2022/2023 11. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - SV Lichtenberg 47 0:0

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 11. Spieltag
Saison Saison 2022/2023, Hinrunde
Ansetzung FCC - SV Lichtenberg 47
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit So. 30.10.2022 13:00 Uhr
Zuschauer 3.285
Schiedsrichter Michael Näther (Haselbachtal)
Ergebnis 0:0 (0:0)
Tore

Fehlanzeige

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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Kevin Kunz
Bastian Strietzel, Burim Halili, Ken GipsonGelbe Karte.gif
Marcel Hoppe, René Lange (75. Jan Dahlke), Lukas Lämmel, Ugur Tezel (65. Jonathan Muiomo)
Pasqual Verkamp (85. Benjamin Zank), Maximilian KraußGelbe Karte.gif (85. Max Grimm), Justin Petermann
Trainer: Andreas Patz
Trikotfarben
Trikotfarben
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Lichtenberg
Niklas Wollert
Max Winter (90. Emil Gustavus), Sebastian Reiniger, David Hollwitz, Paul KrügerGelbe Karte.gif, Quentin Seidel
Marcel Bremer (30. Leonard Koch), Leon Gaedicke
Oluwaseunnla Eni-Owo Adekunle (60. Justin Weber), Hannes Graf (59. Hussein Chor), Niklas Kaus (59. Efraim GakpetoGelbe Karte.gif)
Trainer: Murat Tik

Spielbericht

ERNÜCHTERNDE NULLNUMMER GEGEN SV LICHTENBERG 47

Unser FCC bleibt in der Negativspirale verhaftet und kommt auch gegen den Tabellenvierzehnten SV Lichtenberg 47 nicht über ein torloses Remis hinaus. Es war bereits das sechste Spiel in Folge, das unser Klub nicht gewinnen kann. Gegen den SV Lichtenberg 47 hatte unser FCC zwar in den ersten 70 Minuten der Partie deutlich mehr vom Spiel und auch die insgesamt besseren Offensivaktionen. Doch als Lichtenberg in den letzten 20 Minuten mutiger wurde, musste Kevin Kunz mehrfach klären, so dass das torlose Remis am Ende sogar in Ordnung geht.

Im Vergleich zum insgesamt schwachen Auftritt in der Vorwoche in Luckenwalde veränderte Andreas Patz die Startelf auf zwei Positionen: Für Muiomo und Dahlke (beide Bank) rückten Tezel - mit Startelfdebüt - und Krauß in die erste Elf. Taktisch agierte unsere Elf in einem 3-4-3 mit Petermann, Krauß und Verkamp in vorderster Front und reagierte damit auch auf die sehr defensive Grundausrichtung der Gäste mit einer Fünferabwehrkette.

