2011/2012 13. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - VfB Stuttgart II 1:2

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Spieldaten
Wettbewerb 3. Liga, 13. Spieltag
Saison Saison 2011/2012, Hinrunde
Ansetzung FCC - VfB Stuttgart II
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Fr. 14.10.2011 18:30 Uhr
Zuschauer 4.213
Schiedsrichter Benjamin Brand (Gerolzhofen)
Ergebnis 1:2 (1:1)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Tino Berbig
Robert ZickertGelbe Karte.gif, Ralf Schmidt, Alexander MaulGelbe Karte.gif, Alexander Voigt
Josip LandekaGelbe Karte.gif
René Eckardt, Jan Šimák, Nils Pichinot (73. Sebastian Hähnge)
Yves Brinkmann (54. Christoph Siefkes), Björn Lindemann (79. Philipp Grüneberg)

Trainer: Heiko Weber

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Stuttgart
André WeisGelbe Karte.gif
Steffen Lang, Thomas Geyer, Benedikt Röcker, Sebastian HertnerGelbe Karte.gif
Tobias Rathgeb
Alexander Riemann (90. Antonio Rüdiger), Raphael Holzhauser, Soufian Benyamina (66. Manuel Janzer)
Christoph Hemlein, Pascal Breier (61. Alexander Aschauer)

Trainer: Jürgen Kramny

Spielbericht

Jena verliert erneut sein Heimspiel
Bessere Leistung, gleiches Resultat - auf diese Formel lässt sich das Heimspiel des 13. Spieltages gegen den VfB Stuttgart II reduzieren. Wie schon knapp eine Woche zuvor gegen Babelsberg zog der FC Carl Zeiss mit 1:2 den Kürzeren.

Heiko Weber ließ Sebastian Hähnge sowie Kai-Fabian Schulz zunächst auf der Bank und vertraute dem zuletzt nicht zum Einsatz gekommenen Nils Pichinot als einzigen Stürmer. Alexander Voigt war nach abgesessener Sperre wieder dabei. Yves Brinkmann, gegen Babelsberg noch in der Viererkette aufgestellt, durfte diesmal im Mittelfeld die Außenposition beackern.

Jenas Elf hatte sich erkennbar viel vorgenommen, holte in den ersten zwölf Minuten vier Eckbälle heraus und besaß die ersten beiden Tormöglichkeiten dieses Spiels. Josip Landeka zwang mit einem aus gut 25 Metern aufs Dreiangel gezielten Schuss den Stuttgarter Keeper Andre Weis zu einer ersten Parade (5.). Zwei Minuten darauf spielte Yves Brinkmann einen langen Ball auf Nils Pichinot, den dieser in Mittelstürmerposition jedoch nur unkontrolliert mit der Schuhspitze erwischte. Stuttgarts Amateure gerieten anfangs etwas unter Druck und antworteten mit Heimleins Freistoß, den Tino Berbig auf Nummer sicher gehend zur Ecke lenkte.

Berbigs Vorderleute zeigten sich um Einiges verbessert im Zusammenspiel untereinander, dennoch musste wieder einmal eine Standardsituation zum Führungstreffer herhalten. Jan Simak war zwanzig Meter vor dem Tor zu Fall gebracht worden. Als er sich selbst den Ball zum Freistoß zurecht legte, formierte sich eine sechsköpfige VfB-Mauer. Diesem Bollwerk zum Trotz schnippelte Simak das Leder rechts an der Mauer vorbei genau ins linke untere Eck zum 1:0. Ein herrlicher Treffer, der die Fans jubeln, jedoch nicht in Euphorie geraten ließ. Allzu häufig war dem FCC im bisherigen Saisonverlauf der erste Treffer im Spiel gelungen, ohne am Ende die drei Punkte mitzunehmen. Und tatsächlich - gleich der erste ernstzunehmende Gegenstoß nach dem 1:0 führte wieder zum Ausgleich. Sebastian Hertner ließ im Sechzehner Alexander Maul aussteigen und vollendete seinen Sololauf mit unhaltbarem Schuss ins lange Eck. Ein gefährlicher Freistoß des VfB-Kapitäns Tobias Rathgeber aus 18 Metern denkbar knapp neben den Pfosten beendete die ersten 45 Minuten, nach denen es leistungsgerecht 1:1 stand.

