2018/2019 15. Spieltag: SV Wehen Wiesbaden - FC Carl Zeiss Jena 2:3

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Spieldaten
Wettbewerb 3. Liga, 15. Spieltag
Saison Saison 2018/2019, Hinrunde
Ansetzung SV Wehen Wiesbaden - FCC
Ort BRITA-Arena in Wiesbaden
Zeit Mo. 12.11.2018 19:00 Uhr
Zuschauer 2.387
Schiedsrichter Frank Willenborg (Osnabrück)
Ergebnis 2:3 (1:1)
Tore
  • 1:0 Schäffler (17.)
  • 1:1 Tietz (28.)
  • 1:2 Tietz (75.)
  • 1:3 Starke (79.)
  • 2:3 Schmidt (89., Foulelfmeter)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
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Wiesbaden
Markus Kolke
Jeremias Lorch, Sascha Mockenhaupt, Sören Reddemann (82. Max DittgenGelbe Karte.gif), Alf Mintzel
Marcel Titsch Rivero (55. Simon Brandstetter), Patrick Schönfeld
Daniel-Kofi Kyereh (77. Stephan Andrist), Niklas Schmidt, Jules Schwadorf
Manuel Schäffler
Trainer: Rüdiger Rehm
Trikotfarben
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Jena
Jo Coppens
Matthias Kühne, Marius Grösch, Justin Gerlach, Guillaume Cros
Maximilian Wolfram, Kevin PannewitzGelbe Karte.gif (62. Vincent-Louis Stenzel), Niclas Erlbeck (69. Michael Schüler), Fabien Tchenkoua (69. René Eckardt)
Phillip Tietz, Manfred Starke
Trainer: Mark Zimmermann

Spielbericht

Mit Glück des Tüchtigen gewinnt der FCC Wiesbadener Wasserschlacht

Der FCC gewinnt mit 3:2 beim SV Wehen Wiesbaden und verlässt durch den ersten Dreier nach zehn Spielen die Abstiegsränge.

Was für ein Spiel! Die Geschichte spektakulärer und unvergesslicher Spiele beim SV Wehen Wiesbaden, egal ob auf dem Hallberg oder in der Frankfurter Commerzbank-Arena, ist um ein Kapitel reicher - und endlich ist es eines, das von einem Jenaer Auswärtserfolg gegen die Hessen künden kann. Und wohl kaum einer hatte dem FC Carl Zeiss Jena vor der Partie gegen bärenstarke Wehen-Wiesbadener dieses Husarenstück zugetraut. Um es vorweg zu nehmen: Dieses Spiel zu beschreiben, ist nahezu unmöglich - man muss es gesehen haben.

Bei teilweise strömendem Regen und lautstark unterstützt von mehr als 500 Zeiss-Fans am auswärtsfanunfreundlichen Montagabend in der mit knapp 2.400 Besuchern wie immer nur spärlich besetzten Brita-Arena in Wiesbaden bot die Mannschaft des FCC eine Energieleistung und zeigte eine phänomenale Einsatzbereitschaft, die am Ende mit einem sicher glücklichen, aber dennoch nicht unverdienten 3:2 Sieg belohnt wurde.

Wehen Wiesbaden spielte, zeigte, warum es ganz oben steht und schaffte es immer wieder, mit Tempoverschärfungen und klugem Ausnutzen der sich ihnen bietenden Räume, für jede Menge Torgefahr zu sorgen. So konnte die Führung der Hausherren - natürlich durch Schäffler (17.) - nicht verwundern. Jena war beeindruckt und Wiesbaden drauf und dran mit einer Fülle teils hochkarätiger Chancen, den Deckel drauf zu machen. Doch mit etwas Glück, einer aufopferungsvollen Mannschaftsleistung und einem bärenstarken Jo Coppens konnten die Situationen schadlos überstanden werden. Coppens war es dann, der mit langem Schlag an den gegnerischen Strafraum dem spekulierenden Tietz die Vorlage zu dessen wunderbarem, eiskaltem Ausgleichstreffer gab (27.). Und dieser tat der Jenaer Mannschaft sichtlich gut, die sich nun offensiv noch mehr zutraute und mit Haut und Haaren versuchte, dieses Ergebnis zu verteidigen.

Aus der Kabine kam die Jenaer Mannschaft unverändert, hatte aber nach wie vor "das Messer zwischen den Zähnen". Wiesbaden drängte wütend, und Angriff um Angriff rollte auf das Jenaer Tor. Doch mit Glück, Leidenschaft ud Coppens unter gütiger Mithilfe teilweise überheblich agierender Hausherren, die mit Hacke und Co gern noch eine Schleife drumherum binden wollten, verteidigte Jena das Remis. Zur völligen Ekstase im proppevollen Jena-Fanblock kam es in der 75. Minute: Nach einem Starke-Freistoß reagierte Tietz am schnellsten und konnte aus Nahdistanz die Kugel zum viel umjubelten 2:1 für die Zeiss-Elf einschweißen. Und Tietz war es auch, der mit seiner wunderbaren und uneigennützigen Vorarbeit für Starke, den dritten Treffer einleitete (79.). Wiesbaden warf alles nach vorn und kam gefühlt im Minutentakt zu Möglichkeiten. In der 89. Minute zeigte Schiedsrichter Willborg auf den Punkt - Elfmeter für die Hausherren. Der Gefoulte Schmidt trat selbst an und verwandelte sicher. Der Rest waren eine fast sechsminütige Nachspielzeit und jede Menge Herzschmerzen - Lattentreffer für die Wiesbadener inklusive - sowie grenzenloser Jubel nach dem herbeigesehnten Abpfiff.

Trainerstimmen

Mark Zimmermann: "Ich bin sehr erleichtert, dass wir diesen glücklichen Sieg eingefahren haben. Wir waren zum Anfang gut im Spiel, haben dann aber Probleme bekommen. Da hat man gemerkt, dass wir auf einigen Positionen umstellen mussten. Mit Glück kommen wir zum 1:1. Damit kam das Selbstvertrauen zurück, und wir haben uns in das Spiel reingebissen. Wehen hatte nach der Pause einige gute Möglichkeiten, wir haben immer an uns geglaubt."

Rüdiger Rehm: "Wir haben Jena zu viele Räume gelassen, haben viel zu viel Schnickschnack gespielt und die Konsequenz vor dem gegnerischen Tor vermissen lassen. Aus solch einer Niederlage sollten wir lernen. Ich bin maßlos enttäuscht."