1987/1988 11. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - 1. FC Lokomotive Leipzig 2:2

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 11. Spieltag
Saison Saison 1987/1988, Hinrunde
Ansetzung FC Carl Zeiss Jena - 1. FC Lokomotive Leipzig
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 21.11.1987 13:00 Uhr
Zuschauer 5.000
Schiedsrichter Bernd Heynemann (Magdeburg)
Ergebnis 2:2
Tore
  • 0:1 Marschall (7.)
  • 1:1 Raab (38.)
  • 1:2 Zötzsche (47., Foulstrafstoß)
  • 2:2 Raab (89.)
Andere Spiele
oder Berichte
Programmheft
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Perry BräutigamGelbe Karte.gif
Mathias Pittelkow
Uwe Amstein, Steffen Zipfel (46. Jens-Uwe Penzel), Ronald Szepanski
Stefan Meixner, Andreas Krause, Jürgen Raab, Bernd Lindrath (60. Oliver Merkel)
Henry Lesser, Jörg Burow

Trainer: Lothar Kurbjuweit

Leipzig
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Rene Müller
Frank BaumGelbe Karte.gif
Ronald Kreer, Matthias Lindner, Uwe Zötzsche
Uwe Bredow, Torsten Kracht, Matthias LiebersGelbe Karte.gif
Bernd Hobsch (78. Frank Pallgen), Olaf Marschall, Matthias Zimmerling (67. Hans-Jörg Leitzke)

Trainer: Hans-Ulrich Thomale


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Lesser und Baum

Spielbericht

Aktivität wurde noch belohnt

Verständliche Jenaer Reaktion, interpretiert von Trainer Lothar Kurbjuweit: "Es ist sicherlich nicht alltäglich, daß man sich über ein Unentschieden so freut wie ich heute über dieses 2:2!" Bedenken dahingehend waren am Ende vom Tisch: Ob wir, wie so oft in jüngster Vergangenheit, gegen den 1. FCL erneut auf verlorenem Posten stehen? In dieser Situatiob und mit einer weiterhin stark ersatzgeschwächten Mannschaft....

Eine Zerreißprobe, die Jena am Ende bestand, ohne das Glück bemühen zu müssen. "Weil sich", wie der zweifache Torschütze und Kapitän Jürgen Raab später zu verstehen gab, "jeder von uns so zerriß, wie man das unter den gegebenen Umständen ganz einfach verlangen muß." Mit ihm, dem herausragenden Akteur, als vorbildlicher Triebkraft!

Und das, obgleich vieles, möglicherweise sogar alles gegen den Gastgeber sprach: Loks frühzeitiges 1:0 durch einen Marschall-Kopfball bester Güte, dann der erneute Rückstand unmittelbar nach dem Wechsel, als Zötzsche gewohnte Kälte und Treffsicherheit beim Strafstoß bewies. Zwei Kulminationspunkte, die Jena unbeeindruckt wegsteckte. Ausdruck hoher Moral, sich der Klasse eines zunächst fast reibungslos "sein Spiel" gestaltenden Gegners nicht zu beugen.

"Darauf kam es uns an: Die Partie selbstbewußt angehen und für uns entscheiden." Gedanklicher Leerlauf bei Trainer Hans-Ulrich Thomale? Alles andere als das, denn seine Mannschaft begann im erwarteten Stil: Beherzt, schnell und geradlinig Schwachpunkte im gegnerischen Abwehrgefüge nutzend (Marschall gegen Zipfel, Zimmerling gegen Amstein), entschlossen im Heraustreten (Liebers). Aktivität, auf die es ankam. Aber: eben nur 20 Minuten lang. Warum?

Es deckte sich mit dem, was auch wir später als größtes Problem bei den Leipzigern feststellten: "Unerklärlich, weshalb sie nach dem 2:1 im Tempo zurücksteckten, anstatt es weiter mitzubestimmen", so der Tenor von Auswahltrainer Bernd Stange. Passivität statt Aggressivität vor allem im Mittelfeld! Dort nahm der FC Carl Zeiss nun eindeutig das Zepter in seine Hände. Kraft- und Laufaufwand harmonierten immer wirkungsvoller mit explosiven Angriffsfolgen (Lesser). Für taktisches Fehlverhalten hatte Kurbjuweit schon zur Pause mit Penzels Einwechslung eine treffende Lösung gefunden.

Bei anhaltenden Spiel- und Chancenvorteilen (50. Lattenschuß von Lesser) mit Wiederbeginn verdiente sich Jena den Teilerfolg schließlich redlich. Auch und vor allem deshalb, weil zunehmende Ballsicherheit im Vorwärtsgang bei den Leipzigern zu viele unkontrollierte Abwehrschläge auslöste. Vom imponierenden Auftakt-Rhythmus keine Rede mehr!

Schiedsrichterkollektiv: An Belanglosigkeiten (8. Einwurf-Korrektur, 52. klarer Vorteil für Jena außer acht gelassen) wollen wir uns nicht festhalten. Wesentlicher: Bei Bräutigams Aktion gegen Bredow war es ungemein hart, auf Strafstoß zu entscheiden, zumal von einer torversprechenden Situation keine Rede sein konnte. Und: Auf die theatralische Geste bei Bräutigams Verwarnung konnte, ja mußte der Referee verzichten. Sie sprengte die Grenzen seiner sonst sachlichen Spielleitung. Jürgen Raab wird von der FUWO zum Spieler des Tages gewählt .

(Dieter Buchspieß in "Die Neue Fussballwoche" vom 24. November 1987)

Jun-OL 1:2 - Tore : Klee / Rische 2 (1F,1H)

Jena : Jobst , Pfitzner , Koch , Stumpf , Wentzel , KaczmarekGelbe Karte.gif , Eschler (45.Winter) , Metsch , Klee (84.Häußler) , Zetzsche , TromsdorfGelbe Karte.gif (76. Langguth)

Jugendliga : Jenaer Glaswerk : FCC 0:1