2014/2015 15. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - VfB Auerbach 4:0

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 15. Spieltag
Saison Saison 2014/2015, Hinrunde
Ansetzung FCC - VfB Auerbach
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 29.11.2014 13:30 Uhr
Zuschauer 2.251
Schiedsrichter Max Burda (Berlin)
Ergebnis 4:0 (1:0)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Raphael Koczor
Marius GröschGelbe Karte.gif, Christoph Klippel, André SchmidtGelbe Karte.gif (46. Andreas Löser)
Tino Schmidt, Pierre Becken, Tom Geißler (76. Mathis Böhler), Sören Eismann, René Eckardt (67. Maxim Banaskiewicz)
Jakub WiezikGelbe Karte.gif, Velimir Jovanovic
Trainer: Karsten Hutwelker


Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Auerbach
Markus Dölz
Horst RauGelbe Karte.gif, Steffen Vogel, Felix PaulGelbe Karte.gif, Kevin Hampf (69. Moses Makinde)
Manuel Hoffmann, Philipp Müller, Fabian Paradies, Philipp Kötzsch (56. Jiri Jedinak (72. Marcel Dressel)), Olokorede Aiyegbusi
Martin Bocek
Trainer: Andreas Richter

Spielbericht

Kantersieg trotz Grippesorgen

Mit einem klaren 4:0 gegen den VfB Auerbach beendet unser FCC die Hinrunde torreich. Jovanovic (15.), Wiezik (63., 72.) und der eingewechselte Böhler (83.) ließen vor 2.251 Zuschauern das Ergebnis höher aussehen, als es dem Spielverlauf entsprach. Die abstiegsbedrohten Vogtländer hielten gegen grippegeschwächte Jenaer eine Stunde lang gut dagegen, bevor Jakub Wiezik mit einem Doppelschlag das Spiel in klare Bahnen lenkte.

Nach einer ungewöhnlichen Woche mit zum Teil nur acht am Mannschaftstraining teilnehmenden Spielern war man gespannt, welchen 11 Kickern Trainer Karsten Hutwelker das Vertrauen schenken würde. Nominell las sich die Startaufstellung dann durchaus prominent, beim zweiten Hinschauen bestand sie aber dennoch überwiegend aus von Krankheit oder Verletzung Wiedergenesenen, so dass Fragezeichen hinter dem jeweiligen Fitnesszustand blieben.

Um es vorweg zu nehmen: Die Befürchtungen, man könnte körperlich nicht mithalten, bestätigten sich über die gesamten 90 Minuten nicht. Vielmehr war es ein Konzentrationsfehler Christoph Klippels, dessen Fehlpass Auerbachs Hoffmann unmittelbar nach Anpfiff allein auf Koczor zulaufen ließ, wobei sein Schuss von der Strafraumgrenze das Tor deutlich verfehlte. Klippel, der seinen ersten Einsatz nach überwundenem Muskelfaserriss feiern durfte, war Mittelpunkt einer erstmals von Beginn an gewählten Dreierkette mit Marius Grösch und André Schmidt an seiner Seite. Eine Konstellation, die 45 Minuten lang nicht ohne Risiko blieb, verteidigte man doch angesichts der hinter der einzigen Sturmspitze Bocek sehr offensiv ausgerichteten flinken Auerbacher Flügelspieler Hoffmann und Aiyegbusi häufig Mann gegen Mann. Dass die Gäste ihre sich bietenden Räume nicht effizienter nutzten, aus den im Ansatz gefährlichen Situationen keine Großchancen kreieren konnten, bemängelte Gästecoach Andreas Richter nach dem Spiel zu Recht. Und hier lag trotz ausgeglichenem Feldspiel der Unterschied zum FC Carl Zeiss, dessen individuelle Qualität auf den Offensivpositionen sich in zum Teil schönen Kombinationen niederschlug. Eine solche über Geißler und Eismann hätte René Eckardt bereits in der 6. Minute zur Führung nutzen können. So war es dann Velimir Jovanovic nach einer Viertelstunde, dessen Flachschuss eine Stafette über Eckardt, Becken und Wiezik mit dem 1:0 krönte. Und wäre Jakub Wiezik kurz vor dem Seitenwechsel vor dem leeren Tor einen Millimeter energischer in Eckardts flache Hereingabe von rechts gerutscht, hätte man bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt beruhigter den wärmenden Pausentee genießen können.

