmacher, die ständig etwas am Konzept der Jenaer Mannschaft auszusetzen hatten! Unglaublich! Was nützen uns planlos eingefahrene Siege? Was nützen Erfolg und volle Stadien, wenn man kein Konzept hat? Jena hat gleich mehrere davon, die zwar alle noch geprüft werden müssen, aber unabdingbar für zukünftigen Erfolg sind. Freilich, werden einige Kritiker sagen, hat man ja ohnehin nicht die Zeit, im schnelllebigen Fußballgeschäft Konzepte umzusetzen. Aber bitte Herrschaften, wer wird denn kritisch sein? Nach bisher unbestätigten Gerüchten liegt dem Präsidium ein Konzept des Fanclubs "Lokalmatadore" vor, welches folgendermaßen aussieht:
Ziel: sofortiger Wiederaufstieg
Erreichung des Ziels: "Geht's raus und spuit's Fußball!" Das Konzept soll wohl abgelehnt worden sein, da es zu einfach erschien. Insider berichten, daß die fachliche Inkompetenz des Fanclubs nicht ausschlaggebend für den abschlägigen Bescheid des Vereins war. Lediglich das Konzept konnte den geballten Fußballsachverstand der Verantwortlichen nicht überzeugen......
Wie dem auch sei: Als das Spiel so schlecht war, daß die Lokalmatadore gerade wieder gemeinsam kommen wollten, schlug im Jenaer Gehäuse noch kollektivem Tiefschlaf der Verteidigung der Ball ein. Diese Tatsache an sich überraschte wenig. Vielmehr quälten sich die Betrachter dieses Dramas mit der Frage, warum Petrovic, dessen Konzept vom Präsidium gerade geprüft wird (aha), eben dieses noch nicht zur Anwendung bringt? Selbstverständlich ist diese Frage geschmacklos und beleidigend! Wichtig ist einzig und allein, daß wir ein Konzept haben! Das sehen wir schon ein! Aber vielleicht sollten die Fähigkeiten dieses zu vermitteln und umzusetzen, Einfluß in die Prüfung desselben finden........
Man hatte nicht viel Zeit, sich solchen Überlegungen hinzugeben, da das Spiel immer hässlicher, perverser und damit gefährlicher wurde. Bei masochistischen Spielchen soll es ja schon Todesfälle gegeben haben...........
Der Halbzeitpfiff gab uns die Möglichkeit, Puls und Blutdruck auf Normal runterzufahren. Was allerdings nach Wiederanpfiff passierte, muß exzessivem Drogenkonsum zugerechnet werden. Jena schoß nach einer Ecke (!!!!) ein Tor! "Schieber! Heb die Fahne!!! Das kann doch nicht wahr sein!! Wir doch nicht!!" Wie lang soll das letzte Tor nach einer Ecke her gewesen sein? Ein neben uns sitzender Greis fühlte sich an seine frühe Jugend erinnert und warf die Krücken von sich! Diese Selbstheilungskräfte schienen jedoch nur auf Umstehende zu wirken, da Jena auf einmal von einer überfallartigen Durchfallattacke gelähmt in der 64. Minute das 1:2 kassierte. Jena schaffte das Unmögliche und spielte nun auf unterstem Oberliga-Niveau. Auf dem Platz ging gar nix. Lokalmatador Groete wollte sich gerade als Ersatzspieler empfehlen, als wieder nach einem Eckball ein Tor für Jena fiel! Das gips doch gar nicht! M.Jovic - Flankengott! Jovic machte das Spiel seines Lebens und verdoppelte seine Scorerpunkte innerhalb kürzester Zeit! Der wiedergenesene Greis begann gerade seine Tribünennachbarin zu vernaschen..... Die viel zu spät eingewechselten Winterkorn und Rapp konnten trotz grandioser Einschußmöglichkeit Winterkorns das Ding nicht mehr reißen. Aber es muß vermutet werden, daß dies auch nicht geplant war! Oder glaubt denn ernstlich einer, daß dieses Remis nicht ins Konzept paßte.....
Quo vadis - FCC

--Traudel