1979/1980 17. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - BSG Stahl Riesa 2:0

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 17. Spieltag
Saison Saison 1979/1980, Rückrunde
Ansetzung FC Carl Zeiss Jena - BSG Stahl Riesa
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 15.03.1980 15:00 Uhr
Zuschauer 6.500
Schiedsrichter Wolfgang Henning (Rostock)
Ergebnis 2:0
Tore
  • 1:0 Töpfer (9., Foulstrafstoß)
  • 2:0 Töpfer (10.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Jena (blau-gelb)
Hans-Ulrich Grapenthin
Rüdiger Schnuphase
Gert Brauer, Konrad Weise, Lothar Kurbjuweit
Lutz LindemannGelbe Karte.gif, Dietmar Sengewald (53. Eberhard Vogel), Gerhardt Hoppe
Martin Trocha, Jürgen Raab (76. Wolfgang Schilling), Thomas Töpfer

Trainer: Hans Meyer

Riesa (weiß-weiß/blau)
Rainer Köpnick
Reinhard Hauptmann (52. Peter Semek)
Wolfram Meinert, Klaus Schlutt, Dietmar Hochmuth
Volker Hennig, Klaus Härtel (69. Roland Rüster), Thomas BörnerGelbe Karte.gif
Frank Schuster, Eberhard Lippmann, Dietmar Jentzsch

Trainer: Günter Guttmann


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Spielbericht

Das Ganze war nicht Fisch noch Fleisch

Die Jenaer begannen in gewohnter Weise im "Feuerwehr" - Heimspielstil; mit Tempo, Frische und Druck. Das Strafstoß-Tor in der 9. Minute, nachdem Trocha zum zweiten Mal innerhalb Sekunden von Hauptmann durch Foul gebremst worden war, und der unmittelbar folgende zweite Treffer waren die entsprechende Ausbeute. Daß Raab (2.) die erste klare Chance vergeben hatte, sei der Vollständigkeit halber angemerkt. Der aufmerksame Köpnick im Stahl-Tor bekam aber seltsamerweise in der Folgezeit kaum mehr Gelegenheit zu großen Abwehrtaten. Sieht man davon ab, daß Härtel einen Lindemann-Kraftschuß (36.) blockierte (das war offensichtlich schmerzhaft für den kleinen Riesaer), so schossen die Jenaer so ungenau oder waren so umständlich (Raab) in den Abschlußhandlungen, daß von großer Torgefahr kaum mehr die Rede sein konnte.

Aber die Chancenverwertung war nur die offensichtlichste Seite des rätselhaften Nachlassens der Gastgeber. "Es lief nichts mehr rund", faßte Libero Rüdiger Schnuphase die dann doch arg enttäuschende Restzeit zusammen. Das anerkennenswerte Bemühen Lindemanns, Ideen, Druck, Raumgewinn ins eigene Spiel zu bringen, fand kaum einmal Gegenliebe. Vorn bot Trocha nur anfangs einige gewitzte Aktionen. Töpfer wurde zusehends unauffälliger. Im Mittelfeld hatte Sengewald einen schlechten Tag, und Hoppes technische Mängel traten mehr als einmal deutlich zutage. Man kam um den Eindruck nicht herum: Die schnelle Führung hatte der Jenaer Elf nicht gutgetan. Die Mehrzahl der Spieler gedachte wohl, leicht über die Zeit zu kommen. Nicht einmal die Abwehr vermittelte den Eindruck von Sicherheit.

Ausgenommen Grapenthin, der lange warten mußte, ehe er wieder ins Blickfeld rücken konnte. In der ersten Hälfte hatte ihn nur einmal Jentzsch, nachdem er Kurbjuweit überspielte, zugesetzt. Wie der Jenaer Schlußmann aber zum Beispiel Schusters Direktschuß (nach Börners Zuspiel) meisterte, verriet seine Klasse.

Die Steigerung der Gäste nach der Pause (5:5-Schüsse) war offensichtlich, wenn auch begünstigt durch das Nachlassen der Zeiss-Elf. Semek, der Hauptmann gut ersetzte, und Hennig machten sich darum zuerst verdient. Die Aussichten auf eine Wende aber blieben gering.

Zum Schiedsrichterkollektiv: Henning pfiff auch viele Kleinigkeiten, griff konsequent durch, so bei Lindemanns bösem Foul, das zur Verletzung Härtels führte.

(Otto Pohlmann in "Die Neue Fußballwoche" vom 18. März 1980)


Nachwuchs: 4:0 , Tore : Meixner 2 , Pittelkow , Pohl

Jena : Härtel , Kulb , WachterGelbe Karte.gif , Köberlein , Fleck , Meixner , Schakau , Pohl , Roß , Pittelkow , Steinborn / Tr.: Thomale