Unverändert ging es in die zweite Halbzeit und dies nicht nur in personeller Hinsicht. Denn wie schon zu Beginn des Spiels besaß Blau-Gelb-Weiß auch hier die ersten Gelegenheiten. Einen langen Ball in den Strafraum schloss Rene Eckardt aus vollem Lauf ab, sein Schuss geriet allerdings eine Etage zu hoch. Der kurz zuvor ins Spiel gekommene Christoph Siefkes wurde nach Vorarbeit von Pichinot und Lindemann durch einen von links heranbrausenden Gegenspieler gestört, sodass sein Torschuss fast folgerichtig am rechten Pfosten vorbei zischte (58.). In einer Phase, in der Jena optisch überlegen schien, platzte die Szene zum 1:2. Tino Berbig vermochte einen eher harmlosen Ball nicht festzuhalten, woraufhin dieser in Richtung Torlinie trudelte. Beim Versuch, das Schlimmste zu verhindern, unterlief Robert Zickert ein Eigentor. Statt zu klären, verlängerte er das Leder ins Netz. Jenas Torhüter, gegen Babelsberg noch der Beste in einer ansonsten völlig indisponierten Zeiss-Elf, ärgerte sich nach seinem Aussetzer nun selbst am Allermeisten.

Eine Viertelstunde vor Schluss vergab Stuttgarts Alexander Aschauer die Vorentscheidung, als er ohne Bedrängnis aufs Jenaer Tor zulief, den Ball jedoch am rechten Pfosten vorbeischob. Verzweifelt rannten unsere Spieler in der Schlussphase gegen die sich anbahnende Niederlage an. Doch die VfB-Abwehr vermochte immer im letzten Moment zu stören. So bekam Hertner nach 80 Minuten vor dem einschussbereiten Eckardt gerade noch eine Fußspitze an den Ball. In der 82. klärte Geyer einen von Hähnge an Grüneberg adressierten Ball per Kopf. Und bei schönen Freistoßbällen von Jan Simak - 84. von halblinks, 89. aus zentraler Position - reagierte Stuttgarts Torhüter Weis zweimal blitzschnell. Nach zweiminütiger Nachspielzeit war die 8. Niederlage im 13. Spiel besiegelt.

Die von allen Seiten zurecht eingeforderte Steigerung gegenüber dem vorherigen Spiel war über weite Strecken der Partie unverkennbar, allerdings schlug sich dies erneut nicht in der Punktausbeute nieder. Somit bleibt der FC Carl Zeiss im Tabellenkeller und steht kommende Woche vor der schweren Auswärtshürde beim VfL Osnabrück.

Stimmen zum Spiel

Jürgen Kramny (VfB-Coach): "Am Anfang hatten wir ein paar Probleme, konnten uns aber nach zehn Minuten befreien. Fußballerisch sah das ganz gut aus, doch die große Durchschlagskraft hatten wir nicht. Nach dem Rückstand haben wir weiter Fußball gespielt und ein super Tor herausgespielt. Die zweite Halbzeit hat Jena eine Viertelstunde lang richtig Druck gemacht. Wir haben frische Leute gebracht und sind in Führung gegangen. Danach haben wir die Riesenchance zum 3:1, es nicht gemacht und mit Glück, Geschick und einem guten Torwart den Vorsprung über die Zeit gebracht. Ich denke, der Sieg ist nicht unverdient."

Heiko Weber: "Wir wollten fighten und haben dies auch getan. In der ersten Halbzeit spielten wir jenen Fußball, der zur Zeit möglich ist. Nach einem traumhaften Freistoß gehen wir in Führung und bekommen gegen einen guten Gegner - keine Frage - wie aus dem Nichts das 1:1. Nach der Halbzeit haben wir Druck gemacht und bekommen dann solch ein Gegentor. Mir tut es für den Torwart leid, dass ihm der Ball durchrutscht und Zickert den Ball selbst hineinschießt. Es wird auch wieder Zeiten geben, in denen man Spiele mit diesem Aufwand gewinnt."

Robert Zickert: "Nach den ganzen Niederlagen ist es sensationell, dass noch immer viertausend Zuschauer ins Stadion kommen. Umso mehr geht mir das heute nah. Wir haben richtig guten Fußball gespielt und verlieren erneut. Das ist ganz bitter."