1974/1975 06. Spieltag: HFC Chemie - FC Carl Zeiss Jena 0:2

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 6. Spieltag
Saison Saison 1974/1975, Hinrunde
Ansetzung HFC Chemie - FC Carl Zeiss Jena
Ort Kurt-Wabbel-Stadion in Halle
Zeit Sa. 21.09.1974 15:00 Uhr
Zuschauer 23.000
Schiedsrichter Herbert Streicher (Crimmitschau)
Ergebnis 0:2
Tore
  • 0:1 Vogel (72.)
  • 0:2 Vogel (87.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Halle
Helmut Brade
Bernd Bransch
Dieter Strozniak, Hartmut Meinert, Roland Wawrzyniak
Roland Nowotny, Bernd Donau, Detlef Robitzsch
Waldemar Köppe (64. Frank Enke), Werner Peter, Manfred Vogel

Trainer: Günter Hoffmann

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Hans-Ulrich Grapenthin
Helmut Stein
Gert Brauer, Konrad Weise, Lothar Kurbjuweit
Ulrich Göhr, Harald Irmscher, Martin Goebel
Norbert Schumann, Klaus Schröder (64. Harry Kunze), Eberhard Vogel

Trainer: Hans Meyer

Spielbericht

Überragend: Harald Irmscher!

Roland Nowotny gestand nach dem Spiel ohne Umschweife: "Die Jenaer waren für uns einfach eine Nummer zu groß. Wir wollten aus einer sicheren Abwehr heraus operieren und dann vorn unsere drei Flitzer ins Laufen bringen. Aber die Gäste waren einfach zu clever und zu routiniert." Außerdem spielten wohl gerade den jüngeren HFC-Akteuren die Nerven einen Streich. Denn Strozniak und Robitzsch vermochten ihren Respekt vor Vogel und Irmscher ebenso wenig abzulegen wie Köppe vor Kurbjuweit oder Peter vor Weise und Stein.

Glanzpunkt im Jenaer Kombinationskarussell, in dem der HFC mehr und mehr den Boden unter den Füßen verlor, bildete jedoch Harald Irmscher. Vier Tage vor dem CSSR-Spiel, für das sich auch Vogel, Weise und Kurbjuweit nachdrücklich empfahlen, präsentierte er sich in bester Länderspielform. Obwohl ihm Günter Hoffmann das "Laufwunder" Robitzsch an die Fersen geheftet hatte, ließ er sich nicht stellen. Er dirigierte den Rhythmus der Thüringer.

Beim HFC war diesmal nur die engere Abwehr intakt, in der Bransch durch die überlegene Spielweise der Jenaer fast ausschließlich hinten gebunden wurde. Neben ihm zogen sich noch Brade, Meinert, der gegen Schumann sehr konsequent handelte, und Wawrzyniak am besten aus der Affäre. Aber gefährliche, blitzschnell angelegte Konterangriffe wie sie Bransch und Strozniak kurz vor der Pause inszenierten (43.), waren beim HFC an einer Hand abzuzählen. Und so fielen schließlich die Gegentore folgerichtig, auf Grund des anhaltenden Drucks der Jenaer, die ohne die verletzten oder erkrankten Schlutter, Ducke und Sengewald antraten.

Zum Schiedsrichterkollektiv: Streicher hatte mit dieser fairen Partie keine Schwierigkeiten. Aber die Szene, in der Bransch Weise die Beine wegzog (68.), war unbedingt strafstoßreif!

(Klaus Thiemann in "Die Neue Fußballwoche" vom 24. September 1974)