2025/2026 Thüringenpokal Halbfinale: FC Rot-Weiß Erfurt - FC Carl Zeiss Jena 7:9 n. E.

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Spieldaten
Wettbewerb Thüringen-Pokal,
Halbfinale
Saison Saison 2025/2026
Ansetzung FC Rot-Weiß Erfurt - FCC
Ort Steigerwaldstadion in Erfurt
Zeit So. 29.03.2026 14:20 Uhr
Zuschauer 15.040
Schiedsrichter Chris Rauschenberg
Ergebnis 7:9 n.E. (5:5, 4:5, 4:4, 2:3)
Tore
  • 0:1 Schau (3.)
  • 1:1 Awoudja (7., Foulelfmeter)
  • 1:2 Lankford (12.)
  • 2:2 Ugondu (31.)
  • 2:3 Lankford (42.)
  • 3:3 Schwarz (55.)
  • 4:3 Reddemann (80., Eigentor)
  • 4:4 Wähling (88.)
  • 4:5 Moritz (92., Eigentor);
    im Spielbericht Lankford zuerkannt
  • 5:5 Mashigo (112.)

Elfmeterschießen:

Andere Spiele
oder Berichte
Trikotfarben
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RWE
Lorenz Otto
Ben-Luca Moritz, Til Linus Schwarz (101. Pablo Santana), Maxime Awoudja, Laurenz Dehl (91. Raphael Assibey-Mensah)
Lucas Bradley Falcao Cini (67. Stanislav Fehler), Benny Boboy (110. Boipelo Mashigo), Banjika Caciel, Marco Wolf
Romarjo Hajrulla (86. Nathan Claxton), Obed Chidindu Ugondu
Trainer: Fabian Gerber


Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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FCC
Marius Liesegang
Nils Butzen, Maurice Hehne (84. Maxim Hessel), Sören Reddemann, Malik Talabidi
Moritz Fritz, Justin Schau (84. Nicolas Wähling), Jannes Werner (79. Alexander Prokopenko), Marcel Hoppe (84. Amar Suljic)
Emeka Oduah (64. Timon Burmeister), Kevin Lankford
Trainer: Volkan Uluç

Spielbericht

FCC gewinnt irres Derby und steht im Pokalfinale

Historisch! Mit 9:7 setzt sich unser FCC nach Elfmeterschießen im Steigerwaldstadion durch und gewinnt erstmals seit 2010 wieder ein Derby auf des Gegners Platz - ein Spiel, das wohl unvergesslich bleibt für alle, die es erlebten.

Nach 16 Jahren Derby ohne Auswärtssieg erlebten an diesem Sonntagnachmittag die Fans ein Spiel, das sie ganz sicher nicht vergessen werden. Selten war es so spannend wie in diesem Pokalderby im Halbfinale des Thüringenpokals. 15.040 Fans - darunter 2.000 Schlachtenbummler aus Jena, die den Gästeblock in ein wunderschönes Blau tauchten - bildeten den stimmungsvollen Rahmen für ein unfassbares Fußballdrama.

Für Zeiss-Fans begann es heiter! Es dauerte keine zwei Minuten, da explodierte der Gästeblock, als FCC-Kapitän Nils Butzen mit einem großartigen Ball in die Tiefe Jenenser Justin Schau fand, der mit Gefühl und Übersicht RWE-Keeper Otto überlupfte und zum 1:0 für den FCC traf! Doch die Freude währte nicht lang. RWE drängte auf den Ausgleich. Vier Minuten später zeigte der Schieri zum Jenaer Entsetzen auf den Punkt, nachdem RWE-Kapitän Til Linus Schwarz aus etwa 14 Metern mit hohem Bein abschließen wollte und dabei Jannes Werner traf. Doch statt Freistoß für Jena gab es Elfmeter. Den Strafstoß legte sich Awoudja zurecht, der Marius Liesegang im Jenaer Kasten keine Chance ließ (7.). Doch der FCC haderte nicht lang und kam mit der nächsten Möglichkeit nur wenige Minuten später zur erneuten Führung. Wieder war es Nils Butzen, der wunderbar vorbereitete und dieses Mal Kevin Lankford auf die Reise schickte. Und der blieb eiskalt und streichelte den Ball ins lange Eck zur erneuten Jenaer Führung (11.). Der FCC, der eine defensive Grundausrichtugn hatte und in einem 5-3-2 agierte, hatte das Spiel im Griff, doch wieder gelang RWE der Ausgleich, als sich der Gastgeber sehenswert über dessen rechte Seite durchsetzte und letztlich Obed Ugondu mit einem sehenswerten Drehschuss zum 2:2 für Erfurt ausglich (31.). Das Spiel blieb vogelwild, und kurz vor dem Pausentee war es wieder Kevin Lankford, der eine wunderbare Vorarbeit von Jannes Werner am zweiten Pfosten verarbeitete und aus spitzem Winkel durch die Hosenträger von RWE-Keeper Otto zur erneuten Jenaer Führung veredelte (42.). Mit dieser 3:2-Führung in einem völlig verrückten Spiel ging es dann auch in die Halbzeitpause - Zeit zum Durchschnaufen!

