1976/1977 23. Spieltag: HFC Chemie - FC Carl Zeiss Jena 1:1

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 23. Spieltag
Saison Saison 1976/1977, Rückrunde
Ansetzung HFC Chemie - FC Carl Zeiss Jena
Ort Kurt-Wabbel-Stadion in Halle
Zeit Sa. 30.04.1977 15:00 Uhr
Zuschauer 9.000
Schiedsrichter Herbert Streicher (Crimmitschau)
Ergebnis 1:1
Tore
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Halle
Helmut Brade
Bernd Bransch
Burkhard Pingel, Dieter Strozniak
Manfred Fülle, Hrtmut Meinert, Detlef Robitzsch, Wolfgang Schmidt
Werner Peter, Holger Krostitz, Manfred Vogel

Trainer: i. V. Helmut Wilk

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Detlef Zimmer
Ulrich OevermannGelbe Karte.gif
Gert Brauer, Konrad Weise, Dieter Noack
Uwe Neuber, Dietmar Sengewald, Rüdiger Schnuphase, Lothar Kurbjuweit
Thomas Töpfer, Klaus Schröder

Trainer: Hans Meyer


Spielbericht

HFC verschenkte einen Punkt

Nach drei torlosen Auswärtsspielen in Aue (0:0), Magdeburg (0:3)und beim BFC Dynamo (0:2) kam der FC Carl Zeiss wieder zu einem Torerfolg auf Gegners Platz und zu einem wichtigen Punktgewinn. Das blieben am Sonnabend aber auch die einzigen Lichtblicke für ihn. Denn die spielerische Leistung während der gesamten neunzig Minuten war alles andere als die einer Spitzenmannschaft, die Ansprüche auf eine Medaille geltend macht. Lediglich neun Treffer in zwölf Auswärtsspielen bestätigen die Kalamität der Thüringer, nur fünfzehn Gegentor weisen auf die Stärke hin. Und auch am Sonnabend hatte die Abwehr die Hauptlast, im Grunde genommen die gesamte Last des Spiels zu tragen. Der 56fache Nationalspieler Konrad Weise hatte mit Zimmer, Oevermann, Brauer und Noack wenigstens in seiner unmittelbaren Umgebung einige Spieler, die Normalform mitgebracht hatten. Alle anderen blieben mehr oder weniger unter dem Schnitt.

Da fanden sich die Hallenser doch entschieden besser mit dem regenschweren Boden ab, auf dem der Ball mitunter in Wasserlachen steckenblieb. Sie benötigten jedoch eine Halbzeit dazu. Aber dann setzten sie den Gegner derart unter Druck, daß die Zuschauer noch auf ihre Kosten kamen. Bransch und Pingel schalteten sich immer wieder in die Angriffsaktionen ein, kurbelten mit Meinert und Schmidt das Spiel an, und vorn setzten das insbesondere Krostitz. der immer stärker auf sich aufmerksam macht, und Vogel in die angestrebte Torgefahr um. Aber letztlich reichte es doch nur zu einem Treffer, obwohl zahlreiche weitere Einschußmöglichkeiten vorhanden waren. "Diese Chancen hätten gut und gern einen Sieg gerechtfertigt in einer Partie, die sich auf solch schwerem Boden durch eine lobenswerte Fairneß auszeichnete", bemerkte Armin Werner, der stellvertretende Vorsitzende des DFV-Trainerrates. Einige Schüsse von Meinert (58.), Krostitz (62.), Pingel (65.) und Peter (70.) gingen nur knapp vorbei oder wurden gehalten, und nicht weniger als dreimal schließlich retteten Latte und Pfosten bei Schüssen von Fülle (68.), Pingel (71.) und Krostitz (78.). Solche Gelegenheiten kehrten nicht wieder, wobei insbesondere die letzte von Peter hervorragend vorbereitet wurde. "Wenn man daraus nur einen Treffer erzielt, dann braucht man sich nicht zu wundern, daß man einen Punkt abgeben muß", meinte HFC-Trainer Helmut Wilk zu dem unfreiwilligen Geschenk für die Gäste.

Zum Schiedsrichterkollektiv: Es hatte mit der Leitung dieses wohltuend fairen Spiels keinerlei Schwierigkeiten.

(Manfred Binkowski in "Die Neue Fußballwoche" vom 3. Mai 1977)