1973/1974 20. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - BSG Energie Cottbus 3:0

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 20. Spieltag
Saison Saison 1973/1974, Rückrunde
Ansetzung FC Carl Zeiss Jena - BSG Energie Cottbus
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 02.03.1974 15:00 Uhr
Zuschauer 5.500
Schiedsrichter Gerhard Bude (Halle)
Ergebnis 3:0
Tore
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Jena (blau)
Wolfgang Blochwitz
Bernd Bransch
Ulrich Göhr, Konrad Weise, Lothar Kurbjuweit
Martin Goebel, Harald Irmscher, Rainer Schlutter (55. Harry Kunze)
Norbert Schumann, Dieter Scheitler (46. Helmut Stein), Eberhard Vogel

Trainer: Hans Meyer

Cottbus (weiß-rot)
Siegfried Franz
Klaus Stabach
Hans-Joachim Prinz, Werner Wehner, Werner Grun
Hans Böttcher, Hans-Joachim Wank, Klaus Hübner, Lutz Häder
Siegfried Wünsch, Erhard Gröger

Trainer: Manfred Kupferschmied

Spielbericht

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Der Spitzenreiter selten souverän

Roland Ducke umriß sein Urteil über die erste Halbzeit mit den Worten. "So schlecht darf man nicht einmal 45 Minuten spielen." Von der vom Spitzenreiter in den letzten Heimspielen viel gepriesenen Wucht und vom oft gezeigten Einfallsreichtum war bis zum Pausenpfiff nicht viel zu spüren. Tempoverlangsamung durch Dauer-Querpässe und unzählige Dribblings, hiervon war kein Jenaer Akteur ausgenommen, Ideenarmut bei der Angriffsgestaltung und nicht zuletzt lange Zeit Schußangst und -schwäche kennzeichneten das Spiel der Saalestädter. Erst nach 17 Minuten Spiel auf ein Tor wagte Kurbjuweit den ersten, in Tornähe geratenden Schuß. Der fast ständige Ballbesitz trieb die Jenaer mit dem Leder zwar laufend in die Cottbuser Hälfte, doch der Erfolg des Powerplays war gleich Null. Ja, bei unmotivierten Rückpässen auf Blochwitz drohte gar ein Rückstand.

"Als ich Weises Schuß noch unglücklich ins Netz lenkte, war schon die Entscheidung gefallen", sagte Energie-Torhüter Franz ein wenig traurig. Nun mußte seine Elf selbst auf Torerfolg spielen. Doch dafür wirkte sie zu zaghaft, zu ängstlich schon aus dem Mittelfeld heraus, konnte sie die Abwehr der Gastgeber kaum erschüttern. Lediglich Gröger zeigte sich bei einigen Aktionen sehr geschickt. Mit der Dauer des Spiels schlichen sich auch bei den Abwehrspielern, die wie alle Energie-Aktiven aufopferungsvoll kämpften, Fehler ein.

"Nach den Toren spielten wir freier, dynamischer, doch zur Zufriedenheit besteht, wenn wir die Leistungsstärke des Gegners berücksichtigen, kein Grund", wußte auch Hans Meyer. Ein anderer Gegner als die Cottbuser hätte die Schwächen des Spitzenreiters bis zur Halbzeit sicherlich genutzt. Ob es allein am Fehlen Peter Duckes lag, wie es viele sahen, werden die nächsten Wochen zeigen müssen.

Zum Schiedsrichterkollektiv: Bude leitete die faire Partie, in der es nur eine Ermahnung wegen Handspiels gab, ohne Fehler.

(Jürgen Nöldner in "Die Neue Fußballwoche" vom 5. März 1974)


Junioren : Jena : Cottbus 4:1 , Tore : Wenig 2 , Molata , Werner / Mathick