1951/1952 09. Spieltag: BSG Turbine Weimar - BSG Motor Jena 0:0

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Liga, 9. Spieltag
Saison Saison 1951/1952, Hinrunde
Ansetzung BSG Turbine Weimar - BSG Motor Jena
Ort Sportplatz "Lindenberg" in Weimar
Zeit So. 04.11.1951 14:30 Uhr
Zuschauer 12.000
Schiedsrichter Lothar Green (Limbach)
Ergebnis 0:0
Tore
  • Fehlanzeige
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Weimar
Schuster
Irmscher, Schäller
Fierle, Trommler, Zörner
Göring, Sonnekalb, Münnich, Weigel, Ackermann (83. Mil)

Trainer:

Jena
Rolf Jahn
Waldemar Neuendorf, Bernhard Schipphorst
Rolf Putsche, Karl Oehler, Kurt Lindig
Gerhard Gödecke, Werner Jakob, Dieter Streller, Gerhard Frank, Helmut Speerschneider

Trainer: Kurt Findeisen

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Spielbericht

Abwehr beherrschte den Angriff

Zwölftausend auf dem Lindenberg, das war ein neuer Zuschauerrekord für diese in ihrem Fassungsvermögen restlos ausgenutzte Platzanlage. Motor-Jena spielte bis zur Pause den reiferen und ideenreicheren Fußball. Eine auf allen Posten gut besetzte Läuferreihe bildete die sichere Abwehr gegen einen harmlos und zu unentschlossen wirkenden Turbine-Angriff. Bis zur Pause war es Motor-Jena, das in spieltechnischer Hinsicht ein sichtbares Plus für sich verbuchte, ohne aber zu zählbaren Treffern zu kommen, denn auch bei Turbine stand die Hintermannschaft sicher und entschlossen.

In der zweiten Hälfte wurde Jena in die Defensive gedrängt. Fast die gesamte Mannschaft beteiligte sich an der Abwehr und brachte somit die zu engmaschigen und nicht sinnvollen Turbine-Angriffe zum Scheitern. Es war auffällig, daß außer einer Münnich-Bombe, die in der 85. Minute von der Latte zurückpralte, nicht einmal ein wirklich gefährlicher scharfer Schuß auf das Jenaer Gehäuse gesetzt wurde. Dabei hätten die Turbine-Stürmer Erfolg haben können, denn Jenas Torwart Jahn machte keinen besonders sicheren Eindruck. Turbine aber vergaß nicht nur das Schießen, sondern wirkte zu langsam, um eine Reihe günstiger Gelegenheiten auszunützen.

Auf beiden Seiten waren es die Abwehrreihen die hervorstachen, und die nicht überzeugenden Angriffsreihen in ihren unkonzentrierten Kombinationen immer wieder störten. So kam es, daß das Spiel nicht nur torlos endete, sondern bei aller Spannung (besonders in den letzten 10 Minuten) nicht ganz das brachte, was Zwölftausend erwartet hatten. Schuster, Schäller, Irmscher, Fierle und Trommler bei Turbine, Neuendorf, Schipphorst, Oehler, Lindig und Putsche bei Motor-Jena hatten das Hauptverdienst, daß die Angriffsreihen nur selten oder kaum zur Entscheidung kamen. Göring war der Einzige im Turbine-Sturm, der letzen Einsatz zeigte und spielerisch im Angriff am stärksten hervortrat. Jakob spielte eine zurückgezogene Verbinderrolle. Technisch routiniert, war er der Dirigent und Einfädler der Jenaer Angriffsreihe. Schäller erntete für einige besondere Glanzleistungen wiederholt Beifall und spielte wieder eine sichere Partie.

(Henkel in "Die Neue Fußballwoche" vom 6. November 1951)