1953/1954 15. Spieltag: BSG Chemie Glauchau - BSG Motor Jena 4:1

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Liga, 15. Spieltag
Saison Saison 1953/1954, Rückrunde
Ansetzung BSG Chemie Glauchau - BSG Motor Jena
Ort Sportplatz Glauchau
an der Meeraner Straße
Zeit So. 10.01.1954 14:30 Uhr
Zuschauer 3.000
Schiedsrichter Warz (Erfurt)
Ergebnis 4:1 (3:0)
Tore
  • 1:0 Schneider (15.)
  • 2:0 Seifarth (32.)
  • 3:0 Seifarth (44.)
  • 4:0 Beyer (76.)
  • 4:1 Schnieke (82.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Glauchau (grün-grau)
Krause
Geißler, Petzold, Speck
Kluge, Otto
Richter, Holzmüller, Seifarth, Schneider, Beyer

Trainer: Carolin

Jena (rot-schwarz/weiß)
Rolf Jahn
Harry Heiner, Karl Oehler, Waldemar Neuendorf
Wolfgang Fischer, Georg Buschner
Gerhard Gödecke (75. Hans Ziehn), Rolf Hüfner, Siegfried Woitzat, Günter Rahm, Karl Schnieke

Trainer: Hermann Schüßler


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Spielbericht

Triumph modernen Spiels mit starken Läufern

Ihre ansteigende Form bewies die Glauchauer Chemie-Elf auch in diesem Spiel. Erstaunlich gut fand sie sich mit dem schweren Schneeboden ab. Trotz der Bodenverhältnisse entwickelte sich ein technisch hochstehendes Spiel, bei welchem die Gastgeber fast immer Herr der Situation waren. Recht gefährlich operierte der Sturm, wobei besonders der rechte Flügel immer wieder mit gefährlichen Angriffen die stabile Abwehr der Jenaer unter Druck setzte. Dieser Faktor dürfte entscheidend für den Spielausgang gewesen sein.

Im Feldspiel ebenbürtig, wirkten die Gäste im Sturm weniger wirkungsvoll, wenn auch Schnieke seine Klasse erneut unter Beweis stellte. Gute Bewachung hinderte ihn an seiner völligen Entfaltung. Die Stärke der Glauchauer Spielanlage lag bei den Läufern, die den Sturm immer wieder gut ins Spiel brachten. Die Tore entsprangen samt und sonders gelungenen Kombinationszügen. Recht eindrucksvoll war der dritte Treffer.

Nach dem Seitenwechsel hatte zunächst Jena etwas mehr vom Spiel. Doch die Glauchauer Hintermannschaft stand sicher. Erst als Glauchau den Vorsprung auf 4:0 ausgebaut hatte, kamen die Gäste zu ihrem verdienten Ehrentreffer.

Den Torgelegenheiten nach ist das Ergebnis für Jena noch schmeichelhaft, da einige mehr als todsichere Chancen ausgelassen wurden. Besonders gut erscheint die Kondition der Chemie-Elf, die bis zum Schlußpfiff unermüdlich kämpfte. Leider brachten die Gäste gegen Ende der Spielzeit eine etwas harte Note ins Spiel.

Enttäuschend war die Leistung des Unparteiischen Warz.

(Schädlich in "Die Neue Fußballwoche" vom 12. Januar 1954)