Unser FCC nahm wenig überraschend vom Anstoß an das Heft des Handelns in die Hand und zeigte in der Anfangsphase ein, zwei gute offensive Ansätze, bei denen jedoch der letzte Ball misslang. Gegen einen erwartungsgemäß sehr defensiv agierenden Gast aus der Hauptstadt war es schwer, hinter die letzte Kette der 47er zu kommen, um von der Grundlinie Flanken in den Strafraum schlagen zu können. Und so probierte es unser FCC zumeist mit Bällen in die Schnittstellen der Abwehr. Hierauf lauerte doch der gut mitspielende Keeper der Gäste und ehemalige Zeiss-Spieler Niklas Wollert, der den einen oder anderen vielversprechenden Ansatz zunichtemachte. Und so dauerte es bis zur 27. Minute, als unser FCC erstmals richtig gefährlich vor das Tor der Gäste kam. Maximilian Krauß eroberte im Zentrum den Ball, leitete das Spielgerät auf Petermann weiter, der schnell Tezel einsetzte. Dieser lief mit der Kugel am Fuß von der halbrechten Seite in den Berliner Strafraum, scheiterte jedoch an Niklas Wollert. Ebenso keine Probleme hatte Wollert sieben Minuten später mit einem Schuss von Lukas Lämmel aus 18 Metern (34.). Und der ehemalige Jenaer Schlussmann stand weiter im Mittelpunkt. Strietzel schickte ein langes Anspiel auf Verkamp, der im Berliner Strafraum uneigennützig auf Krauß querlegt, dessen Schuss aus 8 Metern Wollert stark klären kann (36.). Das muss das 1:0 sein. Unmittelbar vor Ende der ersten 45 Minuten brachte nach einem Flankenball von Petermann von rechts und einer anschließenden Hereingabe von Hoppe von der linken Seite erst der anschließende dritte Ball wirkliche Torgefahr. Tezel stieg zum Kopfball hoch, verfehlte jedoch das Tor der 47er (45.). Und so blieb es zur Pause bei einem torlosen Remis. Trotz klarer Feldüberlegenheit und guter Ansätze entwickelte unser FCC insgesamt zu wenig dauerhaften Druck und Gefahr vor dem Tor des SV Lichtenberg.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff hatte unser FCC die nächste nennenswerte Möglichkeit auf seiner Seite. Einen Flankenball von Tezel von der rechten Seite kann Krauß im Fünfmeterraum zwar per Grätsche noch erreichen, entwickelt damit aber keine nennenswerte Torgefahr (50.). Es dauerte fast eine Stunde, bis der Gast aus Lichtenberg erstmals vor das Tor von Kevin Kunz kam. Nach einer Flanke von der rechten Seite hatte Graf plötzlich die Schusschance aus 16 Metern, verfehlte aber das Tor (58.). Sechs Zeigerumdrehungen später bekommt Krauß im Zentrum vor dem Tor der Gäste ein perfektes Anspiel, doch bei der Ballmitnahme verspringt ihm völlig der Ball, so dass die an für sich sehr gute Möglichkeit ungenutzt bleibt (64.). 180 Sekunden später findet sich Justin Petermann urplötzlich frei vor Niklas Wollert. Mit dem Rücken zum Tor weiß er jedoch selbst nichts mit dem Spielgerät anzufangen, so dass seine Hackenablage beim Gegner landet (67.). Nach einem Fehlpass in der Vorwärtsbewegung unseres FCC findet sich wenig später Lichtenbergs Weber in aussichtsreicher Schussposition, doch seinem Abschluss aus 17 Metern fehlt der Druck (71.). Ganz anders beim Fernschuss von Muiomo eine Viertelstunde vor dem Ende. Der Schuss wird zudem noch abgefälscht, doch Wollert unterstreicht mit einer starken Parade seinen hervorragenden Eindruck an diesem Tag (75.). Als Lichtenberg in den letzten 15 bis 20 Minuten auf die Idee kam, sich doch noch mit nennenswertem Offensivspiel am heutigen Spiel zu beteiligten, wurde es ein ums andere Mal haarig vor dem Tor von Kevin Kunz. So in Minute 83, als im Anschluss an einen Eckball Chor den Ball aus 22 Metern direkt nimmt und Kunz zu einer Parade mittels Faustabwehr zwingt. Wenig später landet ein weiterer Eckball der Berliner auf dem Kopf von Koch, der Kunz erneut zu einer Parade zwingt (85.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit überkam Halili ein Arroganzanfall. Er verlor in der eigenen Hälfte völlig uninspiriert den Ball an Chor. Der spielte auf Gakpeto auf Höhe des Elfmeterpunktes, dessen Schuss zu unplatziert ist und daher vom herausgeeilten Kunz entschärft werden kann (90.+2). Wenig später landet ein Freistoß der Berliner auf dem Kopf von Reiniger, dessen Kopfball nur knapp links neben das Tor fliegt (90.+3). Auf der Gegenseite verlängert der eingewechselte Zank eine Flanke von Gipson auf Dahlke, doch dessen Schuss landet in den Armen von Niklas Wollert. Es war die letzte Aktion in einer in Summe ernüchternden Partie, in der unser FCC am Ende mit dem 0:0 nicht einmal schlecht bedient ist. In der Offensive bleibt der Wurm drin. Aus dem Spiel heraus ist unser FCC nunmehr im sechsten Spiel in Folge ohne Torerfolg.

Stimmen zum Spiel

Murat Tik (Trainer des SV Lichtenberg 47): „Nach der brutalen Woche mit dem Ligaspiel gegen Chemnitz letztes Wochenende und der Pokalpartie gegen Dynamo unter der Woche bin ich ganz schön stolz auf die Truppe, vor allem läuferisch und kämpferisch. Wir wollten dichtgestaffelt stehen und haben das relativ gut verteidigt. Wir wollten Konter fahren, die in der 1. Halbzeit nicht so gut gelungen sind. Wir haben in der Halbzeit gesagt, dass wir nochmal kompakter stehen und die Räume zumachen wollen. Je länger das Spiel unentschieden laufen wird, war klar, dass wir Chancen kriegen und der Gegner nervös wird. Das war dann auch der Fall. Am Ende sind wir stolz auf die Truppe, dass es gegen einen so brutal starken Gegner zu einem Punkt gereicht hat. Hat Spaß gemacht hier.“

Andreas Patz (Trainer des FC Carl Zeiss Jena): „Wir sind enttäuscht. Wir wollten unbedingt die 3 Punkte hier *behalten und den Sieg erzwingen. Möglichkeiten waren da. Gerade in der 1. Halbzeit. Wir haben uns einige Chancen herausgearbeitet, aber dann technische Fehler gezeigt. Wir sind megaenttäuscht. Ich kann den Unmut verstehen. Der ist berechtigt. Wir haben es verpasst, ein Tor zu machen. Jetzt müssen wir das so annehmen, weiter arbeiten. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie sind bemüht, geben Gas. Wir haben es wieder mal nicht geschafft, ein Tor zu schießen. Die Ideen gehen uns nicht aus. Wir haben in Summe 6 oder 7 Chancen. Wenn wir dann kein Tor machen, was soll ich machen. Aktuell fehlt das Quäntchen Glück. Das haben wir im Moment nicht. Den Vorwurf müssen wir uns gefallen lassen. Aber ich kann jetzt keinem den Kopf abreißen.“