2011/2012 10. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - SV Sandhausen 1:1

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Spieldaten
Wettbewerb 3. Liga, 10. Spieltag
Saison Saison 2011/2012, Hinrunde
Ansetzung FCC - SV Sandhausen
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 17.09.2011 14:00 Uhr
Zuschauer 4.042
Schiedsrichter Tobias Helwig (Hamburg)
Ergebnis 1:1 (0:1)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Tino Berbig
Robert ZickertGelbe Karte.gif, Kai-Fabian Schulz, Alexander MaulGelbe Karte.gif, Ralf SchmidtGelbe Karte.gif (60. Björn Lindemann)
Jan Šimák, Josip LandekaGelbe Karte.gif, Alexander Voigt (46. Christoph SiefkesGelbe Karte.gif), Nils Miatke
Sebastian Hähnge (46. Shlomi EdriGelbe Karte.gif), Velimir Jovanovic (Rote Karte.gif, 32.)

Trainer: Heiko Weber

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Sandhausen
Daniel Ischdonat (32. Philipp Kühn)
Julian Schauerte, Marco Pischorn, Daniel SchulzGelbe Karte.gif, Sören Halfar
Kristjan Glibo
Roberto Pinto, Jan Fießer (74. Tim Danneberg), David Ulm, Marcel KandzioraGelbe Karte.gif (58. Danny BlumGelbe Karte.gif)
Regis Dorn

Trainer: Gerd Dais

Spielbericht

FCC erkämpft in Unterzahl verdientes 1:1
Der FCC schafft gegen den SV Sandhausen mit 10 Mann (Rote Karte gegen Velimir Jovanovic) nach 0:1-Rückstand zur Pause noch ein aufgrund starker kämpferischer Leistung in der 2. Halbzeit verdientes 1:1. Aluminium verhindert auf beiden Seiten weitere Treffer.


Der FCC begann im Vergleich zum Spiel unter der Woche bei Rot-Weiß Oberhausen mit der gleichen Startelf. Nachdem sich das Spiel in den ersten Minuten hauptsächlich im Mittelfeld abspielte, hatten die Gäste durch einen Kopfball von Regis Dorn in der 9. Minute die erste Chance. Sein Kopfball nach Flanke von Halfar strich über die Querlatte. Auf der Gegenseite hatte der FCC nach 13 Minuten seine erste gute Torchance. Nach einem langen Abschlag von Tino Berbig unterläuft Schauerte den Ball. Jovanovic lässt seinen Gegenspieler aussteigen, sein Schuss aus halblinker Position kann jedoch von Torwart Ischdonat geklärt werden. In der 16. Minute ging der SV Sandhausen in Führung. Ein langer Freistoß aus 35 Metern Torentfernung wird von Marco Pischorn mit seinem zweiten Saisontreffer über die Torlinie gedrückt. FCC-Torhüter Tino Berbig sieht bei dieser Aktion im eigenen Fünfmeterraum nicht gut aus, nachdem der Ball sehr lange in der Luft war. Fünf Minuten später geht ein direkter Freistoß von Jan Simak auf der Gegenseite über das Tor des SV Sandhausen. Sandhausens Angreifer Regis Dorn steckte wenig später auf David Ulm durch, der im 16-Meter-Raum des FCC an den Ball kommt. Tino Berbig kann jedoch den Ball vom Fuß des Sandhausener Offensivspielers pflücken.

Eine Schlüsselszene des Spiels ergibt sich in der 27. Minute. Nils Miatke lupft den Ball in den Sandhausener Strafraum. Velimir Jovanovic versucht an den Ball zu kommen und stößt hart mit dem Sandhausener Tohüter Daniel Ischdonat zusammen, der aus seinem Tor herausgekommen war. Dieser bleibt verletzt liegen. Schiedsrichter Tobias Helwig aus Hamburg entscheidet auf Tätlichkeit und verweist Velimir Jovanovic zur Überraschung vieler Zuschauer des Platzes. Sicher ist Jovanovic hart eingestiegen und hat den Sandhausener Torhüter auch klar getroffen. In allererster Linie versuchte er jedoch, an den bis zum Schluss freien Ball zu gelangen, so dass eine Verwarnung vermutlich ausreichend gewesen wäre. Ischdonat kann nicht weitermachen und wird verletzt vom Platz getragen. Für ihn kommt Philipp Kühn ins Spiel. In Spielminute 35 gelangt der Ball nach zu kurzer Abwehr eines Sandhausener Spielers zu Kai-Fabian Schulz, dessen Schuss aus 20 Metern jedoch deutlich über das Tor geht. Auf der Gegenseite bietet sich in Minute 38 eine weitere Torchance für den SV Sandhausen. Nach einem Freistoß von David Ulm aus 30 Metern kann Robert Zickert zunächst klären. Der Ball gelangt über Umwege zu Regis Dorn, dessen Schuss knapp über das Tor von Tino Berbig geht.

