2017/2018 36. Spieltag: VfL Osnabrück - FC Carl Zeiss Jena 1:2

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Spieldaten
Wettbewerb 3. Liga, 36. Spieltag
Saison Saison 2017/2018, Rückrunde
Ansetzung VfL Osnabrück - FCC
Ort Stadion an der Bremer Brücke
in Osnabrück
Zeit Sa. 28.04.2018 14:05 Uhr
Zuschauer 6.549
Schiedsrichter Justus Zorn (Freiburg)
Ergebnis 1:2 (0:0)
Tore
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
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Osnabrück
Leon Tigges
Felix AguGelbe Karte.gif, Christian Groß, Adam Susac, Marc Wachs
Konstantin Engel (Gelbrote Karte.gif, 90.)
Bashkim RennekeGelbe Karte.gif (62. Utuk Sen), Sebastian Klaas (62. Steffen Tigges), Tim Danneberg, Jules Reimerink (62. Marcos Alvarez)
Emmanuel Iyoha
Trainer: Daniel Thioune
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Jo Coppens
Valentin Reitstetter, Jan Löhmannsröben, Dennis Slamar, Guillaume Cros
Timo Mauer, Sören Eismann, René Eckardt (46. Justin Schau), Manfred Starke (69. Dominik Bock)
Julian Günther-SchmidtGelbe Karte.gif (46. Maximilian Wolfram), Florian Dietz
Trainer: Mark Zimmermann

Spielbericht

FCC entert die Bremer Brücke und siegt mit 2:1 in Osnabrück

Der FC Carl Zeiss Jena gewinnt sein vorletztes Saisonauswärtsspiel beim VfL Osnabrück mit 2:1 und fährt somit seinen dritten Auswärtssieg dieser Drittligaspielzeit ein.

Darüber hinaus war es der zweite Auswärtssieg in Folge und in dieser Saison das erste Mal überhaupt, dass der Aufsteiger zwei Spiele hintereinander für sich entscheiden konnte. Gesehen haben dies an der Bremer Brücke 6.549 Zuschauer. Im Gästeblock des kultigen Spielorts verfolgten nur etwa 100 Zeiss-Fans die Partie. Hintergrund war, dass am Vormittag eine Gruppe von ca. 50 Jenaer Fans von der Polizei mit Platzverweisen belegt wurden, und somit die vorzeitige Heimreise antreten mussten, dem sich wohl auch viele andere FCC-Fans solidarisch anschlossen.

Sie sollten ein Spiel verpassen, das sich in der ersten Halbzeit über weite Strecken der für Osnabrücker Verhältnisse aufgrund offenkundiger Unzufriedenheit vieler VfL-Fans mit der sportlichen wie wirtschaftlichen Situation ungewohnt stillen Atmosphäre anpassen sollte - mit anderen Worten, es passierte nicht viel. Und wenn etwas passierte, dann lag dies an den Akteuren in Weiß aus Jena, die einige offensive Akzente setzen konnte. Die erste Chance der wegen der Verletzten- und Gesperrtensituation sowie des bereits am Montag anstehenden Pokalhalbfinales in Borsch kträftig veränderten Zeiss-Elf bot sich Timo Mauer. Julian Günther Schmidt steckte nach geschickter Körperbewegung wunderbar auf den rechts mitgelaufenen Mauer durch, der freie Schussbahn hatte und aus spitzem Winkel nur knapp über den Querbalken schoss (13.). Kurz darauf waren es die Hausherren, die sich offensiv meldeten. Doch beim scharf von links in den Jenaer Fünfmeterraum gebrachten Ball fehlten dem Osnabrücker Angreifer am kurzen Pfosten ein, zwei Schuhlängen, um das Spielgerät aus Nahdistanz ins Jenaer Gehäuse zu bugsieren (15.). In der 23. Spielminute musste Jo Coppens jedoch eingreifen, als er einen Kopfball von Osnabrücks Danneberg mit Glanzleistung aus dem Eck fischte. Damit wären die offensiven Momente der Gastgeber im Grunde erzählt, die fortan wieder in die gleiche Apathie auf dem Platz verfielen, wie sie auch zu großen Teilen auf den Rängen herrschte. Der FCC war nun deutlich besser und kam durch Manfred Starke zu einer weiteren Möglichkeit. Die anschließende Ecke mündete in einem Kopfball von Florian Dietz, den der VfL-Keeper Tigges gerade so noch um den langen Pfosten lenken konnte (36.). Kurz darauf versuchte es Julian Günther-Schmidt aus der Distanz (38.), verfehlte jedoch knapp. Jena war die aktivere Mannschaft und hatte in den ersten 45 Minuten sicher mehr vom Spiel, ohne dabei zu glänzen. Die letzte Möglichkeit der ersten Hälfte hatte Manfred Starke, der aus fast 35 Metern abzog und Tigges zur Parade zwang (44.).