Beide Teams kamen personell unverändert aus den Katakomben, und auch am Spiel sollte sich nichts, aber auch gar nichts ändern oder gar beruhigen. Zwar schien es zunächst so, als würden es beide Teams etwas langsamer angehen lassen, doch diese Phase währte nicht lange. Nach einer Ecke erzielte der völlig freistehende Schwarz das 3:3 (55.) für Erfurt, nachdem eine Faustabwehr von FCC-Keeper Marius Liesegang etwas zu kurz geriet. Doch beinahe hätte auch dieser Ausgleich nicht lang gehalten, als Maurice Hehne nach einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle war - doch er scheiterte denkbar knapp am Querbalken (57). Der FCC investierte mehr - doch RWE traf. Nach der zweiten Ecke der Hausherren war es Sören Reddemann, der den Ball unfreiwillig über die eigene Torlinie bugsierte (81.). Das Spiel schien gedreht. Doch dieses erfuhr kurz vor Schluss eine erneute Wendung, als der kurz zuvor ins Spiel gekommene Nicolas Wähling aus gut 25 Metern einen Freistoß unhaltbar zum 4:4-Ausgleich verwandelte (88.). Und dabei blieb es bis zum Ende der regulären Spielzeit.

Es ging in die Verlängerung, und auch diese sollte vogelwild sein. In der 91. Minute eroberte Jenas Amar Suljic den Ball, brachte diesen scharf in die Mitte, wo - beim Versuch zu klären - Erfurts Ben-Luca Moritz den Pass zum 4:5 ins eigene Tor ablenkte. Danach entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor – das von Rot-Weiß Erfurt. Und dennoch fiel es auf der anderen Seite. In der 112. Minute flankte der gerade eingewechselte Boipelo Mashigo in den Jenaer Strafraum. Der Ball aus spitzem Winkel wurde abgefälscht und flog über Liesegang zum 5:5 ins lange Eck des Jenaer Tores. Ausgleich. Ein Drama. Und nun Elfmeterschießen.

Kurz nachdem dieses unterbrochen wurde, weil Marius Liesegang im Jenaer Tor mit einem Laserpointer gestört wurde, versagten Awoudja die Nerven, der in der regulären Spielzeit noch vom Punkt traf. Der Erfurter verschoss ebenso wie kurz darauf sein Mitspieler Raphael Assibey-Mensah. Unser FCC hingegen blieb eiskalt. Jeder Schütze traf und mit Wähling verwandelte ausgerechnet der Spieler, der den FCC überhaupt erst in die Verlängerung brachte, den entscheidenden Elfmeter zum 7:9-Endstand, so dass Mannschaftskapitän Nils Butzen als letzter Schütze gar nicht mehr ran musste. Nachdem der Ball im Tor einschlug, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Die Jenaer Spieler rannten über das komplette Spielfeld zu den mitgereisten gut 2.000 Fans. Auf der anderen Seite, niedergeschlagene Erfurter. Der FCC gewinnt das Derby, steht im Finale und entscheidet ein Spiel für sich, das unvergessen bleiben dürfte.