1973/1974 08. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - FC Karl-Marx-Stadt 6:1

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 8. Spieltag
Saison Saison 1973/1974, Hinrunde
Ansetzung FC Carl Zeiss Jena - FC Karl-Marx-Stadt
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 13.10.1973 14:30 Uhr
Zuschauer 8.000
Schiedsrichter Rudi Glöckner (Markranstädt)
Ergebnis 6:1
Tore
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Wolfgang Blochwitz
Konrad Weise, Bernd Bransch, Peter Rock, Lothar Kurbjuweit
Helmut Stein, Harald Irmscher, Rainer Schlutter
Peter Ducke (79. Harry Kunze), Norbert Schumann, Eberhard Vogel

Trainer: Hans Meyer

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Karl-Marx-Stadt
Wolfgang Krahnke
Wilfried Göcke
Eberhard Schuster, Frank Sorge (55. Horst Förster), Peter Müller, Christoph Franke
Bernd Bartsch, Hans-Heinrich Wolf
Gert Schädlich (76. Jürgen Bähringer), Joachim Müller, Klaus Lienemann

Trainer: Gerhard Hofmann

Spielbericht

Attraktiven Fußball - Jena spielte ihn!

Attraktiver Fußball - was macht ihn aus? Tempo, Spielwitz, Schüsse, Tore. Die Jenaer spielten ihn an diesem Sonnabend so überzeugend, daß für die Karl-Marx-Städter nichts weiter übrigblieb, als zufrieden zu sein, nur mit fünf Toren Differenz verloren zu haben. Und daß keine Zweifel aufkommen: die Stärke der Jenaer bedingte die Schwäche der Karl-Marx-Städter, denn die Gastgeber ließen den Weiß-Blauen nicht eine Minute Zeit, sich "auf Nummer sicher" einzutrudeln. Lassen wir zu den frühen Toren (3. und 11. Minute) die Ecken- und Torschußzahlen der ersten Halbzeit sprechen, so ergibt sich statistisch das Bild der drückenden Überlegenheit der Heimmannschaft.

7:0 Eckbälle, 16:3 Schüsse, die drei Karl-Marx-Städter allesamt schlecht platziert, von den Jenaern elf von guter Qualität. Nach der Pause sah es etwas besser aus für die Gäste, von einer Wende konnte jedoch keine Rede sein. "In der Abwehr fing das Debakel an", kritisierte FCK-Cheftrainer Gerhard Hofmann, der später zwar noch mit zwei Stürmern seine verteidigungsbetonte Grundaufstellung revidierte, in der nur J. Müller von Hause aus Angreifer war, damit aber nichts mehr retten konnte.

"Solch Fußball macht Spaß", strahlte Cheftrainer Hans Meyer ob der Leistungssteigerung seiner Elf, ohne indes (nach seinen Beobachtungen bei Ruch Chorzow befragt) auf den Hinweis zu verzichten: "Diese Form werden wir in der nächsten UEFA-Cup-Runde auch brauchen." Die gesamte Mannschaft zeichnete sich durch beste körperliche Verfassung, vorausschauendes Mitdenken in der Spielentwicklung, ständigen Wechsel zwischen Angriffs- wie Abwehrfunktionen auf allen Positionen aus. So entstand ein Wirbel, der alle Erfordernisse modernen Spiels in sich vereinte.

Da gab es nur geringe Abstriche zu machen wegen übertriebener Dribblings der Spitzen, Abwehrpatzer in der zweiten Hälfte (Bransch beim Gegentor), Chancenverwertung (Schumann). Doch beim letzteren nicht zu vergessen: Die FCK-Abwehr holte auch von der Linie noch etliche Bälle.

Zum Schiedsrichterkollektiv: Sichere Leistung des bei hohem körperlichen Einsatz doch fairen Treffens.

(Otto Pohlmann in "Die Neue Fußballwoche" vom 16. Oktober 1973)