1981/1982 13. Spieltag: Hallescher FC Chemie - FC Carl Zeiss Jena 2:1

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 13. Spieltag
Saison Saison 1981/1982, Hinrunde
Ansetzung HFC Chemie - FC Carl Zeiss Jena
Ort Kurt-Wabbel-Stadion in Halle
Zeit Sa. 19.12.1981 13:00 Uhr
Zuschauer 6.000
Schiedsrichter Klaus Peschel (Radebeul)
Ergebnis 2:1
Tore
  • 0:1 Schilling (14.)
  • 1:1 Schmidt (72.)
  • 2:1 Schmidt (87., FE)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Halle
Michael Walther
Manfred Fülle
Dieter Strozniak (85. Michael Rehschuh), Roland Wawrrzyniak, Jürgen Schliebe
Burkhard Pingel (46. Lutz Radtke), Uwe Lorenz, Wolfgang Schmidt
Werner Peter, Frank Pastor, Gerald Wagner

Trainer: Peter Kohl

Jena
Hans-Ulrich Grapenthin
Rüdiger Schnuphase
Wolfgang Schilling, Gerhardt HoppeGelbe Karte.gif, Matthias Kaiser
Andreas Krause, Lothar Kurbjuweit, Stefan Meixner
Andreas Bielau, Jürgen Raab (83. Martin Trocha), Fred Steinborn (68. Eberhard Vogel)

Trainer: Hans Meyer


Spielbericht

Ein bitteres Ende für die Gäste

Das bittere Ende zeichnete sich für die Jenaer in dieser Partie eigentlich gar nicht ab. Sie fanden nämlich zuerst den Spielfaden, ergriffen weitestgehend die Initiative. Der Lattenheber Bielaus (8.), Kurbjuweits Freistoß (11.) und Raabs Kopfball nach Flanke von Krause (12.) drückten die Überlegenheit der Gäste schon vor dem Führungstor durch Schilling, der von der Strafraumgrenze entschlossen abschoß, aus. Dagegen konnten die Hallenser erst in der 22. Minute die erste gelungene Aktion verbuchen.

Doch die folgende Aktion von Pastor - Jenas Schlußmann rettete mit Herauslaufen (25.) - deutete an, das der HFC durchaus gewillt war, einen ebenbürtigen Gegner darzustellen. Und das glückte dann auch. Beide Mannschaften hielten sich die Waage, wobei die Zeiss-Elf sicherlich den technisch sicheren Eindruck machte, insbesondere der junge Meixner, zumeist auch mehr vom Spiel hatte, die Gastgeber aber, wenn sie einmal ins Laufen kamen, den druckvolleren Stil verkörperten. Pastor wich da immer wieder geschickt auf die Flügel aus. Wagner steigerte sich zusehends.

So verteilt waren dann auch die Möglichkeiten für beide Vertretungen. Für den Gastgeber vor der Pause durch Wawrzyniaks Schuß (26.), den Kopfball von Pastor (29.) und ebenfalls einem Kopfball von Lorenz, den Schnuphase von der Linie schlug (40.). Für die Jenaer, für Bielau mit seinen Kontern, aus denen er aber einfach mehr machen muß (28., 40.), und Raab mit seinem Volleyschuß (30.). Und dieser Szenenwechsel setzte sich nach der Pause fort. Am spektakulärsten wohl mit einem Seitfallzieher von Schmidt (67.), der jedoch am Tor vorbeiflog, und mit der besten Jenaer Chance für Kurbjuweit dessen Nachschuß vorbeiging (70.).

Und so fiel statt des zweiten Tores für die Jenaer 120 Sekunden später der allerdings verdiente Ausgleich für Halle. Nach einem Freistoß von Schmidt und der danach folgenden Eingabe bekamen die Jenaer das Leder nicht weg. Schmidt eilte hinzu, und schon sauste sein Schuß ins Netz. "So ein Tor fällt eben auf diesem schwierigen Geläuf", meinte Jenas Trainer Helmut Stein. Danach schienen beide Mannschaften mit ihrem Torlatein am Ende, eben bis zum Strafstoß, bei dem der ausgefuchste und nervlich stabile Schmidt die Ausführung übernahm und Erfolg hatte.

(Jürgen Nöldner in "Die Neue Fußballwoche" vom 22. Dezember 1981)