Zu Beginn der 2. Halbzeit wechselte Heiko Weber doppelt. Die in der ersten Spielhälfte praktizierte Doppel-6 wird aufgelöst. Christoph Siefkes kommt für Alexander Voigt und Shlomi Edri für Sebastian Hähnge ins Spiel. Das Spiel hat gleich zu Beginn der zweiten 45 Minuten deutlich mehr Pfeffer als die erste Halbzeit und der FCC erarbeitet sich ein spielerisches Übergewicht. Edri kann fünf Minuten nach Wiederanpfiff nach Anspiel von Nils Miatke im letzten Moment von einem Sandhausener Verteidiger gestoppt werden. Noch einmal offensiver wird die Ausrichtung des FCC, als Lindemann nach 59 Minuten für Ralf Schmidt ins Spiel kommt. Nach einer Stunde bot sich eine Freistoßsituation für den FCC. Jan Simak legt auf Alexander Maul ab. Dessen Schuss aus knapp 30 Metern geht jedoch deutlich über das Tor. Auf der Gegenseite hatte der FCC das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Nach einem doppelten Doppelpass zwischen David Ulm und Roberto Pinto, gelangte der Ball zum kurz zuvor eingewechselten Danny Blum. Sein Schuss springt jedoch von der Querlatte zurück ins Spielfeld (64.). Der FCC hatte nur zwei Minuten später ebenfalls Pech bei einem Aluminiumtreffer. Ein Flachschuss von Björn Lindemann aus 25 Metern Torentfernung knallt an den rechten Pfosten. Die beiden Torchancen sind Beleg für eine in dieser Situation deutlich intensivere Partie, die auch durch viele Unterbrechungen und Verwarnungen gekennzeichnet war.

Eine erneute Standardsituation hatte der FCC in der 73. Minute. Einen Freistoß von Jan Simak aus 30 Metern halbrechter Position verwandelt Robert Zickert mit schöner Direktabnahme zum verdienten Ausgleich. Der FCC blieb weiter am Drücker. Simak versuchte auf Lindemann durchzustecken, anstatt selbst den Abschluss zu suchen (75.). Ein Fernschuss von David Ulm auf der Gegenseite geht über das Tor von Tino Berbig. Nach Flanke von Danny Blum kommt Sandhausens Stürmer Regis Dorn mit dem Kopf an den Ball, drückt den Ball aber über die Querlatte (77.). Der Sandhausener Kapitän stand auch zwei Minuten später im Blickpunkt des Geschehens. Sein Flachschuss geht jedoch nur an den linken Pfosten, nachdem der FCC zuvor in der Defensive keinen Zugriff auf den Ball bekam. In den letzten Minuten des Spiels überschlugen sich die Ereignisse. Ein Freistoß von Jan Simak von der rechten Außenbahn gelangte in die Mitte und von dort in das Tor der Sandhausener. Der Torjubel der Fans fand durch den Abseitspfiff von Schiedsrichter Tobias Helwig ein jähes Ende. Am Ende sichert sich der FCC vor allem durch eine überzeugende kämpferische Leistung in der 2. Halbzeit einen verdienten Punkt.

Stimmen zum Spiel

Gerd Dais (Trainer des SV Sandhausen): "Ich denke, wir sind unzufrieden. Wir sind in Führung gegangen und haben es vor allem in der 2. Halbzeit nicht geschafft, den nötigen Druck zu erzeugen. Wir haben Jena, vor allem über Standards, immer wieder ins Spiel kommen lassen. Das Foul vom Spieler am Torhüter war schlimm genug. Das Publikum ließ jeden Respekt vermissen, als es pfiff, während Ischdonat vom Platz getragen wurde."

Heiko Weber (Trainer des FCC): "Zunächst beste Genesungswünsche an Daniel Ischdonat. Mir ist es unverständlich, wie wir uns in der 1. Halbzeit präsentiert haben. Es war ein klarer Fehler von Tino Berbig. Ein riesen Kompliment an meine Mannschaft für die 2. Halbzeit. Vom Spielverlauf her muss ich mit dem einen Punkt zufrieden sein. Über die 1. Halbzeit müssen wir dennoch reden. Stellenweise ist es Wahnsinn, welche Leistung die Schiedsrichter an den Tag legen. Ich glaube es war heute sein 3. Spiel. Das hat man gesehen."

Velimir Jovanovic ("Rotsünder"): "Ich war von der roten Karte überrascht. Auf der Tribüne habe ich den Jungs natürlich die Daumen gedrückt. Ich habe mich gefreut, dass sie noch das 1:1 geholt haben."

Robert Zickert (Torschütze des FCC): "Der Punkt war aufgrund der 2. Halbzeit verdient. Die Leistung in der 1. Halbzeit war so lala. Woran das lag, weiß ich nicht. Die Entscheidung zur roten Karte, ist meiner Meinung nach zu hart. Das 1:1 habe ich gut reingehaut. Ich freue mich für mich und die Mannschaft. Ich wollte auf keinen Fall als Verlierer vom Platz gehen. Gegen Chemnitz war ich noch der Buhmann. Dennoch hat mir der Trainer das Vertrauen geschenkt. Die etwas längere Pause tut gut nach 3 Spielen in einer Woche. Nach 80 Minuten war ich ziemlich fertig. Die Mannschaft hat in Halbzeit 2 erneut gezeigt, dass wir mit dem Trainer weitermachen wollen."

-- da Silva