So aber reagierte das Trainergespann auf die Anfälligkeiten in der eigenen Abwehr, ersetzte den gelbvorbelasteten André Schmidt durch Andreas Löser und stellte mit dem Zurückziehen von Pierre Becken ins Abwehrzentrum auf Viererkette um. Eine Umstellung, die Wirkung zeigte: Auerbachs Offensivgefahr kam nun völlig zum Erliegen und es entwickelte sich eine Viertelstunde lang ein zumeist uninspiriertes Mittelfeldgeplänkel, das die 2.251 Zuschauer noch mehr frösteln ließ. Dass es ihnen in der Folge dennoch warm ums Herz wurde, lag an Jakub Wieziks Doppelschlag binnen 9 Minuten. Zunächst wuchtete der 1,95m große Pole Marius Gröschs wunderbar temperierte Rechtsflanke per Kopf gegen den Lauf von VfB-Keeper Dölz in die Maschen. Dann zeigte er, dass es auch mit dem Fuß funktioniert, indem er einen schön ausgespielten Konter über Banaskiewicz, Geißler und Schmidt am langen Pfosten ins kurze Eck zum 3:0 vollendete. Ein Treffer, der den Gästen endgültig den Zahn zog und so war es dem eingewechselten Mathis Böhler zwei Tage nach seinem 19. Geburtstag vorbehalten, in seinem erst zweiten Punktspiel-Kurzeinsatz den Schlusspunkt mittels eines überlegt ins rechte untere Toreck platzierten Flachschusses zu setzen (83.).

Auf der Tribüne wurden zu diesem Zeitpunkt längst lautstark und melodiös winterliche Klassiker intoniert, bis schließlich das ganze Stadion in ein "Oh wie ist das schön" einfiel und damit einen stimmungsvollen Abschluss einer stimmungsarmen Hinrunde feierte.

Stimmen zum Spiel

Andreas Richter: Glückwunsch an Karstens Mannschaft zu einem verdienten Sieg. Das Ergebnis ist enttäuschend und schwer zu erklären. Wir hatten uns viel vorgenommen und den Glauben gehabt, das hier etwas zu holen ist. In der ersten Halbzeit konnte ich auch keinen Unterschied zwischen dem 4. und 13. der Tabelle ausmachen. Wenn wir dann 1:0 in Führung gehen, spielt es uns in die Karten, stattdessen fangen wir das Gegentor. Wir waren dann öfter durch auf der rechten Seite, aber da hat man gesehen, warum wir da unten stehen. Es fehlte einfach die Konsequenz. Mit dem 2:0 war das Spiel gelaufen und dann war es wie ein Trainingsspiel.

Karsten Hutwelker: Kompliment an meine Jungs nach einer nicht einfachen Woche, in der wir teilweise nur mit 8 Mann trainiert haben. Auch wenn sich dann viele Spieler gesund zurück gemeldet haben, weiß man nicht wirklich, wie fit sie sind. Wir haben uns für ein 3-5-2 entschieden, was wir noch nie gespielt haben und offenbarten doch einige Lücken. Das haben wir nicht so gespielt, wie ich mir das vorgestellt hatte. Dennoch gab es in der ersten Halbzeit schon die Möglichkeit, den Sack zuzumachen. Mit der Umstellung nach dem Seitenwechsel standen wir dann hinten sicherer. Unter dem Strich war es eine ganz souveräne Leistung und ein verdienter Sieg. Ob auch in der Höhe, darüber kann man sicher streiten. Ich freue mich besonders für Mathis Böhler, der sich ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht hat.

--Frank Cichos