Jenas Cheftrainer Mark Zimmermann nutzte die Pause, um wie vor Wochenfrist auf Platz 11 des Bremer Weserstadions, nun an der Bremer Brücke mit Justin Scgau und Maximilian Wolfram zwei frische Leute zu bringen. In Bremen läutete dies zuletzt eine starke zweite Halbzeit ein - in Osnabrück sollte dies nicht anders werden. Der FCC begann schwungvoll und kam mit Mauer auf der rechten Seite druckvoll in Richtung gegnerisches Tor. Doch seine Hereingabe konnte Florian Dietz nicht verwerten. In der 53. Minute konnten die zeiss-Fans aber endlich jubeln! Timo Mauer war es, der sich wiederholt auf der rechten Seite durchsetzen konnte und unvermittelt aus spitzem Winkel abzog. Ob so gewollt oder nicht: Ein tolles Tor, bei dem Tigges wohl mit einer Flanke statt eines Dirketschusses gerechnet hatte. Florian Dietz hätte nur wenige Minuten später nach Slamar-Vorarbeit noch erhöhen können (57.). Doch sein Drehschuss ging knapp am langen Pfosten vorbei.

Nach einer Stunde skandierten die VfL-Fans ein trotziges "wir wollen Euch kämpfen sehen". VfL-Coach Thioune hatte die passende Antwort und wechslete gleich dreifach. Und in der Tat wachte nun Mannschaft wie Publikum von Osnabrück auf. Doch was nach dem Beginn einer heißen letzten halben Stunde anmutete, entpuppte sich als Strohfeuer. Inmitten dieser besten Phase der Hausherren brillierte der FCC mit einem wunderbaren Spielzug über Florian Dietz und Justin Schau, den der am kurzen Pfosten eingelaufene Maximilian Wolfram aus Nahdistanz wunderbar zum 2:0 für die zeiss-Elf einschweißte (67.).

In der 72. Minute versuchte sich Youngster und Debütant Valentin Reitstetter mit einem Schuss aus der Distanz, um den weit vorm Kasten postierten VfL-Schlussmann zu düpieren - nicht nur wegen dieser Szene ein couragierter und völlig unaufgeregter Auftritt des U21-Spielers. Das dritte Tor für Jena lag in der Luft - und Dominik Bock hatte es auf dem Fuß. Nach einer tollen Kombination machte Bock eigentlich alles richtig, aber der Ball sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld (76.). Das Tor fiel trotzdem - auf der anderen Seite. Konstantin Engel nutzte einen Moment der Unaufmerksamkeit des FCC und schmetterte die Kugel unhaltbar für Coppens ins rechte untere Eck (77.). Kurz vor Schluss hatte noch Alvarez am kurzen Pfosten den Ausgleich auf dem Fuß, doch er rutschte Zentimeter am Ball vorbei (87.). In der Nachspielzeit sah Engel noch die Ampelkarte und musste vom Platz. Kurz darauf war Schluss, und der FCC durfte sich über drei weitere Punkte freuen.

Trainerstimmen

Mark Zimmermann (FCC): "Ich habe jetzt das Gefühl, dass wir am Ende der Saison auf den Geschmack gekommen sind, wie es auswärts geht. Ich freue mich über den Ausgang des Spiels und über die Leistung. In der ersten Halbzeit haben sich beide nicht sehr wehgetan. Wir wollten dann die zweite Halbzeit offensiver angehen. Nach einem Traumtor hatten wir das Spiel dann im Griff, auch wenn es zum Ende hin noch einmal eng wurde. Aber auch da bin ich absolut zufrieden, dass wir dagegengehalten haben."

Daniel Thioune (Osnabrück): "Wir haben es heute nie geschafft, den zweiten Ball zu gewinnen. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann mit dem 0:1 einen Rucksack auf, der im Laufe des Spiels immer schwerer wurde. Die Jungs haben trotz vieler Fehler immer wieder versucht, nach vorn zu spielen. Jedoch haben sie den Druck und die Dynamik auf den Ball vermissen lassen. Mehr Ballbesitz sollte eigentlich ein Tor für uns sein. Aus meiner Sicht haben wir das Spiel am Ende auch zurecht verloren."

--